30 Jahre UN-Standort Bonn: Neue Videoserie mit Ralf Schmitz
Seit 30 Jahren ist Bonn der Standort der Vereinten Nationen in Deutschland. Zum Jubiläum und zum Tag der Vereinten Nationen am 24. Oktober war Ralf Schmitz unterwegs: In vier Begegnungen zeigen ihm Menschen, was die Vereinten Nationen in Bonn ausmacht und was der Standort für Nordrhein-Westfalen bedeutet.
Als Bundestag und Bundesregierung nach Berlin zogen, wurde in Bonn Platz für Neues frei. Am 20. Juni 1996 übergab die Bundesrepublik Deutschland das Haus Carstanjen an die Vereinten Nationen. Als Erstes zog das UN-Freiwilligenprogramm ein, kurz darauf folgte das Klimasekretariat. 2006 eröffneten der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundeskanzlerin Angela Merkel den UN-Campus mit dem ehemaligen Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“ als Hauptgebäude.
Heute arbeiten rund 1.300 Menschen in 27 UN-Organisationen in Bonn. Ihre Themen sind Klimaschutz, Artenvielfalt, Katastrophenvorsorge, Bildung und nachhaltige Entwicklung. Und der Standort wächst weiter: Das UN-Entwicklungsprogramm UNDP hat im Januar 2026 angekündigt, rund 300 Stellen von New York nach Bonn zu verlagern. Es ist das jüngste Kapitel einer 30-jährigen Erfolgsgeschichte.
Zwei Orte, eine Idee
Dieses Jubiläum feiern wir mit einem besonderen Gast und Gastgeber: Comedian und Moderator Ralf Schmitz ist Host der neuen Webserie. Er trifft seine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner an zwei Orten: in den Büros der Vereinten Nationen auf dem UN-Campus und ein paar Meter weiter am Bundesbüdchen. Der Kiosk war jahrzehntelang Treffpunkt für Abgeordnete, Ministerinnen und Minister sowie Journalistinnen und Journalisten der Bonner Republik. Seit 2020 steht er wieder im ehemaligen Regierungsviertel, direkt am UN-Campus. Am Büdchen passiert im Kleinen, was nebenan im Großen passiert: Man kommt zusammen, nimmt sich Zeit und spricht miteinander.
Folge 1: Hendrik Wüst
Einen Tag Ministerpräsident, einen Tag Büdchenverkäufer? Zum Auftakt trifft Ralf Schmitz Ministerpräsident Hendrik Wüst am Bundesbüdchen. Im Gespräch geht es darum, warum Nordrhein-Westfalen die Vereinten Nationen gerne beherbergt und was das Land davon hat. Für Wüst ist klar: „Deutschland lebt sehr gut davon, dass multilaterale Organisationen dafür sorgen, dass man ordentlich miteinander umgeht. Das ist Teil unseres Wohlstands.“
Folge 2: Carolin Schaulandt
Sie arbeitet bei den Vereinten Nationen und geht in der Mittagspause boxen: Carolin Schaulandt ist bei UNESCO-UNEVOC, dem Internationalen Zentrum der UNESCO für Berufsbildung. Gemeinsam mit mehr als 250 UNEVOC-Zentren weltweit unterstützt es Länder dabei, ihre Berufsbildung zu verbessern. Ralf Schmitz erfährt, was Boxring und Verhandlungstisch gemeinsam haben und warum Bildung für sie der Schlüssel ist: „Bildung ist die Grundlage dafür, dass wir ein selbstbestimmtes Leben führen können.“
Folge 3: Nathanael Liminski
Koordinator der Landesregierung und Botschafter für Nordrhein-Westfalen in Berlin, Brüssel und der Welt: So beschreibt Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei, seine Aufgabe. Am Bundesbüdchen erklärt er Ralf Schmitz, warum immer mehr UN-Organisationen nach Bonn kommen und was die Bonner Republik mit den Vereinten Nationen verbindet: „Bonn steht für etwas, was wir in dieser Zeit mehr denn je brauchen: die Kunst des Kompromisses, Interessen zusammenzuführen.“
Folge 4: Prof. Shen Xiaomeng
Prof. Shen Xiaomeng leitet das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) und ist Vizerektorin der Universität der Vereinten Nationen in Europa. Das Institut forscht zu Risiken durch Naturgefahren und globalen Wandel und dazu, wie Gesellschaften widerstandsfähiger werden. Mit Ralf Schmitz spricht sie über Fahrrad statt Diplomatenauto und über die große Frage, wie ein gutes Leben für Menschen in verschiedenen Kulturen aussehen kann, ohne der Natur zu schaden: „Die UN beschäftigt sich mit Problemen, die ein Land alleine nicht lösen kann, sondern alle Länder zusammen.“