Einsamkeit

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter Einsamkeit, einem Phänomen, das alle Generationen und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen betrifft. Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig, von Depressionen bis hin zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Schäden. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema, zu wissenschaftlichen Definitionen und zum Fünf-Säulen-Modell, mit dem sich die Landesregierung der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenstellt.

Du Wir Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit.

Aktuelle Top-Meldungen

20.06.2026

Land startet neues Aktionsbündnis gegen Einsamkeit

Mit einem neuen Aktionsbündnis unterstützt die Landesregierung die Vernetzung von Initiativen und Projekten im Kampf gegen Einsamkeit. Das Ziel: eine solidarische Gesellschaft, in der sich jeder Mensch gesehen fühlt. Erfahren Sie, wie Sie Teil davon werden können.

Banner mit dem Text: Newsletter gegen Einsamkeit

Initiativen und Angebote gegen Einsamkeit

Hier finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Sie eine Anlaufstelle auch in Ihrer Nähe.

 

Angebot Institution Ort PLZ Straße und Hausnummer Telefon-Nr. Webseite Zielgruppe Kategorie Beschreibung
Q.Vision! - von Mensch zu Mensch Initiative Alfred Zingler-Haus e.V. Gelsenkirchen 45888 Margaretenhof 10-12 0155 603 108 98 Webseite - -

Q.Vison! will Wege der direkten Ansprache sozial einsamer und isolierter Menschen und Personengruppen in einem innerstädtischen Quartier Gelsenkirchens entwickeln und erproben. Dazu werden ehrenamtliche Mitarbeiter*innen für die aufsuchende soziale Arbeit qualifiziert und angeleitet. Projektziele sind es zum einen, Aussagen über die Wirksamkeit dieses Ansatzes - die Ansprache sozial einsamer und isolierter Menschen auf Augenhöhe - zu gewinnen, zum anderen, passgenaue Angebote für unterschiedliche Bedarfe zu schaffen und im Quartier umzusetzen. Wie lassen sich sozial einsame Menschen erreichen und mit welchem Erfolg? Ein Projekt, dass sich für soziale Inklusion in einem Stadtgebiet einsetzt,in dem unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Lebensweisen und Haushaltsformen nebeneinder existieren und das aufgrund seiner sozialen Indikatoren permanent mit großen Herausforderungen konfrontiert ist, wenn es um das Gelingen eines guten Miteinanders geht.

Elterntreff von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrums-Störung (ASS) Lebenshilfe Minden e.V. Minden 32425 Alte Sandtrift 4 05719 7405013 Webseite - -

Eltern von Kindern/Jugendlichen mit ASS fühlen sich mit der Besonderheit und dem Verhalten ihrer Kinder oft unverstanden und ausgegrenzt. Sie treffen sich zum gegenseitigen Austausch und gelegentlich mit der ganzen Familie zum gemeinsamen Spiel und Spaß in einer Atmosphäre des gegenseitigen Verstehens und von Normalität. 

Mittagstisch Gabi Berning-Hansen / AWO Duisburg 47249 Großglocknerstrasse 37d 0203 723310 - -

Wir haben in Du-Ungelsheim einen Mittagstisch ins Leben gerufen. Er findet einmal im Monat statt und wird von einem 10köpfigen Team unterhalten. Alle arbeiten ehrenamtlich und werden von der AWO unterstützt. Durch einen sehr ausführlichen und äußerst positiven Bericht in der Zeitung wurde auch schon der WDR aufmerksam und hat sich für den nächsten Termin angekündigt. 
Unsere Idee ist es durch das günstige Essensangebot die Anwohner in unmittelbarer Wohnumgebung zusammenzuführen. Die Zeit ist daher auch so bemessen, dass man nach dem Essen noch gemütlich bei einer Tasse Kaffee plaudern kann und über mögliche Treffen und andere Aktivitäten informiert wird oder auch Hilfen abgesprochen werden.
Der erste Mittagstisch war im Oktober und hatte bereits 20 Anmeldungen, der 2. findet im November statt mit 30 Anmeldungen. 
Und wir haben auch eine Warteliste, falls ein Platz wegen Krankheit oder Ä. frei wird. 
Mit freundl. Gruß vom Mittagstisch-Team
stellvertretend
G. Berning-Hansen

Fröhlicher Seniorentreff Familienbildungsstätte Borken Borken 46325 Am Vennehof 1 02861 8921200 Webseite - -

Der Seniorentreff ist eine monatliche Kontakt- und Begegnungsstätte für ältere Menschen in der Fabi. Wir möchten Sie einladen, an den vielfältigen Aktivitäten teilzunehmen, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, sich auszutauschen und das Alter als einen aktiven Lebensabschnitt selbstbestimmt zu gestalten. Es werden zudem gemeinsame Aktivitäten angeboten (Frühstück, Backen, Gestalten, etc.) Kommen Sie doch einfach mal vorbei und melden Sie sich an!

Sonntagstreff für alleinlebende Frauen Familienbildungsstätte Borken Borken 46325 Am Vennehof 1 02861 8921200 Webseite - -

Damit der Sonntag nicht zu lang wird, trifft sich einmal im Monat eine Gruppe allein lebender Frauen, um in Gemeinschaft zu frühstücken und um sich über ganz unterschiedliche Themen auszutauschen.

 

M.I.O. - Miteinander in Oppum Kath. Kirchengemeinde St. Augustinus Krefeld 47809 Hauptstraße 18 0172-8509434 Webseite - -

In einem leer stehenden Ladenlokal haben wir, die Pfarrei St. Augustinus, ein Begegnungszentrum eröffnet, für alle im Quartier. Es werden viele Aktivitäten angeboten: Spielen, Englisch für Anfänger, Handarbeiten, Gedächtnistraining, Wohn- und Pflegeberatung, Formularhilfe, Smartphonesprechstunde, gemeinsame Mittagessen an Sonntagen, Kaffeetreff am Sonntag Morgen, Repaircafé. Außerdem Leseabende und Vorträge (z.B. Patientenverfügung oder Aufklärung durch die Polizei) Jeder, der möchte, kann sich einbringen, auch mit eigenen Ideen. Wünsche gibt es viele, zB für ein offenes Singen, Nähen, Englisch für Fortgeschrittene…

Frauen-Gruppe gründen gegen Einsamkeit Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, kfd, St. Stephanus, Lank-Latum Meerbusch 40668 Gonellastr. 18-20 0177 7366109 - -

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, kfd, in Lank-Latum lädt vor allem Frauen zwischen 40 und 60 Jahren herzlich ein, eine neue Frauengruppe zu gründen. Es werden gemeinsame Abende /Termine verabredet. Frauen kommen miteinander ins Gespräch über ihr Leben, ihre Pläne, ihre Freizeit u.v..m, gehen gemeinsam ins Kino, verabreden sich zu Spaziergängen. Es wird nichts vorausgesetzt und es ist nicht wichtig, ob Sie zu einer Kirche dazu gehören oder nicht. Keine soll mit ihren Fragen ans Leben alleine bleiben. Alle Planungen werden gemeinsam überlegt und durchgeführt.

 

Gemeinsame Spaziergänge in der Natur Cilly Krebber Emmerich 46446 Bremerweg 23 - -

Mein Wunsch wäre, das mehr Ruhebänke aufgestellt würden. Auch für gesunde Senioren, dann kämen sie auch mehr ins Gespräch!

 

Treffpunkt Reitstall: Gespräche & Kuscheln mit Pferden Freizeit-Reitschule Ponyhof Klinger e.V. Plettenberg 58840 Unterm grünen Berg 28 0176/31120210 Webseite - -

Die Einsamkeit macht vor keinem Alter halt. Um sich angenommen zu fühlen, braucht es nicht viel. Nähe zum Tier, sich als Mensch füreinander Zeit nehmen und zuhören, zur Ruhe kommen gelingt im Stall bei den Pferden besonders gut. Man wird entschleunigt, kann den Tieren beim Essen zuhören, sie führen, striegeln und kuscheln. Das sendet Glücksgefühle in den Körper, die Atmung und der Puls beruhigt sich. Man erdet sich. Dieses positive Erlebnis ist zu jeder Tageszeit möglich und wird individuell auf die Besucher abgestimmt. Möchte man sich mit Freunden am Stall treffen und zusammen sein oder lieber für sich incl. einem Gesprächspartner - alles ist möglich. 

Wir singen im Quartier Lebenshilfe Wohnen&mehr GmbH Bielefeld 33613 Kurze Straße 36 a 0160/2700 162 Webseite - -

Projektanbieter: Lebenshilfe Wohnen&mehr GmbH
Projektinhalt: offenes Singen im Quartier
Projektort: Räumlichkeiten im Kamphofviertel
Projektteilnehmer:innen: alle singbegeisterten Menschen (keine Anmeldung erforderlich)
Projektzeitraum: Januar 2025 bis Dezember 2025, Nachmittags-/Abendtermine, monatlicher Turnus
Projekt: Singen macht Freude, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und wirkt Vereinsamung entgegen, ist förderlich für die eigene Lebenszufriedenheit und hat somit einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Wir freuen uns auf Sie; jede Stimme "zählt".

 

Sie engagieren sich auch mit einem Projekt gegen Einsamkeit?

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Aktionsplan Du+Wir=Eins

10.12.2024

Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit

Am Dienstag, 10. Dezember 2024, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“ bündelt der Aktionsplan Maßnahmen gegen Einsamkeit aller Ministerien der Landesregierung. Ministerpräsident Wüst hat den Aktionsplan gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Mehr erfahren

  • 1:35
  • Video: Land NRW

03.04.2024

Rikscha fahren, wertvolle Gespräche führen, neue Beziehungen entstehen lassen: Das alles bietet das Projekt „Flaniermobil – Radeln ohne Alter“ der Caritas Aachen. Ehrenamtliche Piloten fahren Seniorinnen und Senioren sowie andere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können, an ihr Ziel. Gemeinsam sammeln Passagiere und Piloten im Flaniermobil schöne Stunden – da bleibt keine Zeit für Einsamkeit.

  • 1:15
  • Video: Land NRW

27.02.2024

Um ältere Menschen in Kontakt und in einen Austausch zu bringen und gleichzeitig bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, engagiert sich das Malteser-Projekt „Alter Falter“ in Münster gegen Einsamkeit. Ein gelungenes Beispiel für Unterstützung, Aufklärung und Kontaktaufnahme und nur eine von vielen Initiativen gegen Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen.

Porträtfoto von Ministerpräsident Hendrik Wüst

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„Einsam kann sich jeder fühlen, unabhängig von Alter und Einkommen, vom Geschlecht oder sogar davon, wie viele Menschen man um sich herum hat.

Die wenigsten reden darüber, einsam zu sein und darunter zu leiden. Es scheint, als haftet dem Thema ein Stigma an. Mit gravierenden Folgen.“

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Definition von Einsamkeit

Eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen, Frau Prof. Dr. Luhmann definiert Einsamkeit wie folgt: „Einsamkeit wird definiert als eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen.“

Man kann zum Beispiel allein sein, aber nicht einsam, aber auch unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen. Es kommt immer auf die Qualität der Verbindungen an.

Risikofaktoren

Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben individuellen Faktoren, die Einsamkeit auslösen können, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, einfache Bildung und gesundheitliche Einschränkungen, auch räumliche Faktoren (zum Beispiel Mangel an Grünflächen, Freizeitangeboten) in den Blick genommen. Einsamkeit ist ein Phänomen, das alle Menschen betreffen kann. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Als Beschleuniger der Entwicklung kann die Covid-19 Pandemie gesehen werden. Während des ersten Lockdowns kam es beispielsweise zu einem sprunghaften Anstieg der einsamen Menschen in Deutschland. Während dieses Zeitraums waren 40, 1 Prozent der Menschen in Deutschland manchmal einsam.

Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Von Einsamkeit besonders betroffene Gruppen

Die Landesregierung wird alle von Einsamkeit Betroffenen ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht. Denn Einsamkeit ist keine reine Frage des Alters. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Vulnerable bzw. gefährdetste Gruppen sind unter anderem Jugendliche bzw. junge Erwachsene, ältere Menschen (älter als 75 Jahre), Alleinerziehende, Menschen in Umbruchsituationen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Folgen von chronischer Einsamkeit

Im Abschlussbericht der Enquetekommission (PDF, 5 MB) heißt es, Einsamkeit könne genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag, wie Alkoholmissbrauch oder Übergewicht. Das bedeutet, dass chronische Einsamkeit eine messbare Auswirkung auf die seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Und Einsamkeit hat auch eine politische Dimension: Wer einsam ist, steht der Gesellschaft und auch unserer Demokratie distanzierter gegenüber. Deshalb ist es unserer aller Aufgabe, Einsamkeit zu begegnen.

Die Stabstelle I P 3 „Einsamkeit“ wurde im Oktober 2022 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten geschaffen, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe – der Eindämmung von Einsamkeit – Rechnung zu tragen. Dem Kampf gegen Einsamkeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung damit erstmals Priorität auf der politischen Agenda eingeräumt. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter.

Fünf-Säulen-Modell

Mit einem Fünf-Säulen-Modell und unter Einbindung von Wissenschaft und anderen Akteuren begegnen wir Einsamkeit in unserem Land.

Fünf-Säulen-Modell gegen Einsamkeit

1. Säule: Phänomen Einsamkeit weiter erschließen

Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die unter Einsamkeit leiden, hat während der Pandemie zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen sind. Neben der Gruppe der älteren Menschen sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig von erhöhtem Einsamkeitsempfinden betroffen. Über das Einsamkeitsempfinden, Risikofaktoren und Schutzmechanismen bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist hingegen noch wenig bekannt. In vielen Ländern, in denen Strategien gegen Einsamkeit entwickelt werden, stehen vor allem ältere Menschen als Zielgruppe im Fokus. Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es bisher sehr wenig.

Deshalb braucht es insbesondere mehr wissenschaftliche Daten zum Anstieg von Einsamkeit bei der jungen Generation und ihren Ursachen. Die Landesregierung wird unter anderem eine Studie in Auftrag geben, die den Anstieg von Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht, um gezielt früh wirksame Strategien zur Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln. Neben der neuen Fokussierung auf die junge Generation wird die Landesregierung die Zielgruppe der älteren Menschen und weiterer vulnerabler Gruppen parallel im Blick behalten. Im Fokus steht dabei die Einsamkeitsprävention. Die Landesregierung wird sich kontinuierlich weiter mit Expertinnen und Experten austauschen und auf dessen Grundlage zielgenaue Maßnahmen (weiter- )entwickeln.

2. Säule: Enttabuisieren und Sensibilisieren

Als zweite Säule soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter sensibilisiert und enttabuisiert werden. Die Botschaft ist: Jede und Jeder kann etwas gegen Einsamkeit tun – schon mit kleinen Gesten. Die Landesregierung hat Ende 2022 die Stabstelle Einsamkeit in der Staatskanzlei eingesetzt. Die Stabstelle arbeitet ressortübergreifend und übernimmt zentrale Koordinationsaufgaben. Sie sorgt für weitere Vernetzung innerhalb der Landesregierung und außerhalb mit Initiativen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, die sich der Eindämmung von Einsamkeit verschrieben haben. Im Dezember 2022 hatte sich der Ministerpräsident zum Auftakt der Arbeit der Stabstelle mit Expertinnen und Experten und Landtagsabgeordneten, die Teil der Enquete-Kommission waren, über das Thema und seine Herausforderungen ausgetauscht. Diesen Dialog mit Expertinnen und Experten wird der Ministerpräsident kontinuierlich fortsetzen.

Zum Sensibilisieren gehört auch der Besuch von Initiativen, um die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Einsamkeit zu stärken und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen (Beispiel: Hospitanz des Ministerpräsidenten bei der Einsamkeitshotline für Ältere Menschen „Silbernetz“ am 2. Juni 2023 in dem zentrum-plus der AWO Düsseldorf).

3. Säule: Bündelung und Vernetzung

Die Landesregierung wird bestehende Projekte und Initiativen zur Einsamkeitsbekämpfung und Einsamkeitsprävention in Nordrhein-Westfalen auf einer Online-Plattform zusammenführen – für eine bessere Vernetzung und für bessere Zugänge für Betroffene, Beteiligte und Interessierte. Dabei sucht die Landesregierung den engen Dialog mit dem Bund, den anderen Ländern, Kommunen und der europäischen Ebene. Auch der Erfahrungsaustausch mit Japan, den Niederlanden, und Großbritannien steht im Vordergrund, die mit eigenen Ministerien bzw. Kampagnen Vorreiter bei der Eindämmung von Einsamkeit sind. So hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Juni 2023 während seiner Reise nach Japan gezielt Gespräche zum Thema Einsamkeit geführt und Initiativen, die Einsamkeit bekämpfen, besucht.

4. Säule: Ministeriumsübergreifende Aktivitäten

Die Landesregierung wird zudem die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen stärken, eigene niedrigschwellige Maßnahmen weiterentwickeln und Neue anstoßen. Durch die Bündelung von bereits bestehenden Maßnahmen unter Einbindung aller Resorts will die Landesregierung erreichen, dass das Thema Einsamkeitsprävention stärker in den in Frage kommenden Förderprogrammen des Landes verankert und damit eine Weiterentwicklung der Hilfsinfrastruktur möglich wird. Der erste Aktionsplan ist da ein wichtiger Meilenstein und das Herzstück. Der Aktionsplan wird kontinuierlich weiterentwickelt.

5. Säule: Stärkung von Sport und Ehrenamt

Ehrenamtlich engagierte Menschen leisten in Nordrhein-Westfalen bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Einsamkeit. Sie will die Landesregierung weiter stärken und fördern. Sport und Ehrenamt sind dabei wichtige Pfeiler, um ein starkes Bündnis gegen Einsamkeit zu schmieden.

Studie „Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie“

Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie

24.11.2023

Prof. Dr. Maike Luhmann et al. (2023)

Einsamkeit wurde lange Zeit vor allem als ein Problem des hohen Alters betrachtet. Doch mit der CO- VID-19-Pandemie wurde vielen bewusst, dass Einsamkeit Menschen jeden Alters treffen kann. Besonders stark scheinen die Auswirkungen der Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene zu sein. Mit dieser von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens (NRW) beauftragten Studie sollen einige Lücken im empirischen Forschungsstand zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden, mit einem besonderen Fokus auf NRW.

  • 0:44
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Ruhr-Universität Bochum

  • 2:00
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Psychologin und Podcasterin


Impulspapier: „Jung und einsam – Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) / Leonie Schwichtenberg, Karenina Schröder, Michael Seberich

Aktuelle Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren eine der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Gruppen weltweit sind. In dem Kooperationsprojekt von Liz Mohn Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Landesregierung wurde untersucht, wie andere Länder Jugendeinsamkeit bekämpfen. Die Publikation liefert zehn Handlungsempfehlungen für die Politik in Deutschland, die auf dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst initiierten Einsamkeitskongress am 6. Juni 2024 in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden. Weitere Informationen

Download (PDF, Deutsch, 3 MB)

Download (PDF, Englisch, 3 MB)

„Menschen fehlt Gesellschaft
und der Gesellschaft fehlen Menschen.“

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Direkte Hilfs-Angebote

Hier finden Sie eine erste Übersicht über Hilfs-Angebote für Menschen, die sich einsam fühlen (wird fortgeführt):

Kommunale Aktivitäten gegen Einsamkeit

Stadt BielefeldStädtische Internetseite „Koordinierungsstelle Begegnung und Zusammenhalt“
Stadt BocholtStädtische Internetseite „Gemeinsam gegen Einsamkeit“
Stadt DortmundStädtische Internetseite „Koordinierungsstelle Einsamkeit“
Stadt DüsseldorfStädtische Internetseite „Einsamkeit“
Stadt IserlohnStädtische Internetseite "Netzwerk gegen Einsamkeit in Iserlohn"
Stadt KölnWege aus der Einsamkeit
Rhein-Kreis-NeussKommunale Internetseite „Einsamkeit“
Stadt SchwerteFachtag „Einsamkeit im Alter“: Schwerte setzt Zeichen für Gemeinschaft
Stadt WillichStädtische Internetseite „Willich gemeinsam - Aktionsjahr gegen Einsamkeit“

Aktuelle Förderprogramme

Aktuell noch laufende Förderprogramme:

Weitere vom Land geförderte Strukturen

NRW-Standorte von bundesgeförderten Programmen

Schaffung von mehr Verbindungen

Kirchen

Kontaktdaten „Stabsstelle Einsamkeit“

Um dem wachsenden Phänomen der Einsamkeit besser begegnen zu können, hat die Landesregierung als erstes und einziges Bundesland die „Einsamkeit“ im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten eingerichtet. Damit setzen wir eine der zentralen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission um.

Sina Breitenbruch-Tiedtke
Referatsleiterin
Telefon: 0211 / 837-1302
E-Mail: Sina.Breitenbruch-Tiedtke@stk.nrw.de 

Marc Zabel
Referent
Telefon: 0211 / 837-1675
E-Mail: Marc.Zabel@stk.nrw.de 

Christina Schwan
Referentin
Telefon: 0211 / 837-1451
E-Mail: Christina.Schwan@stk.nrw.de 

Postanschrift
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf