Vorfälle an Synagogen - Innenminister verstärkt Schutz-Maßnahmen

Vorfälle an Synagogen - Innenminister verstärkt Schutz-Maßnahmen

12. Mai 2021

Reul: Niemals werden wir Angriffe auf jüdisches Leben hinnehmen. Die umgehenden Festnahmen zeigen, dass wir vorbereitet und wachsam sind

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse an Synagogen in Nordrhein-Westfalen hat Innenminister Herbert Reul angeordnet, die polizeilichen Maßnahmen zu verstärken. Zudem wurden die im Objektschutz eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Kreispolizeibehörden nochmals sensibilisiert.

 
Das Ministerium des Innern teilt mit:

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse an Synagogen in Nordrhein-Westfalen hat Innenminister Herbert Reul angeordnet, die polizeilichen Maßnahmen zu verstärken. Zudem wurden die im Objektschutz eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Kreispolizeibehörden nochmals sensibilisiert.
 
Innenminister Herbert Reul: „Die Vorkommnisse machen mich wütend. Das hat auch nichts mit freier Meinungsäußerung oder Protest zu tun. Bei antisemitischen Straftaten, und um nichts anderes handelt es sich hier, schreiten wir konsequent ein. Niemals werden wir Angriffe auf jüdisches Leben hinnehmen. Zwar gibt es keine hundertprozentige Sicherheit; aber die umgehenden Festnahmen zeigen, dass wir vorbereitet und wachsam sind. Ich danke den Polizistinnen und Polizisten, die gestern so schnell vor Ort waren und die Verdächtigen dingfest machen konnten.“
 
Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz zu den Vorfällen an jüdischen Einrichtungen in Münster, Bonn und Düsseldorf. Die Polizei hat bislang 13 Tatverdächtige ermittelt und davon drei Personen festgenommen.
 
Reul weiter: „Jüdisches Leben zu schützen ist vor dem Hintergrund unserer Geschichte ein besonderer Auftrag für uns. Die Sicherheitsbehörden kommen diesem Auftrag nach, indem sie Synagogen und jüdische Einrichtungen bewachen. Auch ihnen danke ich für ihre Ausdauer.“
 

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