Landesprogramm startet im Schuljahr 2021/22 an 68 Grundschulen

Landesprogramm startet im Schuljahr 2021/22 an 68 Grundschulen

3. September 2021

Ministerin Gebauer: Die Landesregierung stärkt die Mehrsprachigkeit im Unterricht und zu Hause

Schulministerin Yvonne Gebauer hat den Startschuss für das Landesprogramm „Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder“ gegeben.

 
Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit:

Schulministerin Yvonne Gebauer hat den Startschuss für das Landesprogramm „Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder“ gegeben. Durch das Programm sollen Maßnahmen für die engere Verzahnung des Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU) mit den Fächern in der Grundschule entwickelt und umgesetzt werden. Dafür stellt die Landesregierung im Rahmen des Masterplans Grundschule dauerhaft 70 zusätzliche HSU-Stellen bereit. Neben der Stärkung des Herkunftssprachlichen Unterrichts unterstützt das Landesprogramm mit dem ‚Bücherkoffer NRW' und mit dem ‚Rucksack Schule‘ auch die sprachlichen Bildungsprozesse in der Familie.
 
Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Viele unserer Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen haben eine internationale Familiengeschichte und wachsen mehrsprachig auf. Diese Sprachkenntnisse sind wertvolle Ressourcen, auch für die berufliche Zukunft der Kinder, die wir als Landesregierung gern unterstützen und fördern – mit Angeboten in der Schule und für die Familien zu Hause. Die Sprachvielfalt in Nordrhein-Westfalen ist eine große Bereicherung, auch für die Schulen.“
 
Die im Programm tätigen HSU-Lehrkräfte und die Grundschullehrkräfte unterrichten gemeinsam in ausgewählten Fächern oder Themenfeldern. So sollen die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler in den Lernprozess eingebunden und auch ein Beitrag zur sprachlichen und interkulturellen Bildung für alle Kinder ermöglicht werden. Mit der gestrigen Auftaktveranstaltung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln haben 32 Grundschulen mit der Umsetzung des Programms begonnen. Im Laufe des Schuljahres kommen weitere 36 Schulen hinzu.
 
Zu den Bausteinen des Landesprogramms gehören auch das Elternbegleitprogramm „Rucksack Schule“ und der „Bücherkoffer NRW“. Beide Angebote sollen dabei helfen, die mehrsprachigen Eltern und Familienangehörigen in die sprachlichen Bildungsprozesse ihrer Kinder einzubeziehen. Der mehrsprachige „Bücherkoffer NRW“ kann von Kindern in der Schule ausgeliehen werden und soll die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern zum Lesen und Vorlesen animieren – in ihrer Familiensprache und auf Deutsch. Der „Bücherkoffer NRW“ wird in Zusammenarbeit mit dem Verein coach@school e.V. und der Auridis Stiftung umgesetzt.
 
Der „Rucksack Schule“ bietet Eltern Unterstützung und Anregungen für die Förderung ihrer Kinder beim Erlernen und Üben ihrer Herkunftssprache. Mit Unterrichts- und Begleitmaterialien sowie der Beratung durch Elternbegleiterinnen und -begleiter bekommen die Eltern ein Gesamtpaket an die Hand, um ihre Kinder bestmöglich in ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen. Das Programm „Rucksack Schule“ erfolgt in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung, die Weiterentwicklung des Programms wird durch die Auridis Stiftung gefördert.
 
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