Vom Kita-Essen bis zur Krankenhausküche: Ministerin Gorißen zeichnet drei weitere Leuchttürme bei „NRW kocht mit Bio“ aus

5. November 2026
in einem quadratischen Korb auf einem Holztisch liegen Maiskolbem, Karotten, Zuchini, Kürbisse und eine Aubergine. Daneben liegen drei rote Tomaten.

Die vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz beauftragte Initiative „NRW kocht mit Bio“ hat das Ziel, mehr heimische Bio-Lebensmittel in die Kochtöpfe von Kantinen, Restaurants und Hotels sowie in die Kita- und Schulverpflegung zu bringen.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Jeden Tag werden in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Mahlzeiten in Mensen, Kantinen und Restaurantküchen zubereitet. Mit dem Ziel, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit stärker in den Alltag zu bringen, nehmen Küchen öffentlicher und betrieblicher Einrichtungen auch zunehmend Produkte aus Bio-Lebensmitteln in den Blick. Die vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz beauftragte Initiative „NRW kocht mit Bio“ hat das Ziel, mehr heimische Bio-Lebensmittel in die Kochtöpfe von Kantinen, Restaurants und Hotels sowie in die Kita- und Schulverpflegung zu bringen. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag, 5. November 2026, im Landhotel Voshövel in Schermbeck hat Ministerin Silke Gorißen drei Betriebe als weitere, neue Bio-Leuchttürme ausgezeichnet: die Diakonie Stiftung Salem aus Petershagen-Lahde, die LebensWert Gastgeber GmbH aus Hamm und die Hauptverwaltung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) aus Münster. Seit Regierungsantritt wurden damit bereits 12 Betriebe in ganz Nordrhein-Westfalen als „NRW kocht mit Bio“-Leuchttürme ausgezeichnet.

„Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Erzeugerland. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen unsere regionalen und frischen Erzeugnisse wie Obst, Gemüse und Fleisch, die von herausragender Qualität sind“, sagte Ministerin Silke Gorißen in Schermbeck. „Essen in Kantinen und Mensen soll nicht nur schmecken, sondern auch nachhaltig sein. Da die Bedeutung der Außer-Haus-Verpflegung stetig zunimmt, hat sie großes Potenzial für den Absatz regionaler und ökologischer Lebensmittel aus Nordrhein-Westfalen.“

Bio-Leuchtturm Diakonie Stiftung Salem, Petershagen-Lahde

Die Zentralküche der Diakonie Stiftung Salem beliefert Kindergärten, Seniorenheime und weitere kleinere Einrichtungen der Diakonie in Minden. Der Bio-Anteil liegt bei rund 12 Prozent und die Beschaffungsstrategie der Küche ist auf einen regionalen Bezug ausgelegt: Es wurde eine Kooperation mit einem regionalen Bio-Hof geschaffen, um direkt von dort Eier und Gemüse zu bekommen. So werden hohe Qualität, Frische und handwerkliche Verarbeitung gewährleistet und Produkte wie Apfelmus, Pizzateig oder Kuchen in der Küche selbst produziert.

Bio-Leuchtturm LebensWert Gastgeber GmbH, Hamm

Die LebensWert Gastgeber GmbH verpflegt Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende in den Dr. Becker Kliniken. Dabei steht eine gesunde Verpflegung im Kontext der Genesung der Patientinnen und Patienten besonders im Vordergrund. Zusätzlich soll die Verpflegung aber natürlich auch kulinarisch attraktiv und nachhaltig sein. Bio-Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept der Verpflegung und machen etwa 30 Prozent des Wareneinsatzes aus. Die Kooperation der Klinik und des Cateringbetriebs lebt von einer gemeinsamen Vision für eine gute Verpflegung sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Bio-Leuchtturm LWL-Hauptverwaltung, Münster

In der Betriebskantine der Hauptverwaltung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in Münster kocht das Küchenteam täglich für die Mitarbeitenden des LWL und versorgt zusätzlich interne Veranstaltungen. Die Lebensmittel stammen dabei zu gut 30 Prozent aus biologischem Anbau. Das motivierte Küchenteam ist vom nachhaltigen Ansatz überzeugt. Die Einführung von Bio-Lebensmitteln hat zu einer Anpassung des Speiseplans und mehr handwerklicher Produktion geführt, worüber sich auch vermehrt externe Gäste freuen.

Ministerin Silke Gorißen gratulierte den drei Bio-Leuchttürmen: „Die Landesregierung setzt sich auf vielen Ebenen für eine Stärkung des Ökolandbaus in Nordrhein-Westfalen ein. Auch das Thema der Außer-Haus-Verpflegung haben wir im Blick und wollen gute Praxisbeispiele im Land sichtbarer machen. Mit ihren innovativen Konzepten und ihrem herausragenden Engagement setzen die Diakonie Stiftung Salem in Petershagen-Lahde, die LebensWert Gastgeber GmbH in Hamm und die Betriebskantine der LWL-Hauptverwaltung in Münster hohe Maßstäbe für den Einsatz von regionalen Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung. Alle ausgezeichneten Betriebe zeigen, wie ‚Bio‘ in der Praxis umgesetzt werden kann – ob beim Kita- und Schulessen, im Care-Bereich oder bei der Betriebsverpflegung. Meinen herzlichen Glückwunsch!“

Bei der Veranstaltung in Schermbeck kamen die beteiligten Akteurinnen und Akteure der Initiative, darunter auch die Bio-Leuchttürme aus Nordrhein-Westfalen sowie weitere Branchenvertreter zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Bedarfe zu identifizieren und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren. Es wurden Ideen entwickelt, wie der Einsatz regionaler Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung auch in Zukunft erfolgreich vorangetrieben werden kann. „NRW kocht mit Bio“ ist damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer auf Regionalität und Nachhaltigkeit ausgerichteten Außer-Haus-Verpflegung.

Stärkung des Ökolandbaus in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung stärkt dem Öko-Landbau schon seit den frühen 1990er Jahren den Rücken. Mit den sogenannten Öko-Flächenprämien unterstützt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Ökolandbau direkt auf der Erzeugerstufe. Allein im vergangenen Jahr sind rund 22 Millionen Euro ausgezahlt worden. Die Landesregierung fördert außerdem Verbraucherinformation und gemeinschaftliche Werbeaktionen für regionale Bioprodukte. Ein besonderer Fokus liegt auf den Öko-Modellregionen: Das Land Nordrhein-Westfalen fördert seit 2021 die Einführung von Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von zwei Förderwettbewerben konnten fünf Öko-Modellregionen ausgezeichnet werden: Niederrhein, Bergisches RheinLand, Kulturland Kreis Höxter, Mühlenkreis Minden-Lübbecke und Münsterland. In den ausgewählten Regionen wird ein Öko-Regionalmanagement mit 80 Prozent über eine Laufzeit von drei Jahren vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Alle fünf Öko-Modellregionen wurden mittlerweile für weitere drei Jahre verlängert. Ziel ist es, den Absatz von regionalen Produkten zu forcieren sowie regionale Wertschöpfungsketten zu stärken und neue aufzubauen. Von ihnen profitieren sowohl die Bio-Betriebe und der Handel als auch die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Weitere Informationen zum Ökolandbau Nordrhein-Westfalen

https://www.mlv.nrw.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-und-umwelt/oekologischer-landbau/

Weitere Informationen zu den Öko-Modellregionen Nordrhein-Westfalen

https://ömr.de/

Weitere Informationen zu den Bio-Leuchttürmen Nordrhein-Westfalen

https://www.mlv.nrw.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-und-umwelt/oekologischer-landbau/entwicklung-des-biomarktes-in-nordrhein-westfalen/

Die Broschüre Bio-Leuchttürme Nordrhein-Westfalen ist hier zu finden:

https://www.mlv.nrw.de/kontakt/broschueren/

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