SozialstiftungNRW unterstützt 96 soziale Projekte mit 25 Millionen Euro

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung standen 2025 im Fokus der Förderung

29. Dezember 2025
Das Bild zeigt Hände, die aufeinander gelegt sind.

Die SozialstiftungNRW hat in diesem Jahr 96 Projekte von Trägern der Freien Wohlfahrt mit insgesamt rund 25 Millionen Euro gefördert. Ein Schwerpunkt waren 2025 die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Im Fokus standen dabei innovative Technologien für Menschen mit Behinderung, die digitale Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen sowie der Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung Sozialer Medien.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

„Die SozialstiftungNRW hat sich zu einem der bundesweit führenden Förderer von Digitalisierungs-Projekten in der Sozialen Arbeit entwickelt“, erklärte der Stiftungsratsvorsitzende Marco Schmitz, MdL. „Vor allem die Erforschung Assistiver Technik, die Menschen mit Behinderung mehr Eigenständigkeit und Teilhabe ermöglicht, haben wir in diesem Jahr vorangebracht.“ 

Sensoren ermöglichen Menschen mit Behinderung mehr Privatsphäre 

In diesem Jahr startete das landesweit einzigartige Verbundprojekt „Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe“. Es testet neue Technologien in Wohneinrichtungen von zehn Trägern der Freien Wohlfahrt in Nordkirchen, Ochtrup, Sundern, Mönchengladbach, Düren, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bielefeld, Brakel und Nettetal. Die SozialstiftungNRW fördert das Vorhaben mit 1,75 Millionen Euro. Sprachassistenzsysteme etwa ermöglichen dort Menschen mit Behinderung mehr Eigenständigkeit. Erprobt wird zum Beispiel auch der Einsatz von Sensoren, die Vitalfunktionen messen. Das verschafft Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Wohneinrichtungen mehr Privatsphäre. So muss das Pflegepersonal ihre Räume nicht mehr rund um die Uhr regelmäßig betreten, um nach ihrem Wohlergehen zu schauen. 

Medienkompetenz schon für Grundschulkinder wichtig

Mit einer Reihe breit gefächerter Projekte reagierte die SozialstiftungNRW auch auf die zunehmenden Gefahren für Kinder und Jugendliche in Sozialen Medien. Darunter ist etwa das Projekt „SafeSurf“ des Caritasverbandes für die Stadt Köln. Es richtet sich gezielt an junge Menschen im Alter von 13 bis 21 Jahren, die unter benachteiligten Bedingungen aufwachsen. Für sie bietet die Caritas Workshops zu Themen wie Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming, digitale Abzocke oder Fakes im Netz an. Das Modellprojekt „TESDIGO – Teilhabe stärken – digital und gesellschaftlich an der OGS“ schult rund 800 Kinder an sechs Grundschulen in Wesel, Moers, Dinslaken und Krefeld im kritischen Umgang mit Sozialen Medien.

Neues Projekt für Eltern von Sternenkindern

Mit dem Projekt „Sternenkinder NRW“ wandte sich die SozialstiftungNRW in diesem Jahr auch einem neuen Thema zu. Nachdem der Bundestag im Juni die Ausweitung des Mutterschutzes für Frauen mit einer Fehlgeburt beschlossen hat, ging die SozialstiftungNRW noch einen Schritt weiter. Ein Modellprojekt am Elisabeth-Krankenhaus in Essen entwickelt erstmals in Nordrhein-Westfalen einen Leitfaden, um die Begleitung betroffener Familien zu verbessern. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Vorhaben mit 692.900 Euro. Nach wie vor investierte die SozialstiftungNRW 2025 wieder in Bereiche, in denen sie seit Jahrzehnten aktiv ist, darunter Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung, Hilfen für wohnungslose Menschen oder Quartiertreffs.

Die SozialstiftungNRW

Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom nordrhein-westfälischen Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.

 

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