Schützt die Arten, damit sie uns schützen: Biologische Stationen laden zum landesweiten Mitmach-Tag ein
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer können sich landesweit beteiligen / Umweltminister Oliver Krischer im Vogelschutzgebiet in Haltern am See
Natur erleben und aktiv schützen: Immer mehr Menschen engagieren sich für die biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür. Um dieses Engagement zu bündeln und zu unterstützen, laden das Umweltministerium und die Biologischen Stationen Nordrhein-Westfalen am Samstag, den 10. Oktober 2026, zum landesweiten Mitmach-Tag ein.
Natur erleben und aktiv schützen: Immer mehr Menschen engagieren sich für die biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür. Um dieses Engagement zu bündeln und zu unterstützen, laden das Umweltministerium und die Biologischen Stationen Nordrhein-Westfalen am Samstag, den 10. Oktober 2026, zum landesweiten Mitmach-Tag ein. Unter dem Motto „Schützt die Arten, damit sie uns schützen“ finden in ganz Nordrhein-Westfalen Mitmach-Aktionen zum Artenschutz statt. Von Pflegeeinsätzen in Schutzgebieten bis zur Freistellung von Feuchtbiotopen können Naturbegeisterte an zahlreichen Orten selbst aktiv werden und helfen.
„Naturschutz lebt vom Engagement der vielen Ehrenamtlichen und ich danke allen, die sich schon im vergangenen Jahr an dieser tollen Aktion beteiligt haben. Genau das ist Mitmach-Naturschutz: Gemeinsam anpacken, Lebensräume erhalten und damit ganz konkret etwas für die Artenvielfalt tun. Wenn wir Feuchtgebiete schützen, helfen wir nicht nur seltenen Tieren und Pflanzen, wir sorgen auch dafür, dass die Landschaft Wasser aufnehmen kann und bei Hitze kühl bleibt“, sagt Umweltminister Oliver Krischer.
Umweltminister Oliver Krischer packt beim Aktionstag selbst mit an: Im Naturschutzgebiet Sythener Brook (Haltern am See), das zum großen Vogelschutzgebiet „Heubachniederung, Lavesumer Bruch und Borkenberge“ gehört, unterstützt er ab 10.30 Uhr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der Gewässerfreistellung. Damit eine blütenreiche Sumpfvegetation entstehen kann, werden hier Weiden und Gehölze am Uferrand entfernt. Diese Arbeiten schaffen überlebenswichtige Offenlandlebensräume für Arten wie Grasfrosch, Erdkröte, Zwergtaucher und Heidelibelle.
In Nordrhein-Westfalen gibt es 40 Biologische Stationen, die als gemeinnützig anerkannte Vereine organisiert sind. Sie betreuen mehr als die Hälfte aller Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen. Ihre Arbeit wird vom Land maßgeblich gefördert. Die Stationen erfassen Tiere, Pflanzen und Lebensräume, entwickeln Konzepte für den Biotop- und Artenschutz und leisten praktische Unterstützung bei Pflegemaßnahmen wie Mahd, Beweidung oder Renaturierung. Dabei kooperieren sie oft eng mit der Landwirtschaft, etwa bei der Anlage von Feldvogelinseln im Vertragsnaturschutz.
„Unsere Natur steht massiv unter Druck. Nur gemeinsam mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern können wir die Lebensräume pflegen, die unsere heimischen Arten dringend brauchen“, sagt Sabine Poppe von der Biologischen Station Kreis Recklinghausen, die den Einsatz im Sythener Brook koordiniert.
Anmeldung und weitere Informationen:
Wer am 10. Oktober 2026 beim Aktionstag dabei sein möchte, kann sich direkt über die Website der jeweiligen Biologischen Station anmelden. Für den Einsatz im Sythener Brook werden festes, wasserabweisendes Schuhwerk (Gummistiefel) sowie wetterfeste Kleidung empfohlen.
- Infos zum landesweiten Mitmach-Tag 2026: https://www.biostationen-nrw.com/aktiv-werden/mitmachtag-2026/
- Infos und Anmeldung Sythener Brook: https://www.biostation-re.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/termine/mitmachtag-brook
- Übersicht der Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen: https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw/artenhilfsprogramme
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