Nordrhein-Westfalen stärkt Schutz der Honigbienen: Neues Förderkonzept gegen die Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Mitteleuropa und auch in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich aus.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Mitteleuropa und auch in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich aus. Ein Grund hierfür sind steigende Temperaturen als Folge des Klimawandels. Die Hornisse gilt laut europäischer Einstufung als invasive Art, denn sie bedroht heimische Bienenvölker. Daher stärkt das Land Nordrhein-Westfalen den Schutz der Honigbienen mit einem neuen Maßnahmenpaket gegen die invasive Asiatische Hornisse.
„Die Asiatische Hornisse ist in Europa und auch bei uns in Nordrhein-Westfalen auf dem Vormarsch. Zum Schutz der Honigbienen in Nordrhein-Westfalen stellen wir ein neues Förderkonzept vor, das gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer, den nordrhein-westfälischen Imkerverbänden und dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund entwickelt wurde. Das neue Förderkonzept ist ein starkes Signal für den Artenschutz und die Imkerei“, so Ministerin Silke Gorißen.
Dieses neue Schutzkonzept basiert auf drei zentralen Säulen: Stärkung der Qualifizierung für sachkundige Bekämpfung der Asiatischen Hornisse, finanzielle Unterstützung für Bekämpfungstechnik sowie bei der besseren Schutzausstattung von Imkern und eine Prämienauszahlung für die fachkundige Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse.
1. Gezielte Schulungen für sachkundige Bekämpfung
Die in NRW bereits etablierten Schulungen werden mit einem Schwerpunkt zur Bekämpfung der invasiven Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ausgebaut. Zum Schulungskonzept gehören:
- Schulung zum Wespen- und Hornissenberater
zur Entfernung von Primärnestern - Aufbauende Schulung mit Grundausbildung unter anderem in der Absaugtechnik zur Bekämpfung von Sekundärnestern
Die Umsetzung erfolgt durch die Landesimkerverbände Westfalen-Lippe und Rheinland sowie die NRW-Landesgruppe des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.
Ziel ist es, Fachwissen für eine zielgerichtete Bekämpfung der Asiatischen Hornisse zu vermitteln, heimische Arten zu schützen und Risiken für Imkerinnen und Imker zu minimieren.
2. Förderung von Schutzausrüstung und Technik
Zur praktischen Unterstützung werden folgende Anschaffungen bezuschusst:
- Schutzausrüstung für geschulte Imkerinnen und Imker
Förderung von Schutzanzügen inklusive Helm und Visier mit einer Pauschale von 250 Euro - Professionelle Bekämpfungstechnik für speziell geschulte Personen
Förderung einer umfangreichen Ausrüstung, beispielsweise Absaugvorrichtungen oder Bekämpfungslanzen, mit einer Pauschale von 2.000 Euro
3. Prämien für die Entfernung von Nestern
Zur Förderung schneller und fachgerechter Maßnahmen werden zusätzlich Prämien gezahlt:
- Entfernung von Primärnestern: 150 Euro
- Entfernung von Sekundärnestern: 300 Euro
Die Prämien können von geschulten Imkerinnen und Imkern in Anspruch genommen werden, die Nester selbst beseitigen oder dafür einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen.
Anträge können bei der Landwirtschaftskammer gestellt werden
Die Abwicklung der Förderung übernimmt der Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter. Antragsberechtigt sind ausschließlich die Landesimkerverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sowie die Landesgruppe des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes. Sie sammeln die Förderersuche ihrer Mitglieder und stellen die Anträge gebündelt bei der Landwirtschaftskammer.
Die Nestentfernung darf ausschließlich durch geschulte Personen erfolgen und muss bei den zuständigen Unteren Naturschutzbehörden angezeigt werden. Dazu reicht ein Nachweis über eine Meldung im offiziellen Landesportal „Neobiota“ des LANUK.
Imkerinnen und Imker können sich bei den Verbänden melden:
- Landesimkerverband Rheinland: info@imkerverbandrheinland.de
- Landesimkerverband Westfalen-Lippe: info@lv-wli.de
- NRW-Landesgruppe des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes: Thomas-beissel@berufsimker.de
Das Förderkonzept kann eingesehen werden:
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