Neuer Erzbischof von Paderborn leistet Treueid auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung

Vereidigung von Dr. Udo Markus Bentz in der Staatskanzlei in Düsseldorf

7. Februar 2024
Treueeidabnahme des Erzbischofs von Paderborn

Der neue Erzbischof von Paderborn, Dr. Udo Markus Bentz, ist am Mittwoch, 7. Februar 2024, im Beisein von Vertretern der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen in der Staatskanzlei in Düsseldorf auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung vereidigt worden.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Der neue Erzbischof von Paderborn, Dr. Udo Markus Bentz, ist am Mittwoch, 7. Februar 2024, im Beisein von Vertretern der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen in der Staatskanzlei in Düsseldorf auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung vereidigt worden. Neben Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst nahmen Minister und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski, Tobias Petry, Leiter der Zentralabteilung im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, und Carsten Milde, Leiter der Abteilung Allgemeinbildendes Schulwesen und Kirchen im Niedersächsischen Kultusministerium, an der Vereidigung teil. Die Verpflichtung eines neuen Bischofs, einen Treueid gegenüber dem Staat abzulegen, ergibt sich aus dem Reichskonkordat – dem für die Bundesrepublik fortgeltenden Staatskirchenvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Mit dem Treueid vergewissern sich Kirche und Staat gegenseitig eines guten und vertrauensvollen Miteinanders zum Wohle der Menschen. Der Treueid bestätigt das kooperative Verhältnis, das Kirche und Staat nach der Verfassung miteinander verbindet und das wir hier in Nordrhein-Westfalen auch leben. Unsere Gesellschaft braucht eine starke Stimme der Kirchen. Gerade in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt auf die Probe gestellt wird, bieten christliche Werte Orientierung und Zuversicht.“

In seiner Vereidigungsrede in der Staatskanzlei sagte Erzbischof Bentz: „Wir wollen in der Gesellschaft präsent sein, uns einmischen, unseren Beitrag zum Gelingen des Staates und der Gesellschaft leisten. In einer Gesellschaft, in der der Zusammenhalt herausgefordert ist, wollen wir vermitteln und zum friedlichen Miteinander beitragen. Meinen Dienst als Erzbischof von Paderborn habe ich bewusst unter einen neuen Wahlspruch gestellt: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade. Die Ehre Gottes und der Friede der Menschen werden in einen Zusammenhang gestellt – Gott durch unser Handeln so die Ehre zu geben, dass es den Menschen zum Frieden dient. Das erinnert auch an die Präambel unseres Grundgesetzes, die von der Verantwortung vor Gott und den Menschen ausgeht.“

„Staat und Kirche verbindet die Sorge um das Wohlergehen der Menschen in unserem Land. Der stetige und offene Dialog hilft, dass beide Institutionen ihrem Auftrag jeweils gut nachkommen können. Mit Amtsautorität alleine ist sind weder Staat zu machen noch Gesellschaft zu gestalten. Es braucht Glaubwürdigkeit, Profil und Mut. In diesem Sinne wünsche ich dem neuen Erzbischof von Herzen alles Gute in der neuen Verantwortung“, so Minister und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski.

Dr. Udo Markus Bentz hat lange Jahre im Bistum Mainz gewirkt und war dort zuletzt als Generalvikar und Ökonom des Bistums tätig. Seine neue Wirkungsstätte, das Erzbistum Paderborn, erstreckt sich über die Grenzen des Landes Nordrhein-Westfalen hinaus auch nach Hessen und Niedersachsen.

Ministerpräsident Wüst hieß den neuen Erzbischof in Nordrhein-Westfalen herzlich willkommen und wünschte ihm für sein neues Amt eine glückliche Hand, aber auch viel Freude an der Aufgabe.

Erzbischof Dr. Bentz wird am 10. März 2024 im Hohen Dom zu Paderborn in sein Amt eingeführt.

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