Monitor Unternehmensengagement 2025 für Nordrhein-Westfalen: Unternehmen engagieren sich deutlich häufiger im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz
Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig und hat sich in den vergangenen Jahren teils verändert. Zwar bleibt der Sport das häufigste Engagementfeld (59 Prozent), gefolgt von Bildung und Erziehung (43 Prozent) sowie Freizeit und Geselligkeit (39 Prozent).
Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig und hat sich in den vergangenen Jahren teils verändert. Zwar bleibt der Sport das häufigste Engagementfeld (59 Prozent), gefolgt von Bildung und Erziehung (43 Prozent) sowie Freizeit und Geselligkeit (39 Prozent). Deutlich häufiger als in der Vergangenheit sind Unternehmen jedoch inzwischen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz aktiv. Dort hat sich der Anteil der engagierten Unternehmen mit inzwischen 25 Prozent seit der letzten Erhebung in 2018 mehr als verdoppelt. Das zeigt der Länderbericht des Monitors Unternehmensengagement 2025 für Nordrhein-Westfalen von ZiviZ im Stifterverband, eine Befragung von Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zu den Motiven, Formen und Rahmenbedingungen ihres Engagements.
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen unterstützen ihre sich ehrenamtlich engagierenden Mitarbeitenden im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten. Indem Unternehmen ihren Mitarbeitenden Raum für ehrenamtliches Engagement schaffen, gestalten sie aktiv unsere Gesellschaft mit und leisten einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl.“
Die wichtigsten Ergebnisse:
Unternehmen in Nordrhein-Westfalen engagieren sich in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl. Am häufigsten leisten sie Geld- und Sachspenden, daneben sind auch Freistellungen von Beschäftigten, Nutzungsüberlassungen und kostenlose Dienstleistungen weit verbreitet. Immer mehr Unternehmen engagieren sich über nachhaltige Geldanlagen, die Umsetzung eigener Projekte sowie das Anpacken bei konkretem Anlass.
Das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen ist überwiegend lokal ausgerichtet. Rund drei Viertel der engagierten Betriebe sind im unmittelbaren Umfeld ihres Standorts aktiv. Am häufigsten adressiert werden dabei Kinder und Jugendliche, mit großem Abstand folgen finanziell schlechter gestellte Menschen, Menschen mit Behinderung, Familien und eigene Beschäftigte. Viele Unternehmen kooperieren im Rahmen ihres Engagements mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, insbesondere mit Vereinen, aber auch mit Wohlfahrtsverbänden oder Stiftungen.
Je nach Unternehmensgröße zeigen sich deutliche Unterschiede in Umfang und Form des gesellschaftlichen Engagements. Größere Unternehmen engagieren sich breiter und intensiver, setzen häufiger eigene Projekte um, ermöglichen regelmäßiger Freistellungen ihrer Beschäftigten und engagieren sich häufiger überregional. Kleine Unternehmen konzentrieren sich hingegen auf klassische Engagementformen wie Spenden und Nutzungsüberlassungen.
Unternehmen in kleineren Gemeinden sind insgesamt aktiver. Sie richten ihr Engagement häufiger auf Familien und Kinder aus und kooperieren verstärkt mit anderen lokalen Akteuren. In Großstädten ist das Engagement hingegen thematisch breiter aufgestellt, richtet sich häufiger an keine spezielle Zielgruppe und erfolgt seltener in Zusammenarbeit mit anderen.
Über jedes fünfte Unternehmen plant, sein Engagement künftig auszubauen, knapp drei Viertel möchten den aktuellen Umfang beibehalten.
Immer mehr Unternehmen sehen in ihrem gesellschaftlichen Engagement Mehrwerte im Personalbereich. Im Vergleich zur Befragung in 2018 betonen sie häufiger positive Effekte auf die Arbeitgeberattraktivität, die Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen sowie die Förderung von Kompetenzen in der Belegschaft.
Staatssekretärin Andrea Milz betont: „Die Studie gibt eine wichtige Orientierungshilfe für die gezielte Weiterentwicklung dieses Engagements sowie Handlungsempfehlungen für zivilgesellschaftliche Organisationen und Politik. Sie liefert außerdem Erkenntnisse für Akteure der Engagementförderung, die die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung stärken wollen. Ich bin davon überzeugt, dass das bürgerschaftliche Engagement in den Gemeinden, Städten und in ganz Nordrhein-Westfalen davon profitiert, wenn das Engagement von Unternehmen strategisch mitgedacht wird.”
Hintergrund:
Die vorliegende Studie untersucht auf Basis des Monitors Unternehmensengagement 2025 das Engagement von kleinen, mittleren und großen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Unter Unternehmensengagement werden in dieser Studie alle gemeinwohlorientierten Aktivitäten von Unternehmen verstanden, die über ihre originäre Geschäftstätigkeit sowie gesetzliche Vorgaben hinausgehen und folglich freiwillig sind. Neben der Analyse von Umfang, Formen, Bereichen und Mehrwerten des Engagements umfasst der Bericht besondere Fokusthemen wie das Engagement im Bildungsbereich, für den Klimaschutz oder auch für demokratische Werte. Ausgehend von dem gezeichneten Bild werden konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis abgeleitet.
Weitere Informationen und den Kurzbericht zur Studie finden Sie unter: www.engagiert-in-nrw.de
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