Mobilitätstag NRW 2025: Landesweite Plattform für On-Demand-Verkehre freigeschaltet

Mobilitätspreise des Landes gehen in diesem Jahr an nachhaltige Projekte aus dem Kreis Steinfurt, Essen und Mülheim

8. Dezember 2025
PHB Auto Fahren Lichter

Einfach, flexibel, klimaneutral – so soll die Mobilität der Zukunft sein. All diese Kriterien erfüllen zum Beispiel On-Demand-Verkehre, die für passgenaue Angebote sorgen und vor allem in ländlichen Regionen den öffentlichen Personennahverkehr stärken. Um diese Bestell-Verkehre noch attraktiver und nutzungsfreundlicher zu machen, hat das Verkehrsministerium mit Unterstützung des Kompetenzcenters Digitalisierung (KCD) eine Plattform „rufmobil.nrw“ für alle On-Demand-Angebote entwickelt.

Umwelt, Naturschutz und Verkehr

Einfach, flexibel, klimaneutral – so soll die Mobilität der Zukunft sein. All diese Kriterien erfüllen zum Beispiel On-Demand-Verkehre, die für passgenaue Angebote sorgen und vor allem in ländlichen Regionen den öffentlichen Personennahverkehr stärken. Um diese Bestell-Verkehre noch attraktiver und nutzungsfreundlicher zu machen, hat das Verkehrsministerium mit Unterstützung des Kompetenzcenters Digitalisierung (KCD) eine Plattform „rufmobil.nrw“ für alle On-Demand-Angebote entwickelt. Neue Projekte müssen dadurch keine eigene Anwendung beschaffen und sparen Einstiegs- und Betriebskosten. Die Fahrgäste wiederum können in ganz Nordrhein-Westfalen die Angebote künftig zentral über die App buchen und bezahlen.

Verkehrsminister Oliver Krischer machte es beim „Mobilitätstag.NRW“ im Ministerium, vor. Er schaltete die App frei und buchte einen Shuttle von „Holibri“ in Höxter, einem Angebot des Nahverkehrsverbundes Paderborn-Höxter, das Anruf-Linien-Fahrten organisiert. Der Nahverkehrsverbund in den Kreisen Paderborn und Höxter ist damit der erste Anbieter in der App. Ab Januar sollen das Projekt Kraftraum-Shuttle im Rheinischen Revier und weitere Verkehre integriert und vernetzt werden. Ab Januar 2026 sollen das Projekt Kraftraum-Shuttle im Rheinischen Revier und weitere Verkehre integriert und vernetzt werden. Das Angebot steht allen On-Demand-Verkehren offen. „Mit der Rufmobil-App schaffen wir ein flexibles und digitales Angebot, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und den Umstieg vom Auto auf öffentliche Angebote erleichtert. On-Demand-Verkehre schließen Lücken und machen Mobilität für alle zuverlässiger und flexibler“, erklärte Verkehrsminister Oliver Krischer. 

Mobilitätspreis 2025 geht an Triangel aus dem Kreis Steinfurt

In jedem Jahr ein Highlight des Mobilitätstages ist die Verleihung der Mobilitätspreise. 2025 geht der Mobilitätspreis.NRW an Triangel, die erste auf rund 62 Kilometern durchgehende Veloroute im Kreis Steinfurt. Platz zwei belegt die Ruhrbahn GmbH mit bonus mobileinem Bonusprogramm per App, mit dem der Umstieg auf Bus und Bahn belohnt werden soll. Auf den dritten Platz wurde das Projekt Verkehrswende in Essen gewählt, bei dem Jugendliche in die Entwicklung von nachhaltigen Mobilitätskonzepte einbezogen werden. 

„Mit dem Mobilitätspreis.NRW würdigen wir innovative, zukunftsweisende Mobilitätsprojekte aus und für Nordrhein-Westfalen. Dahinter stecken kluge, kreative Köpfe, die mit ihren Ideen für eine einfache, flexible und klimafreundliche Mobilität sorgen. Diesen Einsatz rücken wir mit dem Mobilitätspreis.NRW bereits zum dritten Mal ins Rampenlicht“, hob Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordhrein-Westfalen, hervor.

Zu den Gewinnerprojekten:

1. Platz: Triangel – das Radwege-3-Eck im Kreis Steinfurt (Kreis Steinfurt)

Die Triangel ist die erste durchgehende Veloroute im Kreis Steinfurt und verbindet auf rund 62 Kilometern sechs Kommunen über ehemalige Bahntrassen und ausgebaute Wirtschaftswege. Kürzere Fahrzeiten, höhere Verkehrssicherheit und ein attraktives Angebot für den Berufs- und Freizeitverkehr sind nur einige der Resultate des Projekts, von denen rund 160.000 Bürgerinnen und Bürger profitieren.

2. Platz: bonus mobil – Sauber fahren, Kohle sparen (Ruhrbahn GmbH)

Für Essen und Mülheim an der Ruhr bietet die Ruhrbahn per App das Bonusprogramm „bonus mobil“. Dieses soll die Menschen dazu motivieren, klimafreundliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, Rad oder die eigenen Füße zu nutzen. Jeder klimafreundlich zurückgelegte Kilometer wird automatisch erfasst und mit Punkten belohnt, die in Prämien eingetauscht werden können. So trägt das Projekt dazu bei, langfristig klimafreundliche Mobilitätsgewohnheiten zu entwickeln.
https://bonus-mobil.de/ 

3. Platz: Verkehrswende in Essen (Universität Münster, Institut für Didaktik der Geographie)

Bisher werden Jugendliche häufig zu wenig in die Entscheidungsprozesse für nachhaltige Mobilitätskonzepte einbezogen. Um das zu ändern, entwickelten Forschende an der Universität Münster ein an Schulen angesiedeltes Partizipationsformat. Dieses wurde in Essen durchgeführt: Schülerinnen und Schüler sowie Fahrradinitiativen untersuchten die aktuelle Radverkehrssituation in ihren Stadtteilen und lieferten wertvolle Impulse für weitere Planungen.
https://aufraedern.org/

Ins Finale um den Mobilitätspreis schafften es in diesem Jahr auch die Projekte Autofreie Siedlung Köln und ein Projekt zur Mehrfachnutzung privater Parkplätze der ampido GmbH.

Autofreie Siedlung Köln (Nachbarn60 e. V.)

Das „Stellwerk60“ in Köln ist eine der größten autofreien Siedlungen in Deutschland. Durch die Fußgängerzone erhöht sich die Aufenthaltsqualität maßgeblich, in einer Quartiersgarage gibt es am Siedlungsrand Stellplätze für Autos. Das Projekt zeigt, wie ein Paradigmenwechsel beim Siedlungsbau im Sinne der Verkehrswende gestaltet werden kann. 
https://www.nachbarn60.de/    

Mehrfachnutzungspotenzial privater Parkplätze (ampido GmbH)

Wie lässt sich das Parkraumproblem vieler Städte und Kommunen mit minimalen Kosten lösen? ampido schlägt eine effizientere Nutzung privater Stellflächen vor und hat das enorme Potenzial dafür in einer Studie ermittelt, unterstützt von der Agora Verkehrswende und der Hochschule RheinMain. Die Erhebung ist bundesweit einzigartig und liefert Erkenntnisse über die Anzahl und Auslastung privater Parkplätze im urbanen Raum.
https://www.mehrfachnutzung.org/ 

Der Minister übergab den Preis an die ausgewählten Projektteilnehmer. Unternehmen, Verbände, Institutionen, Initiativen, Einzelpersonen und erstmals auch Start-ups hatten sich mit ihren Konzepten für die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben. In einem mehrstufigen Verfahren ermittelten zunächst Expertinnen und Experten des Ministeriums, darauf aufbauend eine Fachjury aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fünf Finalprojekte, über die im Online-Voting öffentlich abgestimmt werden konnte. Daran beteiligten sich rund 4500 Personen und wählten die ersten drei Plätze. Das Preisgeld müssen die Gewinner in ihre Projekte reinvestieren: Das Siegerprojekt erhält 15.000 Euro, der zweite Platz 10.000 Euro und der dritte 5.000 Euro. Ins Leben gerufen wurde der Preis vom Bündnis für Mobilität im Jahr 2023 als erste Auszeichnung dieser Art auf Länderebene.

Mobilitätstag ist das jährliche Branchentreffen

Jedes Jahr im Dezember treffen sich mehr als 100 Fachleute aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa zum Mobilitätstag.NRW. Sie diskutieren im Verkehrsministerium neue Entwicklungen, Praxisprojekte und Innovationen und darüber, wie Nordrhein-Westfalen als Vorreiter einer leistungsfähigen, flexiblen und klimafreundlichen Mobilität gestärkt werden kann. Das Programm der Hauptbühne wird parallel per Livestream übertragen. 

Pressefotos und Bildmaterial zum Mobilitätspreis.NRW sowie zum Mobilitätstag.NRW stehen unter https://www.mobilitaetstag.nrw/presse zum Download zur Verfügung. 

Die Programmpunkte des Mobilitätstag.NRW 2025 werden im Nachgang in voller Länge in der Mediathek unter www.mobilitaetstag.nrw abrufbar sein.

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