Ministerpräsident Wüst begleitet Bundespräsident Steinmeier beim Staatsbesuch in das Königreich der Niederlande
Unter anderem bilateraler Austausch mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten sowie Austausch zu Bildung, Fachkräftesicherung und Sicherheit
Im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag, 9. Juni 2026, und am Donnerstag, 11. Juni 2026, in die Niederlande.
Im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag, 9. Juni 2026, und am Donnerstag, 11. Juni 2026, in die Niederlande. Gemeinsam mit dem Bundespräsidenten trifft er König Willem-Alexander und führt Gespräche über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Fachkräftesicherung und beruflichen Bildung sowie über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Herausforderungen. Es ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in den Niederlanden seit fast zwei Jahrzehnten.
Ministerpräsident Hendrik Wüst wird zudem mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten ein bilaterales Gespräch führen. Für Ministerpräsident Wüst ist es das erste Gespräch mit Rob Jetten seit dessen Amtsantritt im Februar 2026. Bereits 2022 hatten sich beide ausgetauscht, als Jetten Energieminister im Kabinett von Ministerpräsident Rutte war. Schon damals standen die grenzregionale Energieversorgung und die gemeinsame Gestaltung des industriellen Wandels im Mittelpunkt des Gesprächs.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Niederlande sind einer unserer engsten internationalen Partner. Uns verbindet weit mehr als eine gemeinsame Grenzregion: Unsere Länder arbeiten seit Jahrzehnten vertrauensvoll zusammen und zeigen jeden Tag, wie gute Nachbarschaft in Europa gelingt. Die deutsch-niederländische Freundschaft ist lebendig und in unruhigen Zeiten ein verlässlicher Anker europäischer Einigkeit.“
„Nordrhein-Westfalen und die Niederlande ziehen bei den zentralen Zukunftsthemen an einem Strang. In der Energiepolitik und bei der Wettbewerbsfähigkeit sind unsere Länder eng verbunden: Der Delta-Rhein-Korridor verbindet Rotterdam und Duisburg zu einem der leistungsfähigsten Logistik- und Infrastrukturräume Europas: Auch bei der grenzüberschreitenden Sicherheit und der Fachkräftesicherung arbeiten wir seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa können wir nur gemeinsam sichern. Gute Nachbarschaft und enge Partnerschaften sind gerade jetzt wichtiger denn je. Ich bin überzeugt, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit für die Menschen in der gemeinsamen Grenzregion und für unsere Länder weiterführen werden“, so Ministerpräsident Wüst weiter.
Neben dem Treffen mit König Willem-Alexander und dem bilateralen Austausch mit Ministerpräsident Rob Jetten am Dienstag, 9. Juni 2026, besucht die Delegation am Donnerstag, 11. Juni 2026, das Berufsschulzentrum VISTA in Sittard, wo sie sich über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung und die Fachkräfte-sicherung in der Grenzregion informiert. Ein weiterer Programmpunkt an diesem Tag ist der Besuch des NATO-Kommandos Allied Joint Force Command (JFC) Brunssum. Dort stehen die sicherheitspolitische Lage in Europa, die Bedeutung der NATO für die kollektive Verteidigung sowie die enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit im Bündnis im Mittelpunkt. Die Niederlande und Deutschland verbindet seit Jahrzehnten eine besonders enge Kooperation ihrer Streitkräfte, die gerade in der Grenzregion sichtbar wird.
Hintergrund Nordrhein-Westfalen und Niederlande
Die Niederlande sind für Nordrhein-Westfalen einer der wichtigsten internationalen Partner. Das Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden belief sich im Jahr 2025 auf rund 64,5 Milliarden Euro. Darüber hinaus haben sich rund 4.200 Unternehmen aus den Niederlanden in Nordrhein-Westfalen niedergelassen, in denen etwa 100.800 Menschen beschäftigt sind – kein anderes Land ist hier mit mehr Unternehmen am Standort vertreten.
Für viele Menschen ist die Grenzregion mit einer Grenze von fast 400 Kilometern Länge längst zu einem gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum geworden. Rund 69.000 Niederländerinnen und Nieder-länder leben in Nordrhein-Westfalen. Zudem verbinden 57 Städtepartnerschaften Nordrhein-Westfalen und die Niederlande miteinander.
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