Prothesen-Werkstatt in der Ukraine nimmt mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit auf

Minister Liminski: Unsere Partnerregion Dnipropetrowsk kann sich auf unsere Solidarität verlassen

4. Juli 2026
Ukraine Flagge

Über 100.000 Menschen in der Ukraine haben durch den russischen Angriffskrieg Gliedmaßen verloren. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher den Aufbau einer Prothesen-Werkstatt in seiner ukrainischen Partnerregion, der Oblast Dnipropetrowsk, unterstützt. Die Werkstatt im Rehazentrum „Solonyy Lyman“ ist am Freitag, 3. Juli 2026, offiziell eröffnet worden.

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei

Über 100.000 Menschen in der Ukraine haben durch den russischen Angriffskrieg Gliedmaßen verloren. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher den Aufbau einer Prothesen-Werkstatt in seiner ukrainischen Partnerregion, der Oblast Dnipropetrowsk, unterstützt. Die Werkstatt im Rehazentrum „Solonyy Lyman“ ist am Freitag, 3. Juli 2026, offiziell eröffnet worden.

Minister Nathanael Liminski nahm per Videokonferenz an der Eröffnung teil und erklärte dazu: „Die Prothesen-Werkstatt ist ein Ort der Hoffnung für viele schwerverletzte Menschen in Dnipropetrowsk. Denn wer eine passende Prothese erhält, gewinnt weit mehr als Mobilität zurück – oft ist es die Chance auf eine Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig schmerzt es, dass es überhaupt eine solche Werkstatt braucht. Die hohe Anzahl an Amputationen zeigt einmal mehr die ganze Grausamkeit des russischen Angriffskrieges. Umso wichtiger ist es, die Ukraine dabei zu unterstützen, immer wieder aufzustehen, die Not der Menschen zu lindern und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen ihrer Regionalpartnerschaft mit Dnipropetrowsk der menschenverachtenden Brutalität des russischen Angriffskrieges weiter tatkräftige Mitmenschlichkeit entgegensetzen.“ 

Minister Liminski konnte sich bei seiner Reise in die Ukraine im Juni 2025 bei einem Besuch der Baustelle selbst ein Bild von dem Projekt machen. Der Aufbau der Prothesen-Werkstatt erfolgte im Rahmen eines Projekts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das Land Nordrhein-Westfalen stellte hierfür 750.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kamen 500.000 Euro von Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Im Fokus stand der Umbau von 300 Quadratmetern im Rehazentrum „Solonyy Lyman“ und die Einrichtung von fünf voll ausgestatteten Arbeitsplätzen, an denen künftig Prothesen hergestellt und angepasst werden können. Dieser Aufgabe werden sich zehn Prothesen-Technikerinnen und -Techniker widmen, die im Rahmen des Projekts eine international zertifizierte Ausbildung absolviert haben. Darüber hinaus wurde ein Fachaustausch zwischen dem Rehazentrum „Solonyy Lyman“ und dem BG Klinikum Duisburg etabliert. Dabei geht es unter anderem um ganzheitliche Rehabilitationsstrategien und die Frage, mit welchen Nachsorge-Ansätzen eine Wiedereingliederung der Betroffenen ins soziale und berufliche Leben gelingen kann.

Oleksandr Hanzha, Gouverneur der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk, erklärte: „Aufgrund des Krieges benötigen tausende Ukrainerinnen und Ukrainer moderne Prothesen. Für Menschen mit schweren Verletzungen ist das eine Chance, wieder zu gehen, zu arbeiten und sich eine Zukunft aufzubauen. Nun wird eine entsprechende Versorgung für die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Region leichter zugänglich sein. Ich danke dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bundesregierung sowie allen Partnern und Fachleuten, die sich an der Umsetzung dieses wichtigen Projekts beteiligt haben.“

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