Ministerpräsident Hendrik Wüst unterwegs in Ostwestfalen-Lippe

Unter anderem Eröffnung des PhoQSLab, Besuch der Dr. Oetker Versuchsküche sowie gemeinsamer Termin mit den Ehrlich Brothers

26. Februar 2026
Besuch am Firmensitz der Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG

In Gesprächen und Begegnungen vor Ort verschafft er sich einen Eindruck von aktuellen Projekten und Herausforderungen in der Region.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Am Donnerstag, 26. Februar 2026, nimmt Ministerpräsident Hendrik Wüst eine Reihe von Terminen in der Region Ostwestfalen-Lippe wahr. In Gesprächen und Begegnungen vor Ort verschafft er sich einen Eindruck von aktuellen Projekten und Herausforderungen in der Region. Im Fokus stehen dabei die Eröffnung des PhoQSLab an der Universität Paderborn und der Besuch am Firmensitz der Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG mit dem international erfolgreichen Künstler-Duo Ehrlich-Brothers in Bünde. Zudem wird Ministerpräsident Wüst die Dr. Oetker Versuchsküche in Bielefeld besuchen und sich am Nachmittag mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projekts „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“ am Evangelischen Klinikum Bethel über Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen austauschen. Den Abschluss des Tages bildet der Empfang der lippischen Wirtschaft der IHK Lippe zu Detmold. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ostwestfalen-Lippe steht wie kaum eine andere Region für Zusammenhalt, Verlässlichkeit und wirtschaftliche Stärke in Nordrhein-Westfalen. Hier arbeiten die Menschen eng zusammen und ziehen gemeinsam an einem Strang. Das ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass Ostwestfalen-Lippe zu den leistungsfähigsten Wirtschaftsregionen unseres Landes zählt. Mit einem starken Mittelstand, international erfolgreichen Weltmarktführern und der engen Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft entstehen hier Innovationen, die weit über die Region hinaus wirken. Zugleich steht Ostwestfalen-Lippe für hohe Lebensqualität, landschaftliche Schönheit und eine starke Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat. Gerade deshalb ist mir der direkte Austausch mit den Menschen, Unternehmen und Einrichtungen vor Ort wichtig, denn die Zukunft Nordrhein-Westfalens wird in seinen Regionen gestaltet.“

Eröffnung des PhoQSLab an der Universität Paderborn

Den Auftakt des Tages bildet die Eröffnung des Photonic Quantum Systems Laboratory (kurz: PhoQSLab) an der Universität Paderborn, einem bundesweit herausragenden und landesweit einzigartigen Forschungsstandort für photonische Quantentechnologien. In dem hochmodernen Forschungsbau arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam daran, neue Anwendungen der Quantenforschung zu entwickeln und in die Praxis zu überführen. Die spezialisierte Infrastruktur mit hochpräzisen, vibrationsarmen Laboren und einem rund 1.000 Quadratmeter großen Reinraum schafft dafür Forschungsbedingungen auf internationalem Spitzenniveau. Quantentechnologien gelten als zentrale Schlüsseltechnologie für die digitale und wirtschaftliche Zukunft – etwa für sichere Kommunikationssysteme, leistungsfähige Datenverarbeitung oder innovative Sensorsysteme. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Mit dem PhoQSLab eröffnen wir in Nordrhein-Westfalen ein einzigartiges Forschungsgebäude für eine der wichtigsten Zukunftstechnologien unserer Zeit. Quantentechnologien werden unsere Wirtschaft, unsere Kommunikation und unseren Alltag grundlegend verändern. Hier in Paderborn entstehen die Ideen und Innovationen, die über technologische Wettbewerbsfähigkeit, neue Arbeitsplätze und nachhaltigen Wohlstand entscheiden. Nordrhein-Westfalen zeigt damit: Wir wollen die technologische Revolution aktiv mitgestalten und international Maßstäbe setzen. Mit gezielten Investitionen in Spitzenforschung stärken wir unseren Standort nachhaltig und schaffen die Grundlage dafür, dass Zukunftstechnologie ‚Made in NRW‘ weltweit gefragt ist. Das PhoQS Lab steht exemplarisch für unseren Anspruch, Nordrhein-Westfalen als führendes Innovations- und Technologieland in Europa weiter auszubauen und für unser Ziel, die technologische Souveränität unseres Landes zu stärken.“

Besuch der Dr. Oetker Versuchsküche

Im Anschluss wird Ministerpräsident Hendrik Wüst die Versuchsküche in der Dr. Oetker Erlebniswelt besuchen. Das Familienunternehmen Dr. Oetker mit Hauptsitz in Bielefeld gehört zu den international erfolgreichsten deutschen Traditionsunternehmen der Lebensmittelbranche und ist Teil der weltweit tätigen Oetker-Gruppe. In der historischen Erlebniswelt auf dem Firmengelände wird die Entwicklung des Unternehmens ebenso sichtbar wie seine Geschichte in Produktion und Produktentwicklung. In der Versuchsküche, deren Ursprung bis ins Jahr 1891 zurückreicht, werden neue Produkte und Rezepte unter haushaltsüblichen Bedingungen umfassend getestet, bevor sie mit der sogenannten „Dr. Oetker Gelinggarantie“ auf den Markt kommen. Vor Ort erhält Ministerpräsident Wüst Einblicke in die Arbeit des interdisziplinären Teams, das mit seinen Tests und Reihenversuchen maßgeblich zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der bekannten Markenprodukte beiträgt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Dr. Oetker ist ein positives Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von Tradition und Innovation am Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Seit Generationen prägt das Familienunternehmen den Standort Bielefeld und die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe mit unternehmerischem Weitblick, hoher Qualitätsorientierung und einem klaren Bekenntnis zur Heimat. Die Versuchsküche zeigt eindrucksvoll, wie aus Erfahrung, Forschung und handwerklichem Know-how Produkte entstehen, die Menschen weit über Deutschland hinaus kennen und schätzen. Unternehmen wie Dr. Oetker machen deutlich, welche wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft in Ostwestfalen-Lippe steckt.“ 

Besuch des Projekts „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“ am Evangelischen Klinikum Bethel 

Mit dem Projekt „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“ engagieren sich das Evangelische Klinikum Bethel gemeinsam mit der Liz Mohn Stiftung für die Bekämpfung von Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen. Das bundesweit einzigartige Pilotprojekt richtet sich an junge Menschen im Alter von zehn bis 17 Jahren, die sich sozial isoliert fühlen, und unterstützt sie durch psychologische Begleitung, Gruppenangebote sowie individuelles Mentoring dabei, Selbstvertrauen aufzubauen und neue soziale Beziehungen zu entwickeln. Eine feste Begegnungsstätte in Bielefeld-Bethel bietet den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum für Austausch, gemeinschaftliche Aktivitäten und persönliche Entwicklung. Ministerpräsident Hendrik Wüst wird das vom Projekt geleitete „Haus Sophia“ gemeinsam mit der Stifterin Liz Mohn besuchen und sich dort mit Vertreterinnen und Vertretern der Liz Mohn Stiftung, des Projekts sowie des Evangelischen Klinikums Bethel darüber austauschen, wie Einsamkeit bei jungen Menschen frühzeitig erkannt werden kann und welche Bedeutung niedrigschwellige Unterstützungsangebote für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit haben.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Einsamkeit ist die neue soziale Frage unserer Zeit – und sie betrifft längst nicht nur ältere Menschen. Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich einsam, oft mit weitreichenden Folgen für ihre Entwicklung und ihre Zukunftschancen. Deshalb ist es so wichtig, frühzeitig Räume zu schaffen, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, Vertrauen aufbauen und neue Perspektiven entwickeln können. Projekte wie im ‚Haus Sophia‘ leisten hier einen entscheidenden Beitrag, weil sie betroffenen Kindern und Jugendlichen konkret helfen und zugleich das gesellschaftliche Bewusstsein für das Thema stärken. Wer den Kampf gegen Einsamkeit früh angeht, stärkt den Einzelnen und auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt mit großem Engagement begleiten und sich tagtäglich dafür einsetzen, jungen Menschen neue Zuversicht und Teilhabe zu ermöglichen. Ich danke auch besonders Liz Mohn persönlich, die seit Jahrzehnten mit ihrer Arbeit durch die Stiftung enorm wertvolle Beiträge zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft leistet.“ 

Besuch am Firmensitz der Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG

In Bünde im Kreis Herford trifft Ministerpräsident Wüst auf das international erfolgreiche Zauberkünstler-Duo Ehrlich Brothers. Andreas und Chris Ehrlich, die im Kreis Herford geboren wurden und bis heute in der Region leben, zählen zu den bekanntesten Live-Entertainern Europas und begeistern mit ihren Shows ein Millionenpublikum weltweit. Trotz internationaler Tourneen und Auftritte – zuletzt auch in den USA – bleibt der Firmensitz ihrer Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG bewusst in Ostwestfalen-Lippe verankert. In Bünde werden auf mehr als 1.000 Quadratmetern Illusionen entwickelt, Bühnenbilder gebaut und Tourneen vorbereitet. Darüber hinaus sind rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier beschäftigt. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Ehrlich Brothers stehen für kreativen Unternehmergeist aus Nordrhein-Westfalen. Sie begeistern weltweit Menschen und sind fest der eigenen Heimat verbunden. Mit ihrer Arbeit verbinden sie unternehmerischen Erfolg und regionale Verantwortung. Dass ein weltweit erfolgreiches Entertainment-Unternehmen bewusst in Bünde verwurzelt bleibt, ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Nordrhein-Westfalen und zur kreativen Kraft unserer Regionen. Besonders beeindruckt mich an Andreas und Chris Ehrlich, mit welchem Engagement sie ihre Bekanntheit auch für gesellschaftliche Anliegen einsetzen. Solche Persönlichkeiten sind wichtige Botschafter für unser Land.“

Empfang der IHK Lippe zu Detmold

Gemeinsam mit Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern der Region lässt Ministerpräsident Hendrik Wüst den Tag bei einem Empfang der lippischen Wirtschaft der IHK Lippe zu Detmold ausklingen. Die Wirtschaftsregion Lippe ist in besonderer Weise durch ihre zahlreichen familiengeführten mittelständischen Unternehmen geprägt, die  zugleich international erfolgreiche Unternehmen hervorgebracht haben. In seiner Rede vor Vertreterinnen und Vertretern der lippischen Wirtschaft wird der Ministerpräsident die Bedeutung eines starken Mittelstands für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit des Landes würdigen. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Wirtschaftsregion Lippe steht beispielhaft für die Stärke Nordrhein-Westfalens: ein leistungsfähiger Mittelstand, familiengeführte Unternehmen mit großer Verantwortung für ihre Beschäftigten und zugleich international erfolgreiche Hidden Champions, die von hier aus weltweit Maßstäbe setzen. Die Region Lippe zeigt, wie regionale Verwurzelung und globale Wettbewerbsfähigkeit zusammengehen. Gerade im Jahr des 80-jährigen Bestehens unseres Landes wird deutlich, welche Bedeutung Lippe als dritter Landesteil für die erfolgreiche Entwicklung Nordrhein-Westfalens hat. Der unternehmerische Mut und die Innovationskraft der Region leisten seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land.“

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