Ministerin Scharrenbach: Von Brachflächen zu Bauflächen – Nachhaltig Wohnen mit Holz im Quartier Lambertz – Städtebaulicher Landeswettbewerb geht in die finale Phase

7. Januar 2022
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung

„Brachflächen sind die offenen Wunden unserer Städte und Gemeinden. Der städtebauliche Landeswettbewerb richtet den Fokus daher auf die Entwicklung einer Brachfläche zu einer Baufläche und das: nachhaltig. Ziel des Verfahrens ist es, beispielhafte Lösungen zu finden, wie Industriebrachen zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Wohnquartieren auch und insbesondere für Ortsteile von Mittelzentren entwickelt werden können. Das Thema ‚Holz‘ als nachhaltiger Baustoff stellt dabei in diesem Landeswettbewerb einen neuen zentralen Aufgabenschwerpunkt dar“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung

„Brachflächen sind die offenen Wunden unserer Städte und Gemeinden. Der städtebauliche Landeswettbewerb richtet den Fokus daher auf die Entwicklung einer Brachfläche zu einer Baufläche und das: nachhaltig. Ziel des Verfahrens ist es, beispielhafte Lösungen zu finden, wie Industriebrachen zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Wohnquartieren auch und insbesondere für Ortsteile von Mittelzentren entwickelt werden können. Das Thema ‚Holz‘ als nachhaltiger Baustoff stellt dabei in diesem Landeswettbewerb einen neuen zentralen Aufgabenschwerpunkt dar“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Anlass ist eine rund vier Hektar große Industriefläche in Würselen-Broichweiden, die aufgrund von Standortverlagerungen seit 2016 brachliegt und in den kommenden Jahren auf Grundlage dieses Wettbewerbs als zukunftsfähiger Wohnstandort unter dem Namen „Quartier Lambertz“ neu entwickelt werden soll. Auf der Brachfläche sollen zukünftig bis zu 350 Wohneinheiten, davon rund 30 Prozent im öffentlich-geförderten Wohnungsbau, errichtet werden.

„Für uns als Stadt Würselen ist dieser Landeswettbewerb eine tolle Sache und bietet die Möglichkeit, eine langjährige Industriebrache unter Beteiligung von namhaften Experten und ganz innovativen Ansätzen in ein attraktives Wohnquartier umzugestalten”, so Roger Nießen, Bürgermeister der Stadt Würselen. “Besonders im Hinblick darauf, dass unsere schöne Stadt immer weiter wächst und eine enorme Wohnraumnachfrage besteht, ist es mir wichtig, hier auf dem ,alten Kinkartzgelände‘ entsprechende Perspektiven zu bieten und neuen lebenswerten Wohnraum zu schaffen.”

Der Investor für das neue „Quartier Lambertz“ ist die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & CO KG, vertreten durch die Wilhelm Kinkartz GmbH & Co. KG. Mit der Teilnahme am Landeswettbewerb verpflichtet sich der Investor, einen der Preisträgerentwürfe, zumindest in Teilen umzusetzen. Unter Federführung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten die Stadt Würselen, der Investor und die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Kooperationspartnerin zusammen, um mithilfe des städtebaulichen Landeswettbewerbs die besten Ideen für die Entwicklung der Industriebrachen zu einem innovativen und zukunftsfähigen Wohnquartier zu finden.

Dazu erläutert Prof. Dr. Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe: „Auch wenn die Herstellung von Gebäck unser Kerngeschäft ist, begrüßen wir, im Rahmen unserer unternehmensweiten Bemühungen um Nachhaltigkeit durch den Landeswettbewerb die Gelegenheit zu haben, hier in Würselen ein vorbildhaftes Wohnquartier entstehen zu lassen.“

Der Countdown läuft: 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich dem städtebaulichen Landeswettbewerb und haben Entwürfe eingereicht. Das Preisgericht wird am 24. Mai 2022 tagen und aus den 30 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen die besten Entwürfe auswählen. Mit dem Schwerpunkt zum Thema Holzbau werden in diesem Landeswettbewerb besonders innovative Ideen erwartet, die als Impulsgeber auch für andere Standorte einen wichtigen Beitrag zum Holz zu werten sind.

Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen erklärt: „Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum mit hoher Qualität. Wettbewerbe bedeuten: Das beste Planungskonzept setzt sich durch - in städtebaulicher, funktionaler, wirtschaftlicher und gestalterischer Hinsicht. Durch die Auslobung von Wettbewerben können Bauherren ihrer Verantwortung für die nachhaltige Gestaltung unserer gebauten Umwelt bestens gerecht werden. Der diesjährige Landeswettbewerb in Würselen, der durch einen privatwirtschaftlichen Investor ausgelobt wird, ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.“

Alle eingereichten Arbeiten werden für interessierte Besucher in Würselen im Nachgang ausgestellt werden.

Hintergrund:

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen richtet regelmäßig städtebauliche Landeswettbewerbe aus, um innovative und übertragbare Wohnkonzepte anzustoßen und modellhafte Lösungen in Zusammenarbeit mit der Praxis zu finden. 

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