Ministerin Scharrenbach: Nordrhein-Westfalen springt in die Bresche – Nach KfW-Förderstopp unterstützt Land und NRW.BANK mit vergünstigten Zinsen das Bauen

21. Dezember 2023
PHB Bauarbeiter

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und die landeseigene Förderbank, die NRW.BANK, verbessern die Konditionen im Programm „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“.

Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen und die landeseigene Förderbank, die NRW.BANK, verbessern die Konditionen im Programm „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“: Ab sofort können Privatpersonen, die nachhaltig bauen oder sanieren wollen, das Förderprogramm zu einem deutlich geringeren Zins erhalten.

Dieser Schritt ist notwendig geworden, da für das bundesweite Förderprogramm für klimafreundlichen Wohnungsbau (KFN-Neubauförderung) der KfW-Bank derzeit keine Mittel mehr vergeben werden. Die Anpassung des Programms „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“ gilt temporär bis zur Wiederaufnahme dieses Bundesprogramms – längstens jedoch bis zum 31. März 2024.

„Gerade kurz vor Weihnachten ist nicht die Zeit, dass Träume platzen sollten: Mit den vergünstigten Zinskonditionen können Häuslebauer sich ihren Traum vom nachhaltigen Eigenheim erfüllen. Auf Nordrhein-Westfalen ist damit Verlass. Die erneute Vollbremsung bei dem KfW-Programm für klimafreundliche Neubauten durch die Bundesregierung sorgt für massive Verunsicherung bei Bauwilligen. Unsicherheit ist jedoch der Feind von Investitionen. Das Förderchaos des Bundes schadet dem Wohnungsbau und der Energieeffizienz massiv. Nordrhein-Westfalen steuert dagegen. Wir sind der NRW.BANK für das Ergreifen dieser Landesinitiative sehr dankbar“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Menschen in Nordrhein-Westfalen, die für sich und ihre Familien nachhaltiges Wohneigentum bauen, kaufen oder sanieren wollen, sorgen sich derzeit um die Finanzierung“, sagt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Hier schaffen wir mit unserer verbesserten Förderung Planungssicherheit in unsicheren Zeiten und stellen sicher, dass Privatpersonen auch weiterhin in zukunftsfähigen Wohnraum investieren können.“

Für Fördernehmende bietet die Anpassung bei „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“ nun einen Zinssatz, der im Vergleich zu den aktuellen Marktkonditionen um rund drei Prozent niedriger ist. Bei einem Beispielkredit von 250.000 Euro läge die Zinsersparnis im Vergleich zu diesen Marktkonditionen je nach Laufzeit bei etwa 600 Euro pro Monat. Die NRW.BANK kann damit kurzfristig bauwilligen Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen während des aktuellen KfW-Programmstopps für klimafreundlichen Wohnungsbau auf Bundesebene entlasten. 

Das Programm „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“ können Privatpersonen nutzen, die Wohneigentum zur Selbstnutzung bauen, erwerben oder sanieren und dabei nachhaltige Gebäudestandards beachten.

Die Förderung steht Privatpersonen aller Einkommensklassen zur Verfügung. Förderfähig ist eine nachhaltige Bauweise, die die Energieeffizienz steigert und den Einsatz von recyclebaren Rohstoffen, die Klimaresilienz gegenüber Umweltkatastrophen, aber auch die soziale Komponente barrierefreier Wohnraum umfasst.

Fördervoraussetzung ist entweder eine Bestätigung eines Energieeffizienzexperten, die Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder ein beantragtes Nachhaltigkeitszertifikat einer vom Bundesbauministerium anerkannten und akkreditierten Zertifizierungsstelle. Mit der Förderung können bis zu 100 Prozent der Investitionskosten bei Sanierung und bis zu 50 Prozent der Kosten bei Neubau finanziert werden. Beantragt wird das Programm über die Hausbank. 

Weitere Informationen zu dem Programm „NRW.BANK. Nachhaltig Wohnen“ erhalten Sie unter: www.nrwbank.de/nachhaltig-wohnen

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