Minister Schmeltzer: Im Kampf gegen Lepra nicht nachlassen

Feierstunde: 60 Jahre DAHW und 45 Jahre NRW-Stiftung zur Förderung der Leprahilfe

20. März 2017

Seit 1957 konnte die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe weltweit mehr als drei Millionen an Lepra erkrankte Menschen behandeln und heilen; Nordrhein-Westfalen hat mit rund zwei Millionen Euro dazu beigetragen.

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Seit 1957 konnte die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe weltweit mehr als drei Millionen an Lepra erkrankte Menschen behandeln und heilen; Nordrhein-Westfalen hat mit rund zwei Millionen Euro dazu beigetragen. Dies erklärten Sozialminister Rainer Schmeltzer als Vorstandsvorsitzender der NRW-Stiftung zur Förderung der Leprahilfe und DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg bei einer gemeinsamen Feierstunde in Düsseldorf. Anlass war ein „Doppeljubiläum“: Die DAHW feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen, die NRW-Stiftung ihr 45-Jähriges.
 
„Weltweit haben etwa vier Millionen Menschen Behinderungen durch eine Lepra-Erkrankung“, sagte Sozialminister Rainer Schmeltzer. „Dies ist ein klares Signal, im Engagement gegen Lepra nicht nachzulassen, auch wenn die Krankheit hierzulande nicht mehr im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Denn Lepra bedeutet nach wie vor schlimmes körperliches Leid, seelische Belastung und gesellschaftliche Ausgrenzung.“
 
Gudrun Freifrau von Wiedersperg, Präsidentin der DAHW, sagte: „Es ist wichtig für die Betroffenen in den Ländern des Südens, dass es die Landesstiftung NRW zur Förderung der Leprahilfe gibt.“ Sie bedankte sich für die bereits 45 Jahre währende Unterstützung im Kampf gegen die Lepra. „Es ist uns eine Freude, durch die Landesstiftung NRW Unterstützung für unsere Projekte zu bekommen. Dafür bedanke ich mich insbesondere im Namen der vielen Menschen, denen wir weltweit helfen konnten.“

Minister Schmeltzer und Gudrun Freifrau von Wiedersperg lobten insbesondere das Engagement der vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, die mit ihrem Einsatz und ihren Spenden die Arbeit der Leprahilfe unterstützen.
 
Die mit einem Stiftungsvermögen von damals einer Million DM ausgestattete NRW-Stiftung zur Förderung der Leprahilfe hat seit ihrer Gründung im Jahr 1972 fast 60 Projekte mit rund zwei Millionen Euro gefördert. In den letzten zehn Jahren waren dies Projekte in verschiedenen Ländern Afrikas. Beispielsweise das Projekt „Talking Health“ in Uganda. Mit wöchentlichen Informationssendungen im Radio trägt es zur Sensibilisierung und Aufklärung großer Bevölkerungsgruppen auch in abgelegenen Regionen bei. Damit wurde nicht nur Schwersterkrankten geholfen, sondern es konnten auch Lepra-Erkrankungen im frühen Stadium entdeckt werden.
 
Lepra ist eine typische „Krankheit der Armut“. Die chronische Infektion der Haut führt zur Zerstörung der Nerven und gehört weltweit zu den wichtigsten Risikofaktoren für Behinderungen. Lepra ist einfach und vollständig heilbar, die Behandlung pro Patient kostet durchschnittlich nur 50 Euro. Im Jahr 2000 erkrankten weltweit rund 800.000 Menschen neu an Lepra, im Jahr 2015 waren es etwa 220.000 bis 250.000. Die Zahlen stagnieren allerdings seit einigen Jahren auf diesem Niveau.
 
Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. wurde 1957 als Deutsches Aussätzigenhilfswerk gegründet. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dahw.de.
 

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