Mehr Güter auf die Schiene: Land unterstützt MULTI HUB WESTFALEN für klimafreundliche Schienenlogistik

Multimodal und klimaschonend: Alter Güterbahnhof in Hamm wird zur innovativen Logistik-Drehscheibe

01. Oktober 2021
phb Schienen, Gleise

Die Deutsche Bahn Cargo AG, die Stadt Hamm und das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen haben in einer Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“) die vertragliche Grundlage für den MULTI HUB WESTFALEN geschaffen.

Verkehr

Der ehemalige Rangierbahnhof in Hamm wird zum Vorzeigeprojekt für klimafreundlichen Schienengüterverkehr: Der einstige Güterbahnhof wird zum multimodalen Bahnlogistik-Knoten mit innovativer Verladetechnik umgebaut. Dies ist nötig, um zwischen Ruhrgebiet und den See- und Binnenhäfen mehr Güterverkehr von der Straße auf Schiene und Wasserwege zu verlagern. So wird Mobilität in Nordrhein-Westfalen besser, sicherer und sauberer.

Die Deutsche Bahn Cargo AG, die Stadt Hamm und das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen haben in einer Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“) die vertragliche Grundlage für den MULTI HUB WESTFALEN geschaffen. Das Konzept sieht unter anderem vor, auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Hamm ein multifunktionales Logistikareal mit Terminalanlagen, Depotflächen, Logistikhallen und Gleisanschlüssen zu bauen. Zudem wird das Areal mit dem Straßensystem der Region, der Schieneninfrastruktur und dem Westdeutschen Kanalnetz in Nordrhein-Westfalen verbunden.
 
„Deutschland muss wieder Bahnland werden. Dazu gehört die Verlagerung von Güterverkehren von Lkw auf die Schiene und Wasserstraße. Mit der Transformation des ehemaligen Rangierbahnhofs zur multimodalen Verkehrsdrehscheibe wird in der traditionsreichen Eisenbahnstadt Hamm das nächste Kapitel Mobilitätsgeschichte geschrieben. In Zukunft könnten 170.000 Lkw-Fahrten über den neuen MULTI HUB WESTFALEN auf die Schiene gebracht werden und zu den Häfen rollen. Das schafft mehr Platz auf den Straßen und schont das Klima. So wird Mobilität besser, sicherer und sauberer. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Projekt gerne“, sagte der Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
 
Der Rangierbahnhof in Hamm war einer der größten Güterbahnknoten Europas. Seine Bedeutung hatte in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen. Nun wird an die damalige Erfolgsgeschichte angeknüpft: Auf einer Fläche von fast 60 Hektar Größe wird er zu einer hochmodernen Logistik-Drehscheibe mit Anbindung an Schiene, Straße und Wasserstraße. Der Standort verfügt über alle Schnittstellen, die es ermöglichen, Güter möglichst klimafreundlich zu transportieren.
 
DB-Konzernvorstand Güterverkehr, CEO der DB Cargo AG, Dr. Sigrid Nikutta: „In Hamm entsteht ein westfälisches Modell deutscher Möglichkeiten. Die DB kehrt mit dem Schienengüterverkehr in die Fläche zurück. Um neue und bestehende Kunden für die Schiene zu begeistern, brauchen wir innovative Ansätze wie den MULTI HUB WESTFALEN. Ein Erfolgsgeheimnis liegt in der Vernetzung der Verkehrsmittel. Das Primat des klimafreundlichsten Verkehrsmittels können unsere Kunden auf diese Weise individuell für ihre Lieferketten anpassen.“
 
Oberbürgermeister Stadt Hamm, Marc Herter: „Wir setzen im Strukturwandel auf Innovationen und gute Arbeit. Der Umstieg auf eine nachhaltige Güterverkehrswirtschaft ist Herausforderung und Chance zugleich für den Logistikstandort Hamm. Die Revitalisierung des ehemaligen Rangierbahnhofs ist Herzstück und Motor dieser Entwicklung. Durch die trimodale Anbindung von Schiene, Wasserstraße und Straße sind die Voraussetzungen ideal, um einen neuen Logistik-Knoten von überregionaler Bedeutung zu entwickeln. Mit dem Projekt setzen wir einen wichtigen Impuls für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufbruch in Hamm, der zu neuer wirtschaftlicher Dynamik führt.“
 
Vorsitzender des EVG Ortsverbandes Hamm-Bielefeld, Jörg Hensel: „Ein Güterzug ersetzt 52 Lkw-Fahrten. Dass unsere Idee des MULTI HUB WESTFALEN auch noch hunderte neuer hochwertiger und mitbestimmter Arbeitsplätze schafft, freut uns umso mehr.“
 
 

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