Landesregierung stärkt die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen mit 1,25 Millionen Euro
Minister Laumann: Die Bahnhofsmissionen leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag für Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Mit der Bereitstellung der Fördermittel schafft die Landesregierung eine wichtige finanzielle Entlastung für die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen. Aus den Mitteln können beispielsweise wichtige Ausstattungsgegenstände oder auch nötige Renovierungs- und Umbauarbeiten in den einzelnen Standorten finanziert werden.
Um die Arbeit der Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen, stellt die Landesregierung in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid hat Sozialminister Karl-Josef Laumann am Montag, 17. November 2025, in der Bahnhofsmission am Dortmunder Hauptbahnhof übergeben. Damit sollen die Angebote der insgesamt 23 lokalen Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen gestärkt und weiterentwickelt werden.
Mit der Bereitstellung der Fördermittel schafft die Landesregierung eine wichtige finanzielle Entlastung für die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen. Aus den Mitteln können beispielsweise wichtige Ausstattungsgegenstände oder auch nötige Renovierungs- und Umbauarbeiten in den einzelnen Standorten finanziert werden.
„Die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen und ihre vielen Ehrenamtlichen leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Als Anlaufstellen für hilfesuchende Reisende, vor allem in der Mobilitätsunterstützung, haben die Bahnhofsmissionen eine großartige Tradition. Für diese Hilfe genießen sie zu Recht Vertrauen und Wertschätzung vieler Reisender. Mehr und mehr leisten die Ehrenamtlichen dort zudem Lebens- und Krisenhilfe in akuten Notsituationen und schaffen Orte gegen Einsamkeit. Mit viel ehrenamtlichem Engagement sind sie ein Musterbeispiel für eine solidarische Gesellschaft, die zusammenhält und jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit unterschiedslos annimmt. Mit unserer Unterstützung wollen wir ein Stück weit dazu beitragen, dass die Bahnhofsmissionen ihre Arbeit unter stabilen Bedingungen fortsetzen können“, erklärt Minister Laumann.
Die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Während die Zahl der Hilfeleistungen sowie die Betriebskosten steigen, gehen die Spendeneinnahmen zurück. Zudem gilt es, neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Die Förderung landesweiter Schulungen, von Fachveranstaltungen und Netzwerkarbeit soll nicht zuletzt die öffentliche Sichtbarkeit und die Fundraising-Strukturen stärken. Zudem werden im Rahmen der kurzfristigen Stabilisierung einfache Hilfsmittel der Soforthilfen finanziert, wie etwa Decken, Kissen, Schlafsäcke, Kleidung, Verbandsmaterial und Medikamente. So können die Bahnhofsmissionen kurzfristig ihre Versorgungsangebote sichern und auch in Zukunft handlungsfähig bleiben.
„Wir danken der Landesregierung, insbesondere dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, für die Förderung der 23 Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen und freuen uns, dass die Landesregierung die Bedeutung der Bahnhofsmissionen mit ihren vielfältigen Angeboten und Hilfen vor Ort anerkennt. Etwa eine Million Unterstützungen leisten die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen pro Jahr – allein in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Geld aus dem Landeshaushalt können zum Beispiel neue Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt oder die Ehrenamtsarbeit besser gefördert werden“, erklärt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL.
„Diese Förderung ist ein wichtiges Signal der Anerkennung und stärkt alle, die sich in den 23 Bahnhofsmissionen haupt- und ehrenamtlich engagieren. Hilfe, die ankommt bei Reisenden und Menschen in Notlagen, direkt bei geschwächten, beladenen und einsamen Mitmenschen. Bahnhofsmissionen sind Orte der Begegnung“, erklärt Dr. Frank Johannes Hensel, Direktor des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln.
Hintergrund
Die verschiedenen selbstständigen, lokalen Bahnhofsmissionen werden personell und finanziell von den Wohlfahrtsverbänden der Evangelischen und der Katholischen Kirche wie etwa der Diakonie, Caritas oder IN VIA und ihren regionalen und lokalen Unterorganisationen getragen. Oft arbeiten katholische und evangelische Träger dabei vor Ort ökumenisch zusammen.