Konjunkturbericht des RWI – Leibniz-Instituts vorgelegt

Minister Pinkwart: Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen wächst weiter schneller als im Bund – mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze seit 2017 entstanden

24. November 2021
Presse-Briefing mit Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, RWI-Präsident Prof. Dr. Christoph M. Schmidt und Geschäftsführer der IHK NRW Dr. Matthias Mainz

Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen kommt besser durch die Krise als im Bund.

Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen kommt besser durch die Krise als im Bund. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung rechnet in diesem Jahr mit 3,0 Prozent Wachstum, etwas stärker als im Bundesdurchschnitt (2,8 Prozent). Materialmangel und die Ausbreitung der Pandemie verzögern derzeit zwar die Erholung. Im nächsten Jahr erwartet das RWI dann aber eine Entspannung und einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent in Land und Bund. Für eine bessere Entwicklung im Land sprechen die Einschätzungen der Unternehmen, Branchendaten und auch die pandemische Lage. Der nordrhein-westfälische Arbeitsmarkt entwickelt sich ebenfalls erfreulich.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „In den Jahren 2020 und 2021 zusammen hat sich die nordrhein-westfälische Wirtschaft um 0,7 Prozentpunkte besser entwickelt als im Bund. Von diesem seit vier Jahren andauernden Aufholprozess profitiert die ganze Gesellschaft: Seitdem sind in Nordrhein-Westfalen zusätzlich mehr als 400.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Zum Wiedererstarken unserer Wirtschaft beigetragen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie die Unternehmen. Wir unterstützen diese Entwicklung weiter durch vielfältige Initiativen zur Entfesselung, Digitalisierung und klimafreundlichen Transformation. Die Zahlen zeigen: Die Politik macht den Unterschied.

Die Herausforderungen für die Konjunktur liegen in der weiteren Entwicklung der Pandemie und den Engpässen bei Materialien und Rohstoffen. Jetzt kommt es darauf an, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und gleichzeitig weitere Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu vermeiden. Wenn wir die Balance zwischen Freiheit und Verantwortung halten und die richtigen Rahmenbedingungen setzen, kann Nordrhein-Westfalen aus seiner Position wieder gewonnener Stärke weiter Boden gut machen gegenüber dem Bund.“

Dr. Matthias Mainz, Geschäftsführer IHK NRW: „Die NRW-Wirtschaft ist, wie unsere Umfragen zeigen, erfreulich gut aus dem Sommer gekommen. Mit der neuerlichen Verschärfung der Corona-Krise steht der Erholungskurs auf der Kippe. Viele Unternehmen in der Gastronomie, dem Beherbergungs-, dem Veranstaltungsgewerbe und auch im Einzelhandel, die gerade begonnen hatten, Fuß zu fassen, fürchten um das wichtige Weihnachtsgeschäft. Doch auch in anderen Branchen ist die Unsicherheit zurück. Für die NRW-Konjunktur wird es daher entscheidend, einen neuerlichen Lockdown zu vermeiden – auch um die Situation auf der Fachkräfteseite nicht weiter zu verschärfen. Daneben bereiten vielen Unternehmen die seit Wochen steigenden Rohstoff- und Energiekosten Sorgen. Verstärkt durch Probleme in der Lieferkette droht eine weitere, ernste Gefahr für die NRW-Konjunktur.

Prof. Dr. Dr. Christoph Schmidt, Konjunkturexperte des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung: „Zu Beginn des kommenden Jahres werden die wirtschaftlichen Belastungen wohl zunächst weiter bestehen. Erst ab dem Frühjahr dürften die Infektionsschutzmaßnahmen wieder gelockert und der private Konsum dann kräftig ausgeweitet werden.“

Das RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht im Auftrag des Wirtschafts- und Digitalministeriums jährlich drei Konjunkturberichte. IHK NRW stellt dazu die aktuellen Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfragen und Sonderumfragen für Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

Pressekontakt: Matthias.Kietzmann [at] mwide.nrw.de 0211-61772-143

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