Jobmotor Rheinischer Revier – Innovationen für ein starkes Nordrhein-Westfalen

Ministerin Neubaur: Innovative Technologien für eine nachhaltige und resiliente Zukunft - Neue Chancen für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft

27. August 2026
Ein Finger tippt auf ein CO2 Symbol mit Pfeilen runter

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besucht auf ihrer Reise durch das Rheinische Revier drei Vorzeigeprojekte: die Halbleiter-Schmiede Element 3-5 GmbH in Baesweiler, die Modellfabrik Papier in Düren und die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Starke Innovationen, neue Technologien, gute und sichere Arbeitsplätze: Im Rheinischen Revier wird schon jetzt Zukunft gemacht – mit innovativen und nachhaltigen Lösungen für Industrie und Menschen vor Ort. Intelligente Textilgewebe, die beim Menschen Vitaldaten messen können, eine effiziente und energiesparende Halbleiterproduktion, eine nachhaltige und ressourcenschonende Papierproduktion: In der lange von der Kohle geprägten Region arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammen. So entstehen Lösungen, die schnell in die Anwendung kommen und weit über das Rheinische Revier hinaus strahlen. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besucht auf ihrer Reise durch das Rheinische Revier am Donnerstag, 27. August 2026, drei Vorzeigeprojekte: die Halbleiter-Schmiede Element 3-5 GmbH in Baesweiler, die Modellfabrik Papier in Düren und die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Im Rheinischen Revier bauen wir das, was die Welt braucht: Halbleiter sind eines der begehrtesten Güter weltweit – zu oft kommen sie aus Asien oder den USA. Hier zeigen wir: Wir können das selbst, in Europa, in Nordrhein-Westfalen. Damit machen wir uns auch ein Stück souveräner. Dazu kommen im Rheinischen Revier Zukunftsjobs in Papier und Textilien. Tausende Arbeitsplätze entstehen oder werden gesichert.“ 

Die Stationen der Ministerinnenreise:

Element 3-5 GmbH, Baesweiler

Ob Wäsche waschen, Smartphone nutzen, am Computer arbeiten oder mit dem Auto fahren: Moderne Technik ist ohne Halbleiter nicht mehr vorstellbar. Die Herstellung von Verbindungshalbleitern ist allerdings energieintensiv. Im Schnitt werden Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius benötigt. Mit der „Next Level Epitaxie“ hat die Element 3-5 GmbH ein Produktionsverfahren entwickelt, das die Effizienz erheblich steigert und gleichzeitig Energie spart:  Bei dem Niedertemperaturverfahren von Element 3-5 werden nur rund 300 Grad Celsius benötigt. Gleichzeitig werden hierbei auch weniger toxische Gase freigesetzt. 

Durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen, die die Möglichkeiten dieser Fertigungstechnologien nutzen und darauf aufbauend neue Projekte realisieren können, wird nicht nur der Wirtschaftsstandort attraktiver, es könnten auch Arbeitsplätze im hohen dreistelligen Bereich entstehen. 

Modellfabrik Papier, Düren

In Deutschland werden jährlich rund 19 Millionen Tonnen Papier produziert. Gleichzeitig gehört die Papierproduktion zu den energieintensivsten Industriezweigen. Ziel der Modellfabrik ist es, durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die Herausforderungen der Papierindustrie zu lösen – für eine nachhaltigere, energieeffizientere und klimafreundlichere Produktion.  In vier Laboren sowie dem Technikum werden neue ressourcenschonende Technologien unter optimalen Bedingungen erforscht und erprobt. Daran arbeiten 17 führenden Unternehmen der Papier- und Zulieferindustrie, die RWTH Aachen, die FH Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die TU Darmstadt, die  Papiertechnische Stiftung sowie die TU Dresden gemeinsam. Das Ziel: Bis 2045 soll sich der Energiebedarf um 80 Prozent reduzieren.  Im Kreis Düren ist die Papierindustrie eine der tragenden Säulen. Der Betrieb der Modellfabrik schafft vor Ort rund 30 neue Arbeitsplätze. Zusätzlich leistet das Vorhaben einen Beitrag dazu, rund 10.000 Arbeitsplätze im rheinischen Papiercluster langfristig zu sichern.

Textilfabrik 7.0, Mönchengladbach 

Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Die Textilfabrik 7.0 will die Textilindustrie in eine klimaneutrale, kreislaufwirtschaftliche und digitale Zukunft führen. Forschende und Industrie arbeiten im Technologie- und Entwicklungszentrum an neuen Technologien, Produktionskonzepten und Innovationen für die Textilbranche und erproben die praktische Anwendung. Energieeffizienz, KI-gestützte Automatisierung, Robotik und Biotechnologie werden hier miteinander verbunden. Intelligente Gewebe, in denen digitale Prozesse integriert sind, ermöglichen zum Beispiel das Messen der Vitalfunktionen über Sensoren.

Im nächsten Schritt soll der T7-Park errichtet werden, in dem die Textil- und Bekleidungsindustrie unter klimaneutralen Bedingungen produzieren kann. Langfristig werden im Rahmen des T7-Parks bis zu 3.000 zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen. Das sichert die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Textilindustrie. 

Hintergrund 

Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 818 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 3,3 Milliarden Euro bewilligt.

Kontakt

Pressekontakt

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Telefon: 0211 61772-143
E-Mail: presse [at] mwike.nrw.de

Bürgeranfragen

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Telefon: 0211 61772-0
E-Mail: nrwdirekt [at] nrw.de