Gesundheitsminister Laumann zeichnet vier Projekte mit dem Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2025 aus
Minister Laumann: Die Preisträger leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen
Gesundheitsminister Laumann hat in Düsseldorf an insgesamt vier Projekte aus Münster, Herford, Essen und Dortmund den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2025 verliehen. Das Thema des Preises lautete „Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen sinnvoll und sicher ausbauen“.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Mittwoch, 9. September 2026, in Düsseldorf an insgesamt vier Projekte aus Münster, Herford, Essen und Dortmund den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2025 verliehen. Das Thema des Preises lautete „Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen sinnvoll und sicher ausbauen“. Die Projekte haben dabei mit beispielhaften Konzepten zum Ausbau der Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen überzeugt. Die Projekte aus Münster, Herford und Dortmund wurden mit insgesamt 15.000 Euro prämiert. Das Projekt „SLEEP Well – Digital unterstützte Schlafmedizin“ der Universitätsmedizin Essen erhielt einen undotierten Sonderpreis.
„Es ist wichtig, dass wir die Digitalisierung für eine gute und effiziente Versorgung in Gesundheitswesen und Pflege weiter vorantreiben. Darum zeichnen wir mit dem Gesundheitspreis 2025 Organisationen aus, die sich mit innovativen Ideen für ihre Patientinnen und Patienten einsetzen“, sagte Minister Laumann. „Die ausgewählten Beispiele haben mich beeindruckt. Sie zeigen eindrücklich, dass Telemedizin und KI dazu beitragen können, die Versorgung der Menschen konkret zu verbessern, zum Beispiel wenn der Einsatz einer 3-D-Brille zu einer besseren Aufklärung bei einer anstehenden Operation am Gehirn führt oder wenn Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe mit kürzeren Wartezeiten zu Hause behandelt werden können.“
Mit dem Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2025 wurden folgende Projekte ausgezeichnet:
Platz 1: „Inside Your Brain: VR-gestützte Patientenaufklärung in der Neurochirurgie und Neuroonkologie“
Bei dem Projekt werden am Universitätsklinikum Münster den Patientinnen und Patienten der Neurochirurgie und der Neuroonkologie die Krankheitsbilder, deren Auswirkungen und operative Behandlungsmöglichkeiten in einer virtuellen Welt erklärt. Dafür nutzt das Universitätsklinikum Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen), mit denen Patientinnen und Patienten ihr eigenes Gehirn oder einen Hirntumor in einem beweglichen 3D-Modell sehen können. So können die Ärztinnen und Ärzte bevorstehende Eingriffe genauer erklären und die dreidimensionale Ansicht kann dazu beitragen, die Angst vor dem Eingriff zu verringern.
Platz 2: „Fachteam medizinische Behandlungspflege – FMB“
Das Projekt wurde von der Deutschen Fachpflege aus Herford ins Leben gerufen und ergänzt die ambulante Bezugspflege um ein Team aus Expertinnen und Experten, das bei kritischen und komplexen Situationen und Entscheidungen unterstützend gerufen werden kann. Bei der ambulanten Bezugspflege begleitet eine feste Pflegefachkraft die Patientin oder den Patienten langfristig in der eigenen häuslichen Umgebung und steuert den Pflegeprozess. Das sogenannte Fachteam medizinische Behandlungspflege (FmB) unterstützt die Pflege und Angehörige dann durch regelmäßige Visiten, Blutgasanalysen, Beatmungsmanagement, Schulungen und eine Rufbereitschaft rund um die Uhr. Dabei wird die Begleitung vor Ort durch Telemedizin sowie digitale Frühwarnsysteme ergänzt. Anhand digitaler, engmaschiger Erfassung relevanter Vitalparameter und der automatisierten Berechnung eines individuellen Frühwarnsystems werden Pflegekräfte, Pflegedienstleitung und FmB alarmiert, damit frühzeitig fachliche Maßnahmen eingeleitet und Komplikationen möglichst verhindert werden können. So soll die Versorgungsqualität gesichert und vermeidbare Krankenhauseinweisungen reduziert werden.
Platz 3: Digi ManagerIn – Fortbildung für nicht ärztliches Praxispersonal
Das Projekt „Digi ManagerIn“ der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe in Dortmund verfolgt das Ziel, die Digitalisierungskompetenz des nichtärztlichen Praxispersonals in ambulanten Praxen zu stärken. Am Ende einer zweimonatigen Fortbildung zum „Digi-ManagerIn“ können die Absolventinnen und Absolventen eine zentrale Rolle als Digitalisierungsbeauftragte übernehmen und beispielsweise Projekte wie eine Online-Rezeption als digitale Anlaufstelle der Arztpraxis im Internet oder Sprechstunden-Dokumentation mittels KI umsetzen.
Das Projekt „SLEEP Well – Digital unterstützte Schlafmedizin – Entwicklung optimierte Patientenwege bei obstruktiver Schlafapnoe“ unter Gesamtprojektleitung der Universitätsmedizin Essen erhält einen Sonderpreis. „Sleep well“ hat das Ziel, die Versorgung von Patientinnen und Patienten, die an einer obstruktiven Schlafapnoe (schlafbezogener Atmungsstörung) leiden oder bei denen der Verdacht einer solchen Schlafapnoe besteht, durch Telemedizin zu verbessern. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten wird zum Beispiel ein medizinisches Atemtherapiegerät (PAP-Gerät ) für die Nutzung Zuhause verordnet und die täglichen Nutzungsdaten werden telemedizinisch übertragen. Ein virtuelles Team aus Fachärztinnen und -ärzten aus dem Bereich Schlafmedizin prüft die Daten und koordiniert gegebenenfalls weiterführende ambulante oder stationäre Diagnostik. So kann eine weitere Abklärung und Therapieeinleitung von Zuhause aus statt im Schlaflabor erfolgen und Wartezeiten werden reduziert.
Hintergrund Gesundheitspreis
Der Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen wird jährlich verliehen und orientiert sich thematisch an dem Schwerpunktthema der ebenfalls jährlich stattfindenden Landesgesundheitskonferenz (LGK). Für den Gesundheitspreis 2025 lautete das Motto „Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen sinnvoll und sicher ausbauen“. Mit dem Preis wird die Umsetzung der LGK-Erklärung aus dem Jahr 2024 begleitet. Insgesamt wurden zur Ausschreibungsfrist 31 Projekte eingereicht. Die Auswahl der ausgezeichneten Projekte wurde durch eine ausgewählte Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitswesens getroffen. Neben dem Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro erhalten die Sieger-Projekte ein vom Land vergebenes Logo, das sie für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können.
Weitere Informationen zum Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen und zu den Projekten finden Sie unter www.gesundheitspreis.nrw.de.
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