Für sichere Schulwege: Land startet Förderwettbewerb für technische Lösungen an Schulstraßen
Gefördert werden drei Modellprojekte / Interessierte Kommunen können sich bis zum 30. April bewerben
Nordrhein-Westfalen treibt die Verkehrssicherheit vor Schulen voran und startet einen neuen Förderwettbewerb für technische Lösungen, die Schulstraßen praktisch im Alltag sichern.
Nordrhein-Westfalen treibt die Verkehrssicherheit vor Schulen voran und startet einen neuen Förderwettbewerb für technische Lösungen, die Schulstraßen praktisch im Alltag sichern – zum Beispiel mit automatischen Pollern, Schranken oder intelligenten Zufahrtssystemen. „Damit gehen wir den nächsten Schritt, um Schulstraßen zum festen Bestandteil moderner Verkehrssicherheit zu machen. Wir wollen die Kommunen dabei unterstützen, ihre Lösungen vor Ort technisch weiterzuentwickeln und neue Standards zu etablieren“, erklärt Verkehrsminister Oliver Krischer.
Gefördert werden Modellprojekte in einer kleinen Stadt bis 10.000 Menschen, in einer mittleren Stadt bis 100.000 sowie in einer Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dadurch sollen unterschiedliche Rahmenbedingungen erprobt werden. Insgesamt stellt das Ministerium für die Umsetzung von Lösungen 100.000 Euro je Kommune zur Verfügung, ein Eigenanteil ist nicht verpflichtend. Interessierte Kommunen können sich bis zum 30. April 2026 bewerben.
Unterstützt werden unter anderem:
automatisierte Zufahrtsbarrieren wie Poller oder Schranken,
digitale Systeme zur Erkennung berechtigter Fahrzeuge,
ergänzende Sicherheitsmaßnahmen wie Warnsysteme oder bauliche Verkehrsberuhigung,
die Auswertung und Begleitung der Projekte.
Wichtig ist: Die Zufahrt für Berechtigte wie Anwohnende oder Einsatzkräfte muss weiterhin möglich bleiben. Hier sollen digitale Lösungen helfen, beispielsweise mit Chipkarten oder anderen Zugangssysteme.
Rechtssichere Grundlage für Schulstraßen seit 2024
Vor allem an Grundschulen kommt es morgens und mittags immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn parkende oder wendende Autos auf Kinder treffen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Tretroller unterwegs sind. Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen 2024 die Einrichtung von Schulstraßen durch einen Erlass des Verkehrsministeriums maßgeblich erleichtert. Er zeigt auf, wie Städte und Gemeinden Schulstraßen rechtssicher einrichten können. Seitdem sind 58 neue Schulstraßen in Nordrhein-Westfalen entstanden und andere Bundesländer dem Beispiel gefolgt. Weitere 9 Schulstraßen gab es schon vor 2023, sodass es insgesamt derzeit 67 Schulstraßen in Nordrhein-Westfalen gibt.
Teil der Lösung sind oft auch zusätzliche Elternhaltestellen im Umfeld der Schulen. Dort können Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, aussteigen und die letzten Meter zu Fuß gehen. So soll das Problem von gefährlichen Verkehrssituationen durch den Hol- und Bringverkehr der sogenannten „Elterntaxis“ wirksam reduziert werden. Das bringt neben der Sicherheit weitere Vorteile: Kinder bewegen sich mehr, sammeln eigene Erfahrungen im Straßenverkehr und gewinnen an Selbstständigkeit – und damit auch an Selbstvertrauen.
Weitere Informationen
Kommunen, die sich bewerben wollen, melden sich per Mail beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: digitaleschulstrasse@munv.nrw.de
Link zum Förderaufruf: https://www.nordrhein-westfalen-foerdert.nrw/foerdermassnahmen/foerderung-temporaerer-digital-unterstuetzter-sperrungen-von-fahrbahnen-fuer-schulstrassen-2026
Weitere Informationen für Kommunen und Link zum Erlass: zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/aktuelles/news/schulstrassen-in-nrw
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