BioWochen NRW 2026: Ministerin Gorißen besucht innovativen Öko-Familienbetrieb im Siegerland
Hoffest auf dem Birkenhof in Wilnsdorf zeigt Vielfalt, Tierwohl und regionale Wertschöpfung
Auf dem vielseitig aufgestellten und familiär geführten Birkenhof in Wilnsdorf werden die Stärken von Regionalität und Ökolandbau sichtbar.
Neue Stalltechnik, mehr Platz für die Kühe und mehrere Generationen unter einem Dach: Auf dem vielseitig aufgestellten und familiär geführten Birkenhof in Wilnsdorf werden die Stärken von Regionalität und Ökolandbau sichtbar. Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen hat den Familienbetrieb am Sonntag, 6. September 2026, zur Halbzeit der diesjährigen BioWochen NRW besucht. Die zweiwöchige Erlebniskampagne ist am 28. August gestartet und dauert noch bis zum 13. September. Ziel ist, dass die Menschen im Land Regionalität und ökologische Landwirtschaft sehen, erleben und schmecken können.
Ministerin Silke Gorißen: „Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Erzeugerland. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen unsere regionalen und frischen Erzeugnisse wie Obst, Gemüse, Milchprodukte oder Fleisch, die von herausragender Qualität sind. Die Landesregierung stärkt dem Öko-Landbau schon seit den frühen 1990er Jahren den Rücken. Unsere landesweit fünf Öko-Modellregionen sind Leuchtturmprojekte, um den Absatz von regionalen Produkten zu fördern und lokale Wertschöpfungsketten aufzubauen. Von ihnen profitieren sowohl die Bio- Betriebe und der Handel als auch die Verbraucherinnen und Verbraucher.“
Besonders hob die Ministerin die Teilnahme des Birkenhofs in Wilnsdorf an den diesjährigen BioWochen NRW hervor: „Nachhaltige Investitionen in Tierwohl und moderne Technik sind auch Investitionen in die Zukunft unserer Landwirtschaft“, so die Ministerin vor Ort. „Der Birkenhof ist dafür ein gutes Beispiel: Hier wird wirtschaftlich und nachhaltig gedacht, Verantwortung für die Tiere übernommen, über Generationen hinweg geplant und gearbeitet und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung gestärkt.“
Investition für mehr Tierwohl und eine Zukunftsperspektive
Die Familie Jungclaussen bewirtschaftet den Birkenhof seit 1994 nach den Demeter-Richtlinien. Der rund 135 Hektar große Betrieb umfasst Dauergrünland, Ackerland und Gemüsebau. Hinzu kommen rund 50 Milchkühe sowie 400 Legehennen in mobilen Stallsystemen. Die hofeigene Molkerei und Bäckerei, ein Hofladen, ein Hofcafé, Lieferservice und Onlineshop ermöglichen es, einen großen Teil der Produkte direkt vor Ort zu verarbeiten und zu vermarkten. Im Februar 2026 wurde der neue Milchviehstall geöffnet. Der Boxenlaufstall bietet Kühen großzügige Bewegungs-, Fress- und Liegeflächen. Ein Melksystem mit Melkroboter und automatischem Weidetor erleichtert die Arbeitsabläufe. Das Land hat die Investition im Rahmen des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP) unterstützt.
Mehrgenerationenprojekt und Waldkindergarten am Birkenhof
Seit 2012 gehört das generationsübergreifende Wohnprojekt „Alter(s)garten“ zum Hof. In barrierefreien Wohnungen leben Seniorinnen und Senioren auf dem Betrieb und können am Hofleben teilnehmen. Auf dem Hof befindet sich zudem der Waldkindergarten „Birkenzwerge“, in dem Kinder Tiere, Pflanzen und den landwirtschaftlichen Alltag kennenlernen.
BioWochen NRW machen Ökolandbau erlebbar
Mit rund 130 Veranstaltungen und rund 70 beteiligten Veranstalterinnen und Veranstaltern bieten die BioWochen NRW Gelegenheit, die Bandbreite des ökologischen Landbaus kennenzulernen. Vom Hoffest über Probieraktionen bis zu Führungen für Schulklassen ist alles dabei. Bauernhöfe, Gärtnereien, der Fachhandel, Bäckereien, Metzgereien, Käsereien sowie Restaurants öffnen ihre Türen und Tore. Schon jetzt zeigt sich, dass die Aktion auch 2026 wieder ein Erfolg ist. Umfassende Informationen mit allen Veranstaltungsterminen sind auf der Internetseite https://www.biowochen-nrw.de/ zusammengefasst. Mit Hilfe einer Suchfunktion lassen sich die Events im Umkreis finden und auf einer Karte anzeigen.
„Die BioWochen bringen Verbraucherinnen und Verbraucher dorthin, wo unsere Lebensmittel entstehen. Wer einen Hof besucht, Tiere sieht, mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch kommt und regionale Produkte probiert, bekommt einen besseren Zugang zu unserer starken und innovativen Landwirtschaft. Das schafft Verständnis und Wertschätzung für die Arbeit unserer Betriebe“, so Ministerin Silke Gorißen.
Land unterstützt den Öko-Landbau
Die Landesregierung unterstützt den Ökolandbau seit den frühen 1990er Jahren. Über die Öko-Flächenprämien werden landwirtschaftliche Betriebe direkt bei der ökologischen Bewirtschaftung gefördert. Allein im vergangenen Jahr wurden hierfür rund 22 Millionen Euro ausgezahlt.
Darüber hinaus bringt das Land Verbraucherinformation voran – so etwa mit den BioWochen NRW. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den fünf Öko-Modellregionen Niederrhein, Bergisches RheinLand, Kulturland Kreis Höxter, Mühlenkreis Minden-Lübbecke und Münsterland. Sie sollen den Absatz regionaler Produkte stärken, bestehende Wertschöpfungsketten weiterentwickeln und neue Verbindungen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Verbraucherinnen und Verbrauchern schaffen. Die Förderung aller fünf Öko-Modellregionen wurde inzwischen um weitere drei Jahre verlängert.
Kontakt
Pressekontakt
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
| Telefon: | 0211 3843- 1022 |
|---|---|
| E-Mail: | presse [at] mlv.nrw.de |
Bürgeranfragen
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
| Telefon: | 0211 3843-0 |
|---|---|
| E-Mail: | nrwdirekt [at] nrw.de |