Die Regionen Greater Manchester und Metropole Ruhr wollen Chancen einer möglichen Partnerschaft ausloten

21. Juni 2021
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Die Städteregion Greater Manchester und die Metropole Ruhr loten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit aus und wollen sich enger vernetzen.

Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales

Die Städteregion Greater Manchester und die Metropole Ruhr loten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit aus und wollen sich enger vernetzen. Vertreter beider Seiten sowie der Landesregierung und des britischen Generalkonsulats vereinbarten in einer Videokonferenz, in den nächsten Wochen Themen für eine mögliche Partnerschaft abzustecken.
 
Für die Landesregierung moderierte Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, der auch für die Ruhr-Konferenz verantwortlich ist, gemeinsam mit dem britischen Generalkonsul Rafe Courage das Gespräch.
 
Rafe Courage, Generalkonsul der Vereinigten Königreichs sagte nach dem Treffen: „Das Vereinigte Königreich schätzt seine engen Beziehungen zu NRW sehr und möchte die Zusammenarbeit – insbesondere in diesem Jahr zum 75. Jahrestag der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen – weiter ausbauen. Regionale Partnerschaften können eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung dieser Verbindungen in der Zukunft spielen.“
 
Nordrhein-Westfalens Europaminister Holthoff-Pförtner hob hervor, gerade im Jubiläumsjahr der Gründung Nordrhein-Westfalens unter britischer Führung sowie angesichts des Brexit seien solche Initiativen besonders wertvoll. „Bei der Ruhr-Konferenz setzen wir auf den großen Mehrwert durch Zusammenarbeit. Gemeinsam kommen wir weiter – das gilt für die internationale Zusammenarbeit. Und ich bin überzeugt, das gilt auch für Metropolregionen wie Greater Manchester und das Ruhrgebiet."
 
Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und Vorsitzender des ersten direkt gewählten Ruhrparlaments, erklärte: „Die Region Greater Manchester steht vor ähnlichen Entwicklungsschüben und Zukunftsanforderungen wie die Metropole Ruhr: von der Entwicklung eines integrierten regionalen Öffentlichen Personennahverkehrs bis zur Klimaneutralität, von der wirtschaftlichen Transformation bis zum Anspruch, allen Bürgerinnen und Bürgern hohe Lebensqualität in allen Lebensphasen zu bieten. Der Austausch kann neue Erkenntnisse liefern und die Menschen in unseren Regionen inspirieren.“
 
Stadträtin Elise Wilson, Wirtschaftsreferentin der Region Greater Manchester, betont: „Deutschland ist ein wichtiger Partner der Region Greater Manchester und spielt dank der historisch starken Verbindungen in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Kultur sowie auf der Ebene der Bürger eine wichtige Rolle für unsere internationale Strategie. Die weitreichenden Verbindungen und bestehenden Kontakte bilden ein gutes Fundament für den von der Region Greater Manchester angestrebten Ausbau der Beziehungen zu Deutschland, insbesondere Nordrhein-Westfalen und dem Ruhrgebiet, wo wir breite Übereinstimmungen unserer regionalen Interessen und zukünftigen Herausforderungen sehen.“
 
Zu Greater Manchester gehören zehn Städte mit insgesamt 2,8 Millionen Einwohnern. Die Region hat im Vereinigten Königreich den Status einer "Combined Authority", in der benachbarte Städte unter anderem bei den Themen Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung gemeinsam vorgehen. Die Metropole Ruhr mit elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat 5,1 Millionen Einwohner.
 
An der Videokonferenz nahmen auch Prof. Hans-Peter Noll und Sabine von der Beck als stellvertretende Vorsitzende des Ruhrparlaments, die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen im Regionalverband Ruhr (RVR), Martina Schmück-Glock und Roland Mitschke, sowie Oberbürgermeister Thomas Kufen für den Kommunalrat des RVR teil. Experten des RVR, der Combined Authority Greater Manchester, der Staatskanzlei sowie des britischen Generalkonsulats sollen bis September eine Absichtserklärung für eine mögliche Zusammenarbeit entwerfen.
 
Hintergrund:
Die Ruhr-Konferenz ist eine umfassende Initiative der Landesregierung, um die Metropole Ruhr als wirtschaftlich starke und lebenswerte Zukunftsregion für alle Menschen zu gestalten. Der Prozess ist von Beginn an auf breite Beteiligung und das Engagement von Menschen und Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen angelegt. Auf fünf zentralen Handlungsfeldern werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Chancenregion gesetzt: Vernetzte Mobilität – kurze Wege; Erfolgreiche Wirtschaft – gute Arbeit; Gelebte Vielfalt – starker Zusammenhalt; Sichere Energie – gesunde Umwelt sowie Beste Bildung – exzellente Forschung.
 
Die Umsetzung der 73 in den Themenforen erarbeiteten und von der Landesregierung beschlossenen Projekte hat Anfang 2020 begonnen. In den kommenden Jahren werden weitere Vorhaben und Ideen von Partnern wie Kommunen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Unternehmen unter dem Dach der Ruhr-Konferenz diese Impulse verstärken und die Entwicklung der Chancenregion Ruhr unterstützen.
 
Weitere Informationen finden Sie unter: www.ruhr-konferenz.nrw.
 
Informationen zu Greater Manchester: https://www.greatermanchester-ca.gov.uk/who-we-are/
 
 

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