Deutsch-Französischer Kulturbevollmächtigter Armin Laschet und französischer Bildungsminister Jean-Michel Blanquer: Kooperation im Bildungsbereich weiter vertiefen

14. Juli 2020
Armin Laschet reist zu Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft nach Paris

Jean-Michel Blanquer, Minister für Bildung, Jugend und Sport und Armin Laschet, Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, haben sich in Paris zu einem bilateralen Gespräch getroffen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Jean-Michel Blanquer, Minister für Bildung, Jugend und Sport und Armin Laschet, Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, haben sich in Paris zu einem bilateralen Gespräch getroffen.
 
Dabei betonten Laschet und Blanquer: „Frankreich und Deutschland werden die enge Kooperation im Bildungsbereich weiter vertiefen. Vor dem Hintergrund noch nie da gewesener Herausforderungen im Kontext der Corona-Pandemie sind Schule und pädagogische Kontinuität wichtiger denn je, um allen Kindern die gleichen Bildungschancen zu bieten.“ Beide hoben die Chancen der Digitalisierung im Bildungsbereich hervor und riefen zu einer weiteren Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Bildung auf.
 
Der Deutsch-Französische Kulturbevollmächtigte und der französische Bildungsminister bekräftigten zudem, dass sowohl das allgemeinbildende Schulwesen als auch die berufliche Bildung Prioritäten der deutsch-französischen Zusammenarbeit bleiben sollen. „Besonders jungen Menschen drohen Gefahren aus der sich eintrübenden wirtschaftlichen Gesamtlage. Deutschland und Frankreich werden daher gemeinsame Berufsausbildungen mit besonderem Schwerpunkt in Zukunftstechnologien entwickeln, die insbesondere auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind“, sagten Laschet und Blanquer.
 
Beide setzen auch auf die kommenden bilateralen Treffen: „Ausbildungsgänge gegenseitig anerkennen um Mobilität und Beschäftigungsfähigkeit zu fördern – dies muss auch eine europäische Priorität sein, für die sich Deutschland und Frankreich in besonderem Maße engagieren. Der Deutsch-Französische Ministerrat sowie die Konferenz der Kultusminister der deutschen Länder und der französischen Recteurs d’Academie zu Beginn des nächsten Jahres werden Anlass bieten, konkrete Projekte in dem Bereich zu lancieren.“
 
Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sagten der Deutsch-Französische Kulturbevollmächtigte und der französische Bildungsminister: „Die Initiative von Angela Merkel und Emmanuel Macron für einen europäischen Wiederaufbaufonds ist eine wichtige Initiative - hierbei sollen die Bereiche Bildung und Forschung ausreichend Berücksichtigung finden. Die Entwicklung einer europäischen Strategie für Investitionen und Bildung wird ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein. Hier gilt, es unsere Anstrengungen zu verstärken und die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung zu fördern und die europäischen Hochschulnetzwerke sowie die Nachfolgestrategie des strategischen Rahmens für die EU-Zusammenarbeit im Bildungsbereich weiterentwickeln. Gerechte Bildungschancen sind eine zentrale Säule unserer freiheitlichen Demokratie und somit auch eine wichtige Verantwortung des Staates und der gesamten Europäischen Union.“
 

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