Ausbildungstour: Minister Laumann besucht Unternehmen und Auszubildende in Dortmund

Bärbel Bergerhoff-Wodopia von der RAG-Stiftung übergibt Förderbescheid über weitere 900.000 Euro

20. August 2026
Karl-Josef Laumann

Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstag, 20. August 2026, die WILO SE, das IHK-Forum am Rombergpark, BOSS - Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH und Bäckermeister GROBE GmbH & Co. KG in Dortmund besucht. Die Unternehmen und das Weiterbildungszentrum qualifizieren die Fachkräfte des Landes von morgen.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstag, 20. August 2026, die WILO SE, das IHK-Forum am Rombergpark, BOSS - Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH und Bäckermeister GROBE GmbH & Co. KG in Dortmund besucht. Die Unternehmen und das Weiterbildungszentrum qualifizieren die Fachkräfte des Landes von morgen. Der Termin bei BOSS - Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH fand gemeinsam mit Bärbel Bergerhoff-Wodopia statt. Sie ist Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung. Die Stiftung beteiligt sich seit 2008 an der Kofinanzierung der Ausbildungsprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen. 

„Ausbildung gelingt dort am besten, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Deshalb ist es mir wichtig, vor Ort zuzuhören und mit Auszubildenden, Betrieben sowie allen Beteiligten der beruflichen Bildung im Austausch zu sein. Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für eine starke und zukunftsfähige Ausbildung in Nordrhein-Westfalen Schritt für Schritt zu verbessern – damit junge Menschen gute Perspektiven erhalten und Betriebe auch künftig die Fachkräfte finden, die sie brauchen“, erklärt Arbeitsminister Laumann.

Immer wieder fanden in den vergangenen Jahren Unternehmen und Auszubildende mithilfe von „Ausbildungswege NRW“ zusammen, einem der Programme des Landes, mit dem junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt werden. Es wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes finanziert. Die RAG-Stiftung beteiligt sich an den ehemaligen Kohlestandorten an der Finanzierung. Seit dem Jahr 2008 hat die Stiftung bereits verschiedene Landesausbildungsprogramme an den ehemaligen Kohlestandorten mit einer Gesamthöhe von mittlerweile über 18 Millionen Euro kofinanziert. Für das Jahr 2026 übergab Bärbel Bergerhoff-Wodopia Arbeitsminister Laumann einen symbolischen Förderbescheid in Höhe von weiteren 900.000 Euro. 

„Auszubildende sind die Zukunft unserer Betriebe. Im ehemaligen Steinkohlenbergbau war es üblich, dass die Auszubildenden eng unter die Fittiche der erfahrenen Mitarbeitenden genommen wurden. Dies war ein Garant für eine gelingende Ausbildung. Nach diesem Vorbild wurden im vergangenen Jahr in dem von uns geförderten Ausbildungsprogramm erstmals über 70 Coachingstellen an den ehemaligen Kohlestandorten eingerichtet. Die Coaches begleiten und unterstützen die Auszubildenden auf ihrem Weg. Davon profitieren alle: Die Auszubildenden erhalten die bestmögliche Ausbildung und die Betriebe top ausgebildete Fachkräfte“, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia. 

Stopp eins der Tour war die WILO SE mit Sitz in Dortmund. Sie ist ein führender Hersteller von energieeffizienten Pumpen und Pumpensystemen für Gebäude-, Wasser- und Industrieversorgung. Das Unternehmen ist weltweit tätig und setzt auf innovative Technologien sowie eine moderne Ausbildung. WILO SE bildet derzeit rund 50 Auszubildende in verschiedenen kaufmännischen, technischen und IT-orientierten Berufen aus. 

Oliver Hermes, President & Global CEO der Wilo Group: „Der Erfolg von Industrieunternehmen basiert nicht allein auf Technologie, sondern vor allem auf den Menschen, die sie entwickeln, anwenden und weiterdenken. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen durch Künstliche Intelligenz brauchen wir hervorragend ausgebildete Fachkräfte mehr denn je. Die Ausbildung des eigenen Nachwuchses ist daher für Wilo nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung, sondern ein zentraler Baustein unserer Strategie: Der Mensch bleibt der Schlüssel zum Erfolg im KI-Zeitalter.“

Das IHK-Forum am Rombergpark eröffnete 2024 als Prüfungs-, Weiterbildungs- und Veranstaltungszentrum. Es ist ein Lern- und Begegnungsort, der jährlich von mehreren Tausend Prüflingen, Teilnehmenden und Gästen genutzt wird. Im Rahmen seines Besuchs erhielt Minister Laumann einen Einblick in das Seminar „Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter”, in dessen Rahmen Auszubildende lernen, ihre Ausbildungsberufe vor Schulklassen vorzustellen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie durch die beteiligten Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern finanziell gefördert.

Maike Fritzsching, Geschäftsführerin Berufliche Bildung – Fachkräftesicherung: „Ausbildung ist gelebte Fachkräftesicherung. Unsere Ausbildungsbotschafter zeigen jungen Menschen authentisch und auf Augenhöhe, welche vielfältigen Chancen die duale Ausbildung bietet. Deshalb freue ich mich sehr, dass Minister Laumann bei seiner Ausbildungstour in Dortmund unser IHK-Forum besucht und mit ihnen ins Gespräch kommt.“

Die BOSS - Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH ist auf die Instandhaltung, Reparatur und Wartung von Elektromotoren, Generatoren, Getrieben und Pumpen spezialisiert. Das Unternehmen verbindet langjährige Erfahrung mit moderner Antriebstechnik. Zurzeit bildet das Unternehmen elf Auszubildende zum Elektroniker/zur Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik aus. Einen Auszubildenden hat das Unternehmen auch mithilfe von „Ausbildungswege NRW“ finden können.

Marco Stemmer, stellvertretender Standortleiter von BOSS - Steinlen: „Technisches Wissen und handwerkliche Erfahrung entstehen über viele Jahre – und sie haben nur dann Zukunft, wenn wir sie an die nächste Generation weitergeben. Gleichzeitig ist gute Ausbildung keine Einbahnstraße: Sie lebt davon, dass Unternehmen Zeit, Wissen und Vertrauen investieren und junge Menschen Neugier, eigene Ideen und Engagement mitbringen.

Gute Ausbildung entsteht dort, wo beides zusammenkommt.“

Stopp vier, die Bäckermeister Grobe GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen des Bäckerhandwerks. Das Unternehmen bildet in verschiedenen Berufen aus, darunter Bäckerinnen und Bäcker, Konditoren und Konditorinnen, Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Elektroniker und Elektronikerinnen für Betriebstechnik sowie Kaufleute für Büromanagement. Derzeit befinden sich in dem Unternehmen 66 junge Menschen in Ausbildung.

Annika Hinkelmann, Prokuristin bei Grobe: „Ausbildung bedeutet für uns, jungen Menschen nicht nur einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, sondern ihnen eine echte langfristige Perspektive zu geben. Als Familienunternehmen investieren wir bewusst in ihre Stärken, begleiten sie verlässlich und bieten die Chance, dauerhaft Teil unseres Unternehmens zu werden.“

Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund: „Der Besuch von Minister Laumann ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für das Handwerk und insbesondere für die jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung entschieden haben. Gerade im Bäckerhandwerk wird deutlich, wie unverzichtbar eine qualifizierte Ausbildung ist. Hier werden traditionelle Handwerkskunst, modernste Technologien und höchste Ansprüche an Qualität, Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit miteinander verbunden. Die Bäckerei GROBE ist als regionales Familienunternehmen mit langer Tradition und erfolgreicher Ausbildungsgeschichte ein gutes Beispiel für die Qualitätsarbeit, die unsere Betriebe tagtäglich leisten.“  

Arbeitsminister Laumann: „Die Unternehmen, die ich in Dortmund besucht habe, investieren in Ausbildung und sichern so die Fachkräfte von morgen. Sie geben jungen Menschen eine echte Chance und zeigen, wie viel Verantwortung und Engagement in den Betrieben vor Ort steckt. Gemeinsam mit starken Partnern wie der RAG-Stiftung schaffen wir außerdem Perspektiven für diejenigen jungen Menschen, die bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz Unterstützung benötigen, fördern Talente und stärken den Übergang von jungen Menschen in Ausbildung.“

Hintergrund

Im Rahmen seiner Ausbildungstour besucht Minister Laumann in diesem Sommer Auszubildende in 25 Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen in den Regionen Bergisches Städtedreieck, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Bonn/Rhein-Sieg und Mittlerer Niederrhein.

Im Mittelpunkt stehen Gespräche über Ausbildungsbedingungen, wie junge Menschen für die berufliche Ausbildung gewonnen werden können und die Bedarfe der Unternehmen und auch der Auszubildenden vor Ort. Die Tour ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW und wird in Zusammenarbeit des Arbeitsministeriums mit den zuständigen Regionalagenturen und den Vorsitzenden der regionalen Ausbildungskonsense NRW organisiert.

Die berufliche Ausbildung ist eine tragende Säule der Fachkräftesicherung. Im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW bietet die Landesregierung mit finanzieller Unterstützung der europäischen Union mehrere Angebote, darunter „Ausbildungswege NRW“, „Teilzeitberufsausbildung: Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen" (TEP), die „Aktion 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in NRW“ und das gemeinsam mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern geförderte Werkstattjahr.

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