Aufbau des „Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe“
14. November 2019

Land fördert Aufbau des „Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe“ in Duisburg mit 1,5 Millionen Euro

Verkehr von der Straße auf den Wasserweg bringen – das ist das Ziel eines neuen Projekts, für das Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen, heute den Startschuss gab.

 
Das Ministerium für Verkehr teilt mit:

Verkehr von der Straße auf den Wasserweg bringen – das ist das Ziel eines neuen Projekts, für das Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen, heute den Startschuss gab.
 
Für den Aufbau eines Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe übergab Schulte einen Förderbescheid des Landes über 1,5 Millionen Euro am Rande einer Fachtagung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Empfänger ist das Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST).
 
Das DST wird das Versuchs- und Leitungszentrum zusammen mit seinen Partnern aufbauen. Hierzu gehören die Universität Duisburg-Essen mit den Lehrstühlen „Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik & Transportsysteme“ und „Mechatronik“ sowie die RWTH Aachen mit dem „Institut für Regelungstechnik“. Kernstück des Zentrums ist ein Simulator, mit dem Automatisierungsfunktionen, ferngesteuerte Binnenschiffe und Überwachungs- und Notfalleingriffe bei autonom fahrenden Schiffen erprobt werden können.
 
„Gerade am Logistikstandort Nordrhein-Westfalen, dem wichtigsten Binnenschifffahrtsland in Deutschland, müssen wir die freien Kapazitäten auf den Wasserwegen nutzen. Dafür werden hier innovative Technologien entwickelt und auch die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung genutzt“, sagte Hendrik Schulte.
 
Mit zusätzlicher Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sollen bald die Forschungs- und Funktionsentwicklungsarbeiten im Versuchs- und Leitungszentrum beginnen. Die Forscher setzen auf die Entwicklung von Assistenzsystemen und Systemen zum automatisierten und perspektivisch zum autonomen Fahren. Damit können zukünftig das nautische Personal entlastet, das Problem des Fachkräftemangels entschärft und die Sicherheit und Effizienz der Binnenschifffahrt erhöht werden.
 
Dr.-Ing. Rupert Henn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DST: „Auf Rhein und Ruhr, auf zahlreichen Kanälen zwischen Rhein und Weser, bildet Nordrhein-Westfalen eine ideale Modellregion, um die Chancen autonom fahrender Binnenschiffe mit Elektroantrieb für die Zukunft zu testen. Mit dem Simulator im Versuchs- und Leitungszentrum werden wir bald in der Lage sein, die Binnenschifffahrt immer stärker automatisiert abzubilden.“
 
Auf dem Endstück des Dortmund-Ems-Kanals vor dem Hafen Dortmund wird auch ein reales Testfeld für die Zukunft der Binnenschifffahrt in Nordrhein-Westfalen entstehen. Bereits 2021 sollen erste Testfahrten durchgeführt werden. Ocke Hamann, Geschäftsführer für den Bereich Standort, Digital, Innovation und Umwelt der Niederrheinischen IHK zu Duisburg: „Mit der Expertise aus Wissenschaft und Wirtschaft kann das Potenzial zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiff gehoben werden. Die Bedeutung der Binnenschifffahrt für Nordrhein-Westfalen ist groß, aber sie kann noch stärker werden."
 
Heute werden in Nordrhein-Westfalen rund 25 Prozent aller Gütermengen mit dem Binnenschiff transportiert.
 

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