„KommAn-NRW“ soll Kommunen entlasten

Porträtfoto Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales
18. November 2015

„KommAn-NRW“ soll Kommunen entlasten und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe stärken

Minister Schmeltzer: Programm hat bestmögliche Integration zum Ziel

Das nordrhein-westfälische Integrationsministerium will mit dem Aktionsprogramm KommAn-NRW Städte und Gemeinden sowie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen noch stärker bei den anstehenden Integrationsaufgaben unterstützen. Dafür plant das Ministerium im kommenden Haushaltsjahr Mittel in Höhe von 13,4 Millionen Euro ein.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales informiert:

Das nordrhein-westfälische Integrationsministerium will mit dem Aktionsprogramm KommAn-NRW Städte und Gemeinden sowie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen noch stärker bei den anstehenden Integrationsaufgaben unterstützen. Dafür plant das Ministerium im kommenden Haushaltsjahr Mittel in Höhe von 13,4 Millionen Euro ein. „Land und Kommunen und nicht zuletzt Ehrenamtliche stellen sich der großen Herausforderung, Flüchtlinge nicht nur unterzubringen, sondern sie auch bestmöglich zu integrieren. Dabei soll KommAn-NRW helfen“, sagte Integrationsminister Rainer Schmeltzer. Im Integrationsausschuss im Düsseldorfer Landtag wurde der entsprechende Ansatz des Ministeriums im Ergänzungshaushalt 2016 beraten.
 
Mit KommAn-NRW will die Landesregierung in möglichst allen Städten und Gemeinden „Ankommenstreffpunkte“ initiieren oder bestehende Treffpunkte fördern. Dort sollen auch Ehrenamtliche mit Unterstützung des Landes NRW den Geflüchteten eine Grundorientierung in ihrem neuen Umfeld geben. So können etwa vom örtlichen Schulangebot über Möglichkeiten des Sports im Verein bis hin zu simplen Regeln wie Abfalltrennung alle örtlich relevanten Fragen in diesen Treffpunkten eine Rolle spielen. Auch sollen mit Unterstützung des Landes NRW Grundwerte des Zusammenlebens wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das friedliche Miteinander der Religionen in Deutschland vermittelt werden. Ankommenstreffpunkte würden damit auch zu Räumen der Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen.
 
Zudem sieht KommAn-NRW eine Stärkung der bereits bestehenden Integrationsstruktur im Land vor. So ist beabsichtigt, zur Unterstützung des Ehrenamts zusätzliche hauptamtliche Stellen in den Kommunalen Integrationszentren zu fördern. Diese Kommunalen Integrationszentren sind eine nordrhein-westfälische Besonderheit. In inzwischen 49 Kreisen und kreisfreien Städten unterstützt NRW bereits heute mit Zuschüssen für sozialpädagogisches Fachpersonal und die Bereitstellung zusätzlicher Lehrerstellen die Integrationskraft der Kommunen.
 
Gestärkt werden sollen auch die Integrationsagenturen der Wohlfahrtsverbände, bei denen eine Erhöhung der Maßnahmemittel um 1,5 Millionen Euro vorgesehen ist. Aus KommAn-NRW kann auch die Qualifizierung und die fachliche Begleitung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe mitfinanziert werden.
 

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