Bahnhöfe werden fit gemacht für den Rhein-Ruhr-Express – Minister Wüst übergibt Zuwendungsbescheide

Zweckverbände NVR, NWL und VRR bewilligen DB Station & Service Ausbaumaßnahmen an den Außenästen des RRX

25. September 2018
PHB Rhein-Ruhr-Express RRX

Der Ausbau der Infrastruktur für den RRX geht weiter. 16 Baumaßnahmen an 14 Bahnhöfen, die für den Vorlaufbetrieb mit RRX-Fahrzeugen auf Stationen in Nordrhein-Westfalen notwendig sind, starten jetzt oder wurden zum Teil bereits begonnen.

Verkehr

Der Ausbau der Infrastruktur für den RRX geht weiter. 16 Baumaßnahmen an 14 Bahnhöfen, die für den Vorlaufbetrieb mit RRX-Fahrzeugen auf Stationen in Nordrhein-Westfalen notwendig sind, starten jetzt oder wurden zum Teil bereits begonnen. Verkehrsminister Hendrik Wüst hat heute (25.09.) Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt rd. 34 Millionen Euro überreicht. Zuvor waren die Bescheide von den drei Aufgabenträgern unterzeichnet worden. Zuwendungsempfängerin ist die DB Station & Service AG. Die Gesamtkosten der jetzt bewilligten Maßnahmen belaufen sich auf über 44 Millionen Euro.
 
Zuständige Bewilligungsbehörden für die Maßnahmen sind die Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR), Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Diese haben für einige der Maßnahmen bereits vorzeitige Baubeginne genehmigt.
 
Die Zuwendungsbescheide betreffen die Stationen und Bahnhöfe Friedrichsfeld im Kreis Wesel, Oberhausen Sterkrade, Dortmund Mengede, Ahlen, Hamm-Heessen, Hamm, Herford, Löhne, Porta Westfalica, Aachen, Bonn, Erkelenz, Herzogenrath und Aachen Rothe Erde.
 
Gefördert werden die Herstellung der Anfahrbarkeit durch die neuen RRX Züge und die Barrierefreiheit der betroffenen Bahnsteige. Dies bedeutet im Kern eine Aufhöhung der Bahnsteige auf 76 Zentimeter sowie die Verlängerung auf 215 Meter Bahnsteignutzlänge. Im Rahmen dieses Ausbaus werden ebenfalls Bahnsteigdächer in Stand gesetzt, die Bahnsteigausstattung angepasst, die Beleuchtung, Beschallung und Fahrgastinformation erweitert. Ebenso erfolgt der Abbau von Barrieren, Einbau von Aufzügen und die Installation von Blindenleitsystemen (Details siehe Tabelle).
Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Wir legen den Grundstein dafür, dass Pendler im Land zuverlässig und komfortabel an ihren Arbeitsplatz gelangen können. Eine gute Erreichbarkeit ist für die Unternehmen im Wirtschaftsland Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung. Der RRX wird nach dem vollständigem Streckenausbau einen Qualitätssprung mit deutlichen Verbesserungen für die Bahnfahrer bringen. Der Vorlaufbetrieb, den wir mit den jetzt genehmigten Förderungen auch auf den Außenästen ermöglichen, wird einen Vorgeschmack geben, wie komfortabel das Pendeln mit der Bahn sein kann.“
 
Neben der Hauptachse des Rhein-Ruhr-Express zwischen Dortmund und Köln sind die sogenannten RRX-Außenäste zur Anbindung an die Metropolregion Rhein-Ruhr von großer Bedeutung. Da die neuen RRX-Fahrzeuge bereits im Rahmen des Vorlaufbetriebs ab Dezember 2018 an den Start gehen, ist der Ausbau der vorhandenen Infrastruktur auch an den Außenästen für die neuen Fahrzeuge erforderlich. Diese Anpassung an den RRX-Standard außerhalb der Hauptachse wird durch die drei SPNV-Aufgabenträger, die DB Station & Service AG und durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Die Maßnahmen sind Bestandteil der Rahmen- und Finanzierungsvereinbarung zum „Ausbau der Stationen auf den Außenästen des Rhein-Ruhr-Express“ (RRX-A), die im Juni 2017 vom Land Nordrhein-Westfalen, von der DB Station & Service AG und von den drei SPNV-Aufgabenträgern (NVR, NWL und VRR) vereinbart wurde.
 
Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember gehen die RRX-Fahrzeuge zunächst auf der Linie RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel auf die Strecke. Bis Ende 2020 folgen vier weitere Linien. Betrieben werden die Züge von den Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail Nordrhein-Westfalen und National Express, die das europaweite Vergabeverfahren für sich entscheiden konnten. Das eigentliche Ziel, den Takt im Regionalverkehr deutlich zu verbessern, wird erst nach Ausbau der Strecken umsetzbar sein. Dann fährt der RRX zwischen Köln und Dortmund alle 15 Minuten.
 
Die neuen Züge verfügen über rund 200 Sitzplätze mehr als herkömmliche Regionalzüge und punkten mit einer hochwertigen Ausstattung. Bequeme Sitze, Leselampen, große Monitore für die Fahrgastinformation, Steckdosen zwischen den Sitzen, ein verbesserter Mobilfunkempfang und freies WLAN machen das Reisen komfortabler.
 
Der VRR hat die Produktion und Wartung der Fahrzeuge gemeinsam mit den weiteren am Projekt beteiligten Zweckverbänden Nahverkehr Rheinland, Nahverkehr Westfalen-Lippe, Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz und dem Nordhessischen Verkehrsverbund im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung an Siemens vergeben. Das Unternehmen baut in Krefeld und Wien 82 RRX-Züge. Für die Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von 32 Jahren hat Siemens in Dortmund ein Rail Service Center errichtet und rund 75 Arbeitsplätze geschaffen.

Fotos von der Bescheidübergabe zeitnah auf www.vm.nrw.de.

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