Testfeld für automatisiertes Fahren in Düsseldorf

Software in autonomen Auto erfasst andere Autos auf Autobahn
22. August 2017

Automatisiertes Fahren: Straßen.NRW versorgt Testfeld in Düsseldorf mit telematischer Infrastruktur/Förderbescheid liegt vor

Entspannt Zeitung lesen oder frühstücken am Steuer – noch ist das Zukunftsmusik, aber die Entwicklung im Bereich automatisiertes Fahren geht rasant voran. Auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW ist daran beteiligt. Ab sofort wird an einem Testfeld von Straßen.NRW, der Stadt Düsseldorf und auf privatem Gelände gearbeitet, auf dem dann automatisiertes und vernetztes Fahren unter realen Bedingungen getestet werden kann.

 
Das Ministerium für Verkehr teilt mit:

Entspannt Zeitung lesen oder frühstücken am Steuer – noch ist das Zukunftsmusik, aber die Entwicklung im Bereich automatisiertes Fahren geht rasant voran. Auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW ist daran beteiligt: Jetzt liegt der Förderbescheid für das Projekt „Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf (KoMoD)“ auf dem Tisch. Ab sofort wird an einem Testfeld von Straßen.NRW, der Stadt Düsseldorf und auf privatem Gelände gearbeitet, auf dem dann automatisiertes und vernetztes Fahren unter realen Bedingungen getestet werden kann.
 
„Assistenzsysteme wie Einparkhilfen, Abstandsregler oder Spurhalteassistenten kennen viele“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Um den Verkehr aber noch sicherer und effizienter zu machen, benötigen wir weitere Schritte: Eine gute Vernetzung mit der Infrastruktur ist eine große Unterstützung für automatisiertes Fahren. Unser Landesbetrieb leistet einen wichtigen Beitrag, damit NRW Vorreiter bei der Mobilität 4.0 wird.“ 
 
Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 14,8 Millionen Euro und einem Fördervolumen von über neun Millionen Euro – davon entfallen auf Straßen.NRW rund 856.000 Euro – hat eine Laufzeit von 25 Monaten. Das Düsseldorfer Testfeld beginnt am Autobahnkreuz Meerbusch und erstreckt sich über die A57, die A52, die Brüsseler Straße (B7), das Heerdter Dreieck, den Vodafone Campus, den Rheinalleetunnel und über die Rheinkniebrücke in Straßenbereiche der Friedrichstadt.
 
Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW:  „Voraussetzung für das automatisierte Fahren sind detaillierte und aktuelle Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs. Dabei geht es nicht nur um die bordeigene Sensorik und die Orientierung mit Hilfe einer hochauflösenden Karte, sondern auch um den Informationsaustausch mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur wie Ampeln oder Geschwindigkeitsbegrenzungen – und dazu werden wir in den nächsten zwei Jahren wichtige Erkenntnisse gewinnen. Sie werden dazu beitragen, das automatisierte Fahren auf sichere Daten-Füße zu stellen.“
 
Mit diesem Ziel hat sich Straßen.NRW einem Konsortium bestehend aus zwölf Partnern unter Federführung der Landeshauptstadt Düsseldorf angeschlossen und entsprechend der Förderbekanntmachung „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) um Fördermittel für das Vorhaben „Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf (KoMoD)“ beworben.
 
Die eingesetzten Versuchsfahrzeuge sollen im Projekt vorgegebene Aufgaben der Vernetzung und automatisierter Fahrvorgänge austesten. Hierzu wird die Verkehrszentrale von Straßen.NRW verkehrsabhängig ermittelte Routenempfehlungen in digitaler Form bereitstellen. Auch Höchstgeschwindigkeiten sowie Überholverbote und Warnhinweise, die ansonsten über Verkehrsbeeinflussungsanlagen angezeigt werden, können über digitale Kanäle von den Fahrzeugen empfangen werden. Die Versuchsfahrzeuge setzen diese Informationen um. Weiteres Ziel der Verkehrszentrale NRW ist es, Meldungen über den aktuellen Verkehrsablauf und auftretende Störungen aus den Fahrzeugen im Testfeld für Zwecke der Verkehrssteuerung zu erhalten.
 
Neben den Betreibern der telematischen Infrastruktur gehören dem Konsortium Systemhersteller für Fahrzeugkomponenten und Verkehrstechnik, Telekommunikationsunternehmen sowie Forschungseinrichtungen an.

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