Nordrhein-Westfalen gedenkt Sebastian Gorki aus Iserlohn und aller Terroropfer von „9/11“

Er gehört zu den 2.753 Menschen, die im Jahr 2001 bei den Terroranschlägen auf das New Yorker World Trade Center starben: Sebastian Gorki aus Iserlohn. Seine Familie wünscht sich, dass die Erinnerung an ihn wach bleibt.

11. September 2026
Nordrhein-Westfalen gedenkt Sebastian Gorki aus Iserlohn und aller Terroropfer von „9/11“

Vor genau 25 Jahren, am 11. September 2001, entführten islamistische Terroristen in den USA vier Flugzeuge. Zwei davon brachten die Türme des World Trade Centers in New York zum Einsturz. Allein dort kamen 2.753 Menschen ums Leben – darunter elf Deutsche und Sebastian Gorki aus Iserlohn, der größten Stadt im Märkischen Sauerland. Der 27-jährige Bankangestellte hatte einen Termin im Südturm. Sein Dienstausweis wurde in den Trümmern gefunden und seiner Familie übergeben. Später kam das Gedenkstück in das Haus der Geschichte in Bonn.

Die Geschichte von Sebastian Gorki steht stellvertretend für die rund 3.000 Todesopfer von „9/11“. Nordrhein-Westfalen behält ihn und sie alle in Erinnerung. Die Familie von Sebastian Gorki wünscht sich, dass das Gedenken an ihn als eines der deutschen Opfer wach bleibt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst erinnert sich an die Fernsehbilder aus New York vom 11. September 2001: „Die Situation erschien mir surreal. Ich war fassungslos und einfach traurig. Diese Bilder haben sich eingebrannt. Seitdem trage ich eine Überzeugung mit mir, die für mich bis heute gilt: Freie Gesellschaften müssen sich gegen Extremisten und Radikale verteidigen – entschlossen und mit allen Mitteln des Rechtsstaats. Sicherheit und Freiheit machen unser Zusammenleben aus.“ 

Ein drittes Flugzeug stürzte in das Pentagon, den Sitz des US-Verteidigungsministeriums. Die vierte Maschine schlug bei Pittsburgh auf. Die Anschläge wirkten sich weltweit langfristig aus, unter anderem auf die Außen- und Sicherheitspolitik, die internationalen Beziehungen und Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr.

Nathanael Liminski, Minister für Internationales und Chef der Staatskanzlei, stand zum Zeitpunkt der Anschläge als 15-Jähriger vor einem Auslandsaufenthalt in den USA: „Wie so vielen Menschen ist mir der 11. September 2001 bis heute in sehr präsenter Erinnerung. Mit den Türmen des World Trade Centers brach auch das Gefühl der Unverwundbarkeit der USA zusammen. Bis heute gilt: Ohne Verständnis für den Schrecken und die Tragweite von 9/11 kann man die USA nicht verstehen. Am heutigen Jahrestag sind unsere Gedanken bei den fast 3.000 Menschen, die an jenem Tag ermordet wurden, bei ihren Familien und bei all jenen, die noch immer unter den Folgen leiden.“