Startschuss für die neue Sportstättenförderung in Nordrhein-Westfalen: 200 Millionen Euro im ersten Programmaufruf
Staatssekretärin Andrea Milz übergibt erste Förderentscheidung an Sportschützen Ännchen 1957 Bad Godesberg e.V.
Nordrhein-Westfalen setzt den engagierten Kurs zur nachhaltigen Modernisierung seiner Sportstätteninfrastruktur konsequent fort. Mit der persönlichen Übergabe der ersten Förderentscheidung im neu aufgelegten Programmaufruf I („Sportvereine“) gab Staatssekretärin Andrea Milz den offiziellen Startschuss für die neue Förderphase der Sportmilliarde.
Nordrhein-Westfalen setzt den engagierten Kurs zur nachhaltigen Modernisierung seiner Sportstätteninfrastruktur konsequent fort. Mit der persönlichen Übergabe der ersten Förderentscheidung im neu aufgelegten Programmaufruf I („Sportvereine“) gab Staatssekretärin Andrea Milz den offiziellen Startschuss für die neue Förderphase der Sportmilliarde. Erster Fördernehmer ist der Bonner Traditionsverein Sportschützen Ännchen 1957 Bad Godesberg e.V., der für die energetische Sanierung und Modernisierung seiner Vereinseinrichtungen mit 37.500 Euro unterstützt wird.
Aufbauend auf den herausragenden Erfolgen des Vorgängerprogramms „Moderne Sportstätte 2022“, stehen im aktuellen Programmaufruf erneut 200 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur bereit. Das Förderprogramm zielt darauf ab, den Investitionsstau an der Basis gezielt abzubauen, Energieeffizienz und Barrierefreiheit zu stärken sowie zukunftsfähige Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu schaffen.
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Unsere Sportvereine sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Nordrhein-Westfalen. Sie leisten tagtäglich unschätzbare Arbeit für die Gesundheit, die Integration und das Miteinander über alle Generationen hinweg. Der Schießsport nimmt dabei eine besondere Rolle ein, denn er verbindet traditionelles Brauchtum mit höchster Konzentration, mentaler Stärke und verantwortungsvoller Nachwuchsarbeit. Um dieses wertvolle ehrenamtliche Engagement zukunftssicher aufzustellen, braucht es moderne, energetisch nachhaltige und sichere Sportstätten. Es freut mich außerordentlich, dass wir heute bei den Sportschützen Ännchen in Bad Godesberg die allererste Förderentscheidung des neuen Programmaufrufs I übergeben können. Mit der gezielten Unterstützung bei der Energiesanierung investieren wir direkt in die Zukunftsfähigkeit des Vereins vor Ort.“
Vorzeigeprojekt für nachhaltige Vereinsinfrastruktur:
Das geplante Bauvorhaben an der Friesdorfer Straße in Bonn umfasst ein Gesamtvolumen von 75.000 Euro, das zur Hälfte aus der Landesförderung und zur Hälfte aus Eigenmitteln des Vereins finanziert wird. Die Vorprüfung und Priorisierung erfolgte in bewährter enger Partnerschaft durch den Stadtsportbund Bonn. Der 1957 gegründete Verein investiert gezielt in sechs Kernmaßnahmen: Neben der energetischen Dämmung des Clubraums durch den Austausch veralteter Einfachverglasungen, der Erneuerung der Deckenstruktur samt moderner LED-Beleuchtung und der Anpassung der Elektrik wird auch das Mobiliar erneuert, um den Begegnungscharakter des Vereinsheims zu stärken. Zudem werden die Lichtanlagen der Schießbahnen auf energiesparende Technik umgestellt und der Außenbereich durch ein neues Sicherheitstor geschützt. Nach der Übergabe der Förderentscheidung durch die Staatskanzlei stellt der Verein nun den formellen Zuwendungsantrag bei der NRW.BANK als zuständiger Bewilligungsbehörde, um nach Erhalt des Zuwendungsbescheides mit den Baumaßnahmen zu beginnen.
Fortlaufende Bewilligung weiterer Vereinsprojekte:
Neben den Sportschützen Ännchen 1957 Bad Godesberg e.V. sind am Montag, 13. Oktober 2026, bereits vier weitere Förderentscheidungen im Rahmen des Programmaufrufs I ergangen. Damit unterstützt das Land aktuell auch den Akademischen Ruderclub Rhenus Bonn e.V. (97.500 Euro), den Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V. (40.000 Euro), die Tennisgesellschaft Rot-Weiß Mönchengladbach e.V. (400.000 Euro) sowie die Sport Union Annen e.V. (35.025 Euro) bei ihren Instandhaltungs- und Modernisierungsvorhaben. In den kommenden Wochen werden fortlaufend weitere Förderentscheidungen durch Staatssekretärin Andrea Milz veröffentlicht.
Hintergrund
Sport ist ein unverzichtbarer Baustein des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Förderung von Gesundheit, Integration und Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen. Vor diesem Hintergrund legt Nordrhein-Westfalen das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes auf und stellt zusätzlich zur Sportmilliarde des Bundes rund eine Milliarde Euro für den Sport in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung, um die Sportinfrastruktur landesweit zu stärken. Mit der Sportmilliarde investiert das Land Nordrhein-Westfalen so viel Geld in den Breitensport wie nie zuvor. Die „NRW-Sportmilliarde“ setzt sich darüber hinaus wie folgt zusammen:
- In den kommenden fünf Jahren ist mit Mitteln aus den Gemeindefinanzierungsgesetzen von rund 375 Millionen Euro zu rechnen, welche die Kommunen über die Sportpauschale erhalten.
- Hinzu kommen die bereits laufenden und bundesweit beachteten Investitionen in herausragende Sportstätten in Nordrhein-Westfalen mit jährlich fast 20 Millionen Euro.
Die Entscheidung, zusätzlich zu den Landesmitteln auch einen erheblichen Anteil aus dem Sondervermögen des Bundes für den Sport einzusetzen, ist bundesweit einmalig. Sie unterstreicht den hohen Stellenwert der Sportförderung in Nordrhein-Westfalen und trägt maßgeblich dazu bei, den Investitionsstau bei Sportstätten langfristig abzubauen.
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