Staatssekretär Wiermer besucht das nordrhein-westfälische Partnerland Nordmazedonien sowie Kosovo und Kroatien
Staatssekretär Christian Wiermer: Wir haben verlässliche Freunde in der Region. Mit intensivem Austausch und ge-meinsamen Projekten stärken wir den notwendigen Zusam-menhalt in Europa
Christian Wiermer, Staatssekretär für Europaangelegenheiten so-wie Internationales, reiste vom 17. bis 20. August 2026 nach Nordmazedonien, Kosovo und Kroatien. Mit seinem Besuch unter-streicht der Staatssekretär die Bedeutung des europäischen Zu-sammenhalts und die Kooperation mit der Balkan-Region.
Christian Wiermer, Staatssekretär für Europaangelegenheiten sowie Internationales, reiste vom 17. bis 20. August 2026 nach Nordmazedonien, Kosovo und Kroatien. Mit seinem Besuch unterstreicht der Staatssekretär die Bedeutung des europäischen Zusammenhalts und die Kooperation mit der Balkan-Region.
Staatssekretär Christian Wiermer: „Sicherheit, Wohlstand und Stabilität im Herzen Europas liegen im ureigenen Interesse Nordrhein-Westfalens. Eine besondere Aufgabe ergibt sich daraus mit Blick auf die EU-Kandidatenländer. In der herausfordernden Übergangszeit bis zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union können wir als Bundesland schon jetzt aktiv werden, Brücken bauen und Menschen verbinden. Der erfolgreiche EU-Beitritt Kroatiens kann als Vorbild und Ansporn dafür dienen: EU-Erweiterung ist möglich und nötig – und überfällig. Auch das habe ich angesichts der geopolitischen Bedrohungslage in Europa deutlich gemacht. Die große Diaspora in Nordrhein-Westfalen leistet einen enormen Beitrag zur Stärkung der Beziehungen in die Region.“
Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2021 eine Länderpartnerschaft mit Nordmazedonien vereinbart und diese im Juni 2026 erneuert. Der Besuch des Staatssekretärs im Partnerland stellt den ersten politischen Besuch in der neuen Partnerschaftsperiode dar.
Christian Wiermer: „Die positive Wirkung der Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Nordmazedonien konnte man vor Ort bei jeder Begegnung spüren. Viele Menschen aus Wirtschaft, Universitäten, der Jugend und Kultur sind Teil unserer Partnerschaft und füllen sie mit Leben. Sie geben unserer Kooperationsvereinbarung ein Gesicht und eine Stimme. Ich bin dankbar für die vielen großartigen Gespräche, die unseren Zusammenhalt erlebbar machen.“
Auf dem Programm standen hochrangige politische Gespräche sowie Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Projektbesuche.
Den Auftakt der Reise bildete die Eröffnung eines Konzertes des Western Balkans Youth Orchestra im mazedonischen Ohrid, das Staatssekretär Wiermer gemeinsam mit der Staatspräsidentin der Republik Nordmazedonien, Gordana Siljanovska-Davkova, und der Deutschen Botschafterin für Nordmazedonien, Petra Drexler, besuchte. Die Arbeit dieses multiethnischen Orchesters mit jungen Musikern aus allen sechs Westbalkanstaaten, aus Nordrhein-Westfalen und aktuell elf weiteren Nationen wird finanziell vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Am selben Tag tauschte sich Staatssekretär Wiermer mit Staatspräsidentin Siljanovska zu aktuellen europapolitischen und bilateralen Fragen insbesondere vor dem Hintergrund der gemeinsamen Partnerschaft aus.
In Nordmazedonien tauschte sich Staatssekretär Wiermer zudem mit dem Außenminister, Timco Mucunski, und der Energieministern, Sanja Bozinovska, aus und hielt als Ehrengast eine Keynote zum Auftakt der Botschafterkonferenz in der Hauptstadt Skopje aus Einladung von Außenminister Mucunski.
Beim Zusammentreffen mit der Vize-Generalsekretärin der NATO, Radmila Šekerinska, die als erste Mazedonierin in der Führungsspitze der NATO positioniert ist, unterstrich Staatssekretär Wiermer die Bedeutung der NATO für die Sicherheit Europas. Nordmazedonien hat sich bereits mehrfach als verlässlicher NATO-Partner an Einsätzen beteiligt. Nordrhein-Westfalen ist als Drehscheibe für Truppen- und Materialtransporte sowie als Standort für Rüstungsproduktion von zentraler Bedeutung für die Sicherheit des NATO-Bündnisses.
Bei einem Austausch mit Alumni aus nordrhein-westfälisch geförderten Berufsqualifizierungsprojekten konnte sich Staatssekretär Wiermer über die Erfahrungen der jungen Menschen informieren. Die Berichte der Hochschulgraduierten und Berufseinsteiger zeigten anschaulich, wie die Praktikums- und Trainingsangebote, die Nordrhein-Westfalen anbietet, die Berufschancen junger Menschen verbessern. Die Projekte werden mit Mitteln der nordrhein-westfälischen Landesregierung von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem World University Service (WUS e.V.) in Nordmazedonien und Kosovo durchgeführt.
In der Republik Kosovo fanden Gespräche mit Mitgliedern der geschäftsführenden Regierung, wie dem Außenminister Glauk Konjufca und der Handels- und Innovationsministerin Mimoza Kusari-Lila, sowie mit Oppositionsvertretern statt. Mit seinem Besuch in der „German Town“ des KFOR-Camps Bondsteel betonte Staatssekretär Wiermer die wichtige Funktion, die deutsche Soldatinnen und Soldaten – auch aus Nordrhein-Westfalen – als Teil der KFOR für die Sicherheit in Kosovo und die Stabilität in Europa ausüben. Der seit 1999 laufende Auslandseinsatz der Bundeswehr wird in Kosovo von der Bevölkerung sehr geschätzt und trägt zum hohen Ansehen Deutschlands vor Ort bei.
Staatssekretär Wiermer überreichte in Ferizaj zudem einen nordrhein-westfälischen Förder-Scheck von Engagement-Global an den Bielefelder Verein „Green Connection“, der gemeinsam mit den Partnern in Kosovo Musik- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche vor Ort entwickelt. Gespräche mit Unternehmensvertretern aus Nordrhein-Westfalen, die in der Region aktiv sind, mit der deutschen Außenhandelskammer und Wirtschaftsverbänden rundeten den Austausch in beiden Ländern ab.
Am letzten Tag seiner Reise besuchte der Staatssekretär Zagreb. In der kroatischen Hauptstadt traf Staatssekretär Wiermer den Außenminister Gordan Grlić Radman sowie weitere Regierungsvertreter. Darüber hinaus wurde er vom Präsidenten und weiteren Vertretern der Handelskammer empfangen und konnte sich ein Bild von der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung Kroatiens machen. In weiteren Gesprächen standen die hohe Zustimmung zur Europäischen Union in Kroatien und die kroatische Perspektive auf die Beitrittskandidaten der Westbalkanländer im Vordergrund.
Kontakt
Pressekontakt
Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen
| Telefon: | 0211 / 837-1134 |
|---|---|
| E-Mail: | presse [at] stk.nrw.de |