Sommertour 2025: Ministerpräsident Wüst unterwegs im Ruhrgebiet

Besuch der Gesamtschule Bochum-Mitte, der BRYCK Start-Up Factory in Essen, bei Friedensdorf International e.V. in Oberhausen und des Stadtentwicklungsgebiets Schalke-Nord in Gelsenkirchen

27. August 2025
Besuch Stadtentwicklungsgebiet Schalke-Nord in Gelsenkirchen

In Gesprächen und Begegnungen vor Ort verschafft er sich einen Eindruck von der Arbeit einer Hilfsorganisation, besucht er eine Schule in herausfordernder Lage am ersten Schultag nach den Sommerferien, informiert sich über den aktuellen Stand der Gründungs- und Innovationsbranche in Nordrhein-Westfalen und macht sich in Gelsenkirchen ein Bild von einer Vorreiterkommune, die neue Wege in der Stadtentwicklung geht.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Am Mittwoch, 27. August 2025, nimmt Ministerpräsident Hendrik Wüst im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour eine Reihe von Terminen im Ruhrgebiet wahr. In Gesprächen und Begegnungen vor Ort verschafft er sich einen Eindruck von der Arbeit einer Hilfsorganisation, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland bringt. Darüber hinaus besucht er eine Schule in herausfordernder Lage am ersten Schultag nach den Sommerferien, informiert sich über den aktuellen Stand der Gründungs- und Innovationsbranche in Nordrhein-Westfalen und macht sich in Gelsenkirchen ein Bild von einer Vorreiterkommune, die neue Wege in der Stadtentwicklung geht.

Besuch bei Friedensdorf International e.V. in Oberhausen

Friedensdorf International e. V. ist eine in Oberhausen und Dinslaken ansässige Hilfsorganisation, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland bringt und nach Abschluss der Therapie zu ihren Familien zurückführt. Die betreuten Kinder stammen hauptsächlich aus Afghanistan, Angola, Gambia, Tadschikistan, Usbekistan, Kirgistan und dem Irak. Neben dieser Einzelfallhilfe engagiert sich der Verein durch nachhaltige Projekte zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in verschiedenen Ländern sowie durch friedenspädagogische Arbeit zur Förderung des sozialen Bewusstseins.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Das Friedensdorf International zeigt seit Jahrzehnten, was Menschlichkeit in der Praxis bedeutet. Kinder, die in Kriegs- und Krisengebieten keine Chance auf medizinische Hilfe hätten, erhalten hier in Nordrhein-Westfalen überlebensnotwendige Therapien und Behandlungen. Zugleich geht die Arbeit weit über die unmittelbare Hilfe hinaus: Mit Projekten in den Herkunftsländern wird die medizinische Versorgung nachhaltig verbessert. Mit friedenspädagogischen Angeboten hier bei uns in Deutschland trägt das Friedensdorf dazu bei, Leid ganz akut zu lindern, aber zudem auch langfristig zu verringern. Dieses oft ehrenamtliche Engagement ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was Hilfsbereitschaft und internationale Zusammenarbeit bewirken können. Und es zeigt: In Nordrhein-Westfalen werden Mitmenschlichkeit und globale Verantwortung täglich gelebt.“

Besuch der Gesamtschule Bochum-Mitte am ersten Schultag nach den Sommerferien

Mit dem Lehramtsstipendium Ruhr setzt sich die Landesregierung gemeinsam mit der RAG-Stiftung, der Wübben Stiftung Bildung sowie den drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr – Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund – dafür ein, junge Menschen frühzeitig für eine Tätigkeit an Schulen in sozial herausfordernder Lage zu gewinnen. Durch das dreijährige Stipendium werden Lehramtsstudierende an den Universitäten der Universitätsallianz Ruhr sowohl inhaltlich als auch praktisch auf eine spätere Tätigkeit an Schulen mit hohem Schulsozialindex im Ruhrgebiet vorbereitet. Sie werden schon während des Studiums als Lernhelferinnen und Lernhelfer eingesetzt und können so praktische Erfahrungen im Schulalltag sammeln. An der Gesamtschule Bochum-Mitte sind aktuell eine Stipendiatin sowie ein Stipendiat des Programms als Lernhelferin bzw. Lernhelfer eingesetzt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Bildung, Kinder und Jugendliche haben in Nordrhein-Westfalen oberste Priorität. Jedes Kind in Nordrhein-Westfalen soll die gleichen Chancen auf gute Bildung haben, ungeachtet seiner sozioökonomischen Startbedingungen. Mit dem Lehramtsstipendium Ruhr setzen wir uns gleichzeitig für die Zukunft unserer Kinder und die Qualität unserer Lehrkräfte ein. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sammeln früh wertvolle Praxiserfahrungen und entwickeln ein tiefes Verständnis für die besonderen Herausforderungen an Schulen im Ruhrgebiet. So entsteht nicht nur ein Gewinn für die Studierenden selbst, sondern auch eine direkte Stärkung der Schulen, die Tag für Tag Herausragendes leisten. So zeigen wir: Bildungsgerechtigkeit ist kein abstraktes Ziel, sondern etwas, das wir durch konkrete Programme Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen.“

Besuch BRYCK Startup Alliance am neuen Standort im Colosseum in Essen 

Das Ruhrgebiet ist eine der stärksten Industrie- und Wissenschaftsregionen Europas. Mit der BRYCK Startup Alliance, einem Zusammenschluss aus dem Innovations- und Gründungszentrum BRYCK, der TU Dortmund, der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum sowie der RAG-Stiftung und dem Initiativkreis Ruhr, soll das Ruhrgebiet nun zum führenden Innovationszentrum werden. Bis 2030 sollen durch die BRYCK Startup Alliance über 1.000 Ausgründungen und mehr als 200 skalierende Deep-Tech-Startups entstehen, zudem soll über eine Milliarde Euro Risikokapital für Startups generiert werden. Erst kürzlich wurde die BRYCK Startup Alliance als eine von zehn Start-up Factories in Deutschland ausgezeichnet.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen hat sich auf den Weg von der Kohle zur KI gemacht. Damit dieser Wandel gelingt, brauchen wir Innovation, Wachstum und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Genau dafür stehen Innovations-Hotspots wie die BRYCK Startup Alliance: Hier verbinden sich exzellente Gründungspotenziale aus der universitären Forschung mit marktwirtschaftlich geprägter, privater Start-up-Förderung. So stärken wir den Innovations- und Gründungsstandort Nordrhein-Westfalen, sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Region und schaffen neue Arbeitsplätze. Dass wir als einziges Land gleich zwei erfolgreiche und vom Bund geförderte Startup Factories an den Start bringen, unterstreicht eindrucksvoll: Nordrhein-Westfalen geht in der Gründerbranche voran.“

Besuch Stadtentwicklungsgebiet Schalke-Nord in Gelsenkirchen

Die Stadt Gelsenkirchen ist in Nordrhein-Westfalen eine Vorreiter-Kommune, wenn es darum geht, neue Wege bei der Stadtentwicklung zu gehen. Im Umfeld der Schule an der Kurt-Schumacher-Straße („Schalker Meile“) und der sanierten Glückauf-Kampfbahn hat die Stadt mehrere Problemimmobilien erworben, die teilweise schon abgerissen wurden. Die freiwerdenden Flächen sollen für eine städtebauliche Aufwertung des Quartiers genutzt werden – so soll neben einem bereits errichteten Anbau zur Erweiterung der Schule an der Kurt-Schumacher-Straße auch eine neue Turnhalle entstehen. Dies folgt der städtischen Gesamtstrategie, Problemimmobilien in belasteten Quartieren zurückzubauen und zugleich attraktive Wohnlagen gezielt aufzuwerten und dauerhaft zu stärken. Das Land unterstützt die Stadt im Rahmen der „Zukunftspartnerschaft Wohnen“ umfassend. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Gelsenkirchen zeigt, wie mutige Stadtentwicklung aussehen kann. Wo Problemimmobilien das Stadtbild belastet und Lebensqualität eingeschränkt haben, entsteht jetzt neuer Raum für Bildung, Bewegung und Begegnung. Mit Projekten wie der neuen Turnhalle an der Schalker Meile wird sichtbar, dass Stadtentwicklung mehr ist als Bauen – es geht darum, Quartiere aufzuwerten und den Menschen vor Ort neue Perspektiven zu eröffnen. Dass Gelsenkirchen hier vorangeht, hat Vorbildcharakter für viele andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Wer in die Qualität seiner Stadtteile investiert, investiert damit auch in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

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