Rückkehrprogramm: Sechs Spitzentalente in der Medizinforschung kommen nach Nordrhein-Westfalen

Exzellente Nachwuchsforscherinnen und -forscher werden mit bis zu 1,25 Millionen Euro gefördert – Ministerin Brandes: Rückkehrer erhöhen Forschungspower und Innovationskraft der Universitäten in Nordrhein-Westfalen

14. Juli 2022
PHB Forschung Biologie

Um innovative Lösungen für die großen Zukunftsfragen unserer Zeit zu entwickeln, braucht Nordrhein-Westfalen die besten wissenschaftlichen Köpfe.

Kultur und Wissenschaft

Um innovative Lösungen für die großen Zukunftsfragen unserer Zeit zu entwickeln, braucht Nordrhein-Westfalen die besten wissenschaftlichen Köpfe. Mit ihrem bundesweit einzigartigen Rückkehrprogramm sorgt die Landesregierung dafür, dass im Ausland tätige Spitzentalente zurück nach Deutschland kommen und an einer Universität in Nordrhein-Westfalen eine eigene Forschungsgruppe aufbauen können. In der neuen Runde des Rückkehrprogramms sind jetzt sechs aufstrebende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu verschiedenen medizinischen Themen forschen, ausgewählt worden. Das Land fördert sie über fünf Jahre jeweils mit bis zu 1,25 Millionen Euro.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes sagt: „Für neue Therapien gegen Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Corona brauchen wir exzellente Forscherinnen und Forscher, die neue Wege gehen. Genau hier setzen wir mit unserem Rückkehrprogramm an: Wir holen ambitionierte Nachwuchskräfte nach Nordrhein-Westfalen und bieten ihnen die Chance, ihre Forschung in einem leistungsstarken Umfeld voranzutreiben. Die Rückkehrer erhöhen die Innovationskraft der Universitäten in der Medizin in Nordrhein-Westfalen.“

Die sechs Spitzentalente sind:

  • Dr. Dr. Lukas Kunz (Columbia University, New York, USA)
  • Dr. Katharina Maria Scherer (University of Cambridge, Großbritannien)
  • Dr. Kai Markus Schneider (University of Pennsylvania, Philadelphia, USA)
  • Dr. Miriam Kutsch (Duke University, Durham, North Carolina, USA)
  • Dr. Yannic Bartsch (Ragon Institute of MGH, MIT and Harvard, Cambridge, USA)
  • Dr. Carolin Schneider (University of Pennsylvania, Philadelphia, USA)

Das Rückkehrprogramm gibt es in dieser Form nur in Nordrhein-Westfalen. 44 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen konnten seit 2007 nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren. Der Großteil von ihnen lehrt und forscht heute auf einer Professur an einer Universität in Nordrhein-Westfalen. Schon 2021 lag der Fokus des Programms auf der Medizinrelevanten Forschung, davor wurden unter anderem Talente aus dem Bereich Batterieforschung gefördert.

Die inzwischen 14. Auflage des Rückkehrprogramms richtete sich an Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Promotion mindestens zwei und höchstens sechs, im Fall eines Medizinstudiums längstens neun Jahre zurückliegt, die im Ausland forschen und zuvor ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatten. Die Nominierten treten nun mit einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl in konkrete Verhandlungen und werden voraussichtlich in den kommenden Monaten ihre Forschungstätigkeit aufnehmen.

Weitere Informationen unter www.rueckkehrprogramm.nrw.de

 

Anhang

 


Informationen zu den Nominierten:

 

Dr. Dr. Lukas Kunz ist aktuell an der Columbia University in New York in den USA tätig. Seine Forschung zu neuronalen Mechanismen von Orientierung und Erinnerung besitzt das Potenzial, zu wichtigen Fortschritten im Verständnis und der Therapie von Alzheimer beizutragen.

Dr. Katharina Maria Scherer forscht derzeit an der University of Cambridge in Großbritannien. Sie trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, Viren besser zu verstehen. Ihr Fokus liegt dabei auf Atemwegsviren, womit sie die Grundlage für die Therapie einer Vielzahl von weit verbreiteten Krankheiten wie zum Beispiel Covid-19 legt.

Dr. Dr. Kai Markus Schneider kommt von der University of Pennsylvania in Philadelphia in den USA. Er forscht an dem auch als „zweitem Gehirn“ bezeichneten Nervensystem des Darms. Dabei verfolgt er das Ziel, Mechanismen zu entschlüsseln, durch die Nerven- und Gliazellen im Darm entzündliche Prozesse und Tumorentstehung beeinflussen. Seine Forschung soll so zu neuartigen und vielversprechenden Therapien beitragen.

Dr. Miriam Kutsch ist aktuell an der Duke University in Durham, North Carolina, in den USA tätig. Sie legt mit ihrer Forschung die Grundlage für neue Therapieansätze im Bereich oft potenziell lebensbedrohlicher bakterieller Infektionen. Angesichts des wachsenden Problems der Antibiotikaresistenzen ein Thema, das in der Medizin immer akuter wird und wo Lösungen dringend benötigt werden.

Dr. Yannic Bartsch forscht aktuell am Ragon Institute of MGH, MIT and Harvard in Cambridge in den USA. Er verfolgt das Ziel, zu einem besseren Verständnis von Antikörpern und somit zu innovativen therapeutischen Ansätzen und neuen Impfstrategien beizutragen. Ein mögliches Anwendungsfeld, das die Bedeutung der Forschung im Bereich der Infektionskrankheiten zudem unterstrichen hat, ist die Corona-Pandemie.

Dr. Carolin Schneider von der University of Pennsylvania in Philadelphia in den USA wird ihren Fokus auf ein besseres Verständnis und letztlich auf bessere Behandlungsmöglichkeiten der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung legen. Für diese häufigste Lebererkrankung der westlichen Welt, die den Nährboden für lebensbedrohliche Erkrankungen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs bildet, gibt es bislang kaum zugelassene Therapien.

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