Ministerpräsident Wüst unterwegs in der Region Aachen
Hochwasserschutz an der Erft, Start-up-Förderung im Rheinischen Revier, Stromspeicher der Zukunft und Mutter-Kind-Kuren im Naturpark Schwalm-Nette
In Gesprächen und Begegnungen vor Ort will er sich einen Eindruck von aktuellen Projekten und Herausforderungen machen, insbesondere in den Bereichen Hochwasserschutz, Innovationsförderung, Energiewirtschaft und Gesundheitsversorgung.
Am Dienstag, 19. August 2025, ist Ministerpräsident Hendrik Wüst in der Region Aachen unterwegs. In Gesprächen und Begegnungen vor Ort will er sich einen Eindruck von aktuellen Projekten und Herausforderungen machen, insbesondere in den Bereichen Hochwasserschutz, Innovationsförderung, Energiewirtschaft und Gesundheitsversorgung. Am Abend empfängt der Ministerpräsident ehrenamtlich Engagierte in Baesweiler.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen soll auch in Zukunft ein starkes und innovatives Industrieland bleiben. Das Rheinische Revier hat die Chance des Wandels erkannt und ergriffen: Es geht entschlossen den Weg von der Kohle zur KI und wandelt sich erfolgreich hin zu einer modernen Wissenschafts- und Wirtschaftsregion – mit einer überall greifbaren europäischen Ausrichtung. In der Hochschulstadt Aachen und der Umgebung entstehen neue Ideen, hier wird geforscht, entwickelt und mit Herzblut in die Praxis gebracht. Die Menschen hier in der Dreiländerregion sind offen für Neues und setzen sich ein für eine lebenswerte Heimat.“
Land baut Hochwasserschutz in Bad Münstereifel weiter aus
Zum Auftakt des Tages besucht Ministerpräsident Hendrik Wüst die Altstadt von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen. Bad Münstereifel wurde 2021 schwer von der Hochwasserkatastrophe getroffen, fünf Menschen verloren im Stadtgebiet ihr Leben. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian wird Ministerpräsident Wüst Orte besuchen, die an die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 erinnern. Zu diesen Orten zählt die Freitreppe an der Erft mit Flutfotos des Fotografen Joachim Rieger. Nach dem Rundgang übergibt Ministerpräsident Hendrik Wüst im Rathaus einen Förderbescheid der Landesregierung.
Das Land unterstützt die Stadtverwaltung bei Maßnahmen des präventiven Hochwasserschutzes mit rund 18,7 Millionen Euro. Vorgesehen sind insbesondere Maßnahmen an kleineren Gewässern, die in die Erft entwässern. Neue Rückhaltebecken, Schutzmauern und weitere Baumaßnahmen sollen künftig dazu beitragen, rund 350.000 Kubikmeter Wasser zurückzuhalten. Bad Münstereifel bringt seine Erfahrungen auch in den neuen „Pakt für Hochwasserschutz“ der Landesregierung mit Wasserverbänden und Kommunen ein.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Hochwasserkatastrophe vor vier Jahren hat viele Menschen in unserem Land hart getroffen, unvorstellbares Leid verursacht und ein fürchterliches Ausmaß der Zerstörung hinterlassen. Seitdem haben wir als Land rund 500 Projekte für einen besseren Hochwasserschutz gefördert und rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch in herausfordernden Zeiten für den Landeshaushalt setzen wir klare Schwerpunkte: Wir halten unsere Mittel für den Hochwasserschutz auch in diesem Jahr bei knapp 84 Millionen Euro – das sind fast 50 Prozent mehr als vor der Hochwasserkatastrophe.“
Ministerpräsident Wüst legt Grundstein für Brainergy Hub Jülich
Im Anschluss wird Ministerpräsident Hendrik Wüst den Grundstein für den Brainergy Hub im Jülicher Brainergy Park legen. Das Innovations- und Gründerzentrum entsteht als Holzhybridbau mit drei Etagen und einer Gebäudefläche von fast 10.000 Quadratmetern. Ab 2027 sollen im Brainergy Hub vor allem Start-ups, Gründungsinteressierte, Forschungseinrichtungen und Kleinunternehmen zusammenkommen.
Der Brainergy Park auf der Merscher Höhe ist ein interkommunaler Technologie- und Gewerbepark, der den Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier unterstützt. In dem Park sollen bis zu 4.000 Arbeitsplätze entstehen, insbesondere im Technologietransfer in den Bereichen Energie und Digitalisierung. Der Bund und das Land fördern den Brainergy Park im Zuge des Strukturwandels mit 98,8 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Bau des Brainergy Hubs als Zentralbau des Parks mit rund 67,5 Millionen Euro.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Grundstein, den wir heute legen, ist ein Aufbruchssignal – an die Region, an das Land, an die nächsten Generationen. Wir schaffen Raum für Innovation, für klimafreundliche Technologien und für nachhaltigen Wohlstand. Mit dem Brainergy Hub zeigen die Kommunen Jülich, Titz und Niederzier gemeinsam mit dem Kreis Düren wie erfolgreicher Strukturwandel gelingt.“
Voltfang eröffnet Europas größte Second-Life-Batteriefabrik
Das Unternehmen Voltfang, eine Ausgründung der RWTH Aachen, entwickelt und fertigt seit 2021 Batteriespeicher aus wiederverwendbaren und überproduzierten Elektroautobatterien. Dies ermöglicht einen nachhaltigen Einsatz in Gewerbe, Industrie und Netzanwendungen. Die stationären Speichersysteme können zum Beispiel mit Solaranlagen und Wärmepumpen verbunden werden und Strom bei Bedarf einspeisen. Neben sogenannten Second-Life-Batterien setzt Voltfang dabei auf ein eigenes intelligentes Energiemanagementsystem.
Gemeinsam mit Ministerpräsident Hendrik Wüst wird Voltfang seine neue, rund 6.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in Aachen eröffnen – die größte Second-Life-Batteriefabrik in Europa. Das Unternehmen will seine Produktionskapazitäten deutlich ausweiten und bis Ende 2026 weitere 250 Megawattstunden an Speicherkapazität in Europa bereitstellen. Die neue Produktionsanlage „Voltfang Future Fab“ steht im Technopark Aachen, dem ehemaligen Industriepark Rothe Erde.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Voltfang zeigt, wie nachhaltige Innovationen echte Impulse bringen und zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie beitragen. Mit der Eröffnung der größten Second-Life-Batteriefabrik Europas setzt Voltfang einen Meilenstein für ein zukunftsfähiges Energiesystem. Aus gebrauchten Batterien werden leistungsfähige Speichersysteme, die Versorgungssicherheit erhöhen und kritische Abhängigkeiten von globalen Lieferketten verringern. Solche Innovationen stärken den Strukturwandel im Rheinischen Revier und schaffen neue Perspektiven für die Region.“
Mutter-Kind-Kuren im Haus WaldQuelle
In Wegberg-Dalheim besucht der Ministerpräsident die Evangelische Mutter-Kind-Klinik Haus WaldQuelle. Die Einrichtung bietet seit 1952 qualifizierte Vorsorge- und Reha‑Kuren speziell für Mütter mit Kindern in belastenden Lebenslagen. Im Fokus stehen ganzheitliche Unterstützung, psychosoziale Begleitung und individuelle Therapieangebote in naturnaher Umgebung. Haus WaldQuelle ist eine vom Müttergenesungswerk anerkannte Mutter-Kind-Klinik für Prävention und Rehabilitation. Träger der Einrichtung ist der Evangelische Verein für Müttergenesung in Mönchengladbach.
Haus WaldQuelle liegt im Naturpark Maas‑Schwalm‑Nette nahe der niederländischen Grenze und bietet ein weitläufiges, ruhiges Gelände mit Sauna, Schwimmbad, Kinderhaus und vielfältigen Therapieangeboten. Das interdisziplinäre Team arbeitet nach einem diakonischen und ganzheitlichen Ansatz, um Frauen und Kinder zu stärken und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
„Das Haus WaldQuelle leistet mit seinen Mutter-Kind-Kuren einen großen Beitrag für Familien in unserem Land. Hier finden Mütter und ihre Kinder nicht nur medizinische und therapeutische Unterstützung, sondern auch neue Kraft und Zuversicht für ihren Alltag. Die Arbeit der vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus WaldQuelle zeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, um Familien in herausfordernden Lebenssituationen zu stärken. Wer Müttern und Kindern hilft, investiert in eine gesunde, starke Zukunft unseres Landes“, so Ministerpräsident Wüst.
Ehrenamtsabend in Baesweiler
Am Abend hat Ministerpräsident Wüst ehrenamtlich engagierte Menschen aus der Region zu einem Empfang in Baesweiler eingeladen. Dort wird die Begegnung mit den Gästen und die Würdigung des Einsatzes für das Miteinander im Vordergrund stehen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ob im Sportverein, in der Jugendhilfe, in der Brauchtumspflege oder im Naturschutz: Ein Ehrenamt ist gelebte Verantwortung. Es steht für Zusammenhalt, für Gemeinschaft und für die Bereitschaft, sich einzubringen. Beim Ehrenamtsempfang stehen der persönliche Austausch und die Anerkennung für Menschen im Mittelpunkt, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen für ihre Mitmenschen einsetzen – im sozialen, kulturellen, sportlichen oder zivilgesellschaftlichen Bereich. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank für ihr Engagement.”
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