Ministerpräsident Wüst trifft König Willem-Alexander in Münster – Zeichen der Verbundenheit zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden

Besuch des Deutsch-Niederländischen Corps und des Hauses der Niederlande / Ministerpräsident Wüst: Binationale Zusammenarbeit Erfolgsmodell für Europa

25. September 2025
Gemeinsamer Besuch von König Willem-Alexander und Ministerpräsident Hendrik Wüst im Haus der Niederlande in Münster

Der Besuch unterstreicht die enge und traditionsreiche Verbundenheit zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Königreich der Niederlande.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Hendrik Wüst trifft am Donnerstag, 25. September 2025, seine Majestät König Willem-Alexander der Niederlande. Der Besuch unterstreicht die enge und traditionsreiche Verbundenheit zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Königreich der Niederlande. Beide Nachbarn sind nicht nur durch eine gemeinsame Grenze, sondern auch durch intensive wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen miteinander verbunden. 

Ministerpräsident Wüst und König Willem-Alexander besuchen in Münster zunächst das Haus der Niederlande, einen Zusammenschluss dreier Institute an der Universität Münster, die sich mit dem niederländischen Sprach- und Kulturraum beschäftigen. Im Anschluss besuchen sie gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das 1. Deutsch-Niederländische Corps in Münster. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen verbindet seit vielen Jahrzehnten eine besonders enge Freundschaft, die weit über die Grenzen unserer beiden Regionen hinaus Bedeutung hat. In einer Zeit großer Umbrüche und sicherheitspolitischer Herausforderungen kommt dieser Zusammenarbeit besondere Bedeutung zu. Gerade jetzt müssen wir als verlässliche Nachbarn und Freunde Seite an Seite stehen, um die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten. Das Haus der Niederlande und das 1. Deutsch-Niederländische Corps stehen beispielhaft für diese enge Verbindung: Das Haus schlägt seit Jahrzehnten Brücken in Wissenschaft, Kultur und Bildung, während das Corps in einzigartiger Weise zeigt, wie militärische Zusammenarbeit auf Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung beruht. Beide Institutionen machen seit 30 Jahren deutlich, dass die deutsch-niederländische Partnerschaft ein Erfolgsmodell für Europa ist. Unsere Freundschaft steht für die Überzeugung, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit nur dann dauerhaft gesichert werden können, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Nordrhein-Westfalen und die Niederlande zeigen Tag für Tag, dass enge Zusammenarbeit im Kleinen wie im Großen gelingt. “

Professor Dr. Jacco Pekelder, Direktor des universitären Zentrums für Niederlande-Studien (ZNS): „Der König und der Ministerpräsident würdigen mit dem Besuch den Erfolg des Hauses der Niederlande als einzigartiges Expertisezentrum und europäischen Begegnungsort im deutsch-niederländischen Grenzland. Sie ermutigen uns auch weiterhin, mit unseren Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Bewusstsein für Europa durch Lehre, Forschung und besondere Transferformate zu stärken. Damit wir als Nachbarn gemeinsam Wege finden, um die aktuellen weltweiten Herausforderungen positiv zu beeinflussen.”

Generalleutnant Peter Mirow, Kommandierender General des 1. Deutsch-Niederländischen Corps: „Der Besuch von König Willem-Alexander und Bundespräsident Steinmeier würdigt unser 30-jähriges Bestehen und unterstreicht die Kraft unserer Partnerschaft: Ehemalige Grenzen sind zu Brücken geworden – das 1. Deutsch-Niederländische Corps ist ein Symbol dafür, dass Sicherheit nicht allein, sondern nur gemeinsam erreicht werden kann.“

Besuchsprogramm

Am Vormittag besucht König Willem-Alexander gemeinsam mit Ministerpräsident Hendrik Wüst das Haus der Niederlande in Münster. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Einrichtung. Das ehemalige Krameramtshaus in Münster, erbaut 1589, diente über zwei Jahrhunderte der Kramergilde als Versammlungs- und Lagerhaus. Während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden residierten hier niederländische Gesandte, und im Kaminzimmer wurde 1648 der Friedensvertrag zwischen den Niederlanden und Spanien unterzeichnet. 1995 zog das Haus der Niederlande ein, eröffnet im Beisein von Kronprinz Willem-Alexander und Prinz Philippe. Heute beherbergt es universitäre Einrichtungen und dient als Ort für Forschung, kulturelle Veranstaltungen und deutsch-niederländischen Austausch. Bei einem Rundgang informiert sich der König über die heutige Rolle des Hauses, die Niederlande-Strategie der Universität Münster sowie über aktuelle Formate der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Anschließend treffen sich König Willem-Alexander, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Hendrik Wüst zu einem Gespräch auf Schloss Wilkinghege. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven der bilateralen Beziehungen sowie aktuelle europapolitische Themen.

Am Nachmittag informieren sich König Willem-Alexander, Bundespräsident Steinmeier und Ministerpräsident Wüst beim 1. Deutsch-Niederländischen Corps über die Arbeit dieses einzigartigen binationalen Militärverbands. Das 1. Deutsch-Niederländische Corps mit Sitz in Münster ist ein seit 1995 bestehendes multinationales Hauptquartier der Bundeswehr, das gemeinsam mit den Niederlanden betrieben wird. Es führt multinationale Einsätze von NATO oder EU, bei Bedarf auch streitkräfteübergreifend durch. Direkt unterstellt sind ihm zwei deutsch-niederländische Verbände, ein Fernmeldebataillon sowie ein Stabs- und Unterstützungsbataillon, ergänzt durch einen mobilen Gefechtsstand. In Münster dienen rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten, im Einsatzfall könnten bis zu 80.000 Kräfte unterstellt werden. Seit März 2025 führt Generalleutnant Peter Mirow das Corps.

Besuch des 1. Deutsch-Niederländischen Corps in Münster
  • Foto: Land NRW / Steffen Böttcher

Hintergrund Nordrhein-Westfalen und Niederlande

Die Niederlande sind für Nordrhein-Westfalen einer der wichtigsten internationalen Partner. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern belief sich im Jahr 2024 auf rund 60 Milliarden Euro; damit sind die Niederlande Nordrhein-Westfalens wichtigster Handelspartner weltweit. Darüber hinaus haben sich rund 4.100 Unternehmen aus den Niederlanden in Nordrhein-Westfalen niedergelassen – kein anderes Land ist hier mit mehr Unternehmen am Standort vertreten.

Für viele Menschen ist die Grenzregion mit einer Grenze von fast 400 Kilometern Länge längst zu einem gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum geworden. Rund 69.000 Niederländer leben in Nordrhein-Westfalen, was die Hälfte aller in Deutschland lebender Niederländer ausmacht. Außerdem verbinden 55 Städtepartnerschaften die beiden Länder miteinander. 

Der Besuch von König Willem-Alexander ist der inzwischen vierte offizielle Besuch des Königs in Nordrhein-Westfalen seit seiner Amtsübernahme – zuletzt hat er gemeinsam mit Ministerpräsident Wüst 2023 Termine in Duisburg wahrgenommen.

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