Ministerpräsident Hendrik Wüst empfängt den belgischen Botschafter Geert Muylle

1. März 2022
Ministerpräsident Wüst empfängt den belgischen Botschafter Geert Muylle 01.03.2022

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Botschafter des Königreichs Belgien, Geert Muylle, zu seinem Antrittsbesuch im Landeshaus in Düsseldorf empfangen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Dienstag, 1. März 2022, den Botschafter des Königreichs Belgien, Geert Muylle, zu seinem Antrittsbesuch im Landeshaus in Düsseldorf empfangen. Im Rahmen des Treffens tauschten sich der Ministerpräsident und der belgische Botschafter zu der aktuellen Situation in der Ukraine sowie den vielfältigen bilateralen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Belgien aus. Dabei ging es insbesondere um die künftige Stärkung der gemeinsamen Vorhaben in den Bereichen Mobilität und Forschung sowie um die Zukunft und Sicherheit der europäischen Energieversorgung.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Gerade in diesen für Europa schweren Zeiten sind enge und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Nachbarn umso bedeutender. Wir stehen als Europa geschlossen zusammen gegen Angriffe auf unsere demokratische Friedensordnung. Umso wichtiger ist der heutige Austausch mit Belgien auch über die Zukunft und Stabilität der europäischen Energieversorgung. Wir dürfen nicht länger einseitig abhängig sein. Dafür benötigt es eine gemeinsame Strategie und starke Partner.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst war Anfang Februar bei seiner ersten Auslandsreise als Ministerpräsident zu Gesprächen in Belgien, unter anderem mit Premierminister Alexander De Croo sowie mit seinen Amtskollegen aus den belgischen Regionen Jan Jambon, Ministerpräsident von Flandern, und Elio Di Rupo, Ministerpräsident der Wallonie. Bei den Gesprächen spielten die Zusammenarbeit bei der Pandemiebekämpfung und bei den Folgen der Hochwasserkatastrophe, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Wissenschaft eine bedeutende Rolle. Zudem gehen beide Länder aktiv die Transformation der energieintensiven Industrie und das Erreichen der europäischen Klimaschutzziele bis 2030 an.

Der Ministerpräsident dazu: „Beide Länder sind geprägt von einer starken Industrie, die mit Blick auf die Versöhnung von Klima und Industrie vor vergleichbaren Aufgaben steht. Eines unserer gemeinsamen Ziele ist deshalb eine stärkere Nutzung von Wasserstoff im Mobilitäts- und Transportsektor. Auch im Bereich grenzüberschreitende Mobilität wollen wir durch die Realisierung der Schienenverbindung „3RX“ zwischen Antwerpen und der Metropolregion Rhein-Ruhr weiterhin eng zusammenarbeiten. Wir werden weitere Anstrengungen unternehmen, Innovation und Wissen länderübergreifend zu teilen, um eine eigenständige, stabile und sichere Energieversorgung zu gewährleisten.“

 Hintergrund Nordrhein-Westfalen-Belgien

Das Königreich Belgien ist ein Föderalstaat, der sich aus drei Regionen und drei Gemeinschaften zusammensetzt. Offizielle Sprachen sind Niederländisch, Französisch und Deutsch. Nordrhein-Westfalen und Belgien verbindet mehr als nur die geographische Nähe und sprachliche Verbundenheit. In Nordrhein-Westfalen leben aktuell 12.200 Belgierinnen und Belgier. Hinzu kommen rund 6.000 Grenzpendlerinnen und Grenzpendler. Zudem haben sich über 1.000 belgische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen niedergelassen und profitieren vom gemeinsamen Wirtschaftsraum. Auch 34 Städtepartnerschaften zwischen Nordrhein-Westfalen und Belgien zeugen von der engen Kooperation mit dem europäischen Nachbarn.

Wirtschaftlich gesehen war Deutschland 2020 Belgiens wichtigster Handelspartner (Belgien auf Rang 10 für Deutschland). 25 Prozent des deutsch-belgischen Handelsvolumens entfällt auf den Handel zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen (insbesondere chemische Erzeugnisse, Metalle, Maschinen und Kraftwagen/Kleinteile).

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