Ministerin Schulze trifft Forscherteam des Deutschen Kinderschmerzzentrums in Datteln

Hunderttausende Kinder und Jugendliche leiden an chronischen Schmerzen

05. August 2015
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Chronische Schmerzen beeinträchtigen den Alltag von rund 350.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat jetzt das Deutsche Kinderschmerzzentrum (DKSZ) und das Kinderpalliativzentrum (KPZ) in Datteln besucht. Die Einrichtungen der Vestischen Kinder- und Jugendklinik nehmen in den Bereichen Therapie und Forschung international eine Vorreiterrolle ein.

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Chronische Schmerzen beeinträchtigen den Alltag von rund 350.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat jetzt das Deutsche Kinderschmerzzentrum (DKSZ) und das Kinderpalliativzentrum (KPZ) in Datteln besucht. Die Einrichtungen der Vestischen Kinder- und Jugendklinik nehmen in den Bereichen Therapie und Forschung international eine Vorreiterrolle ein. Der Leiter, Prof. Dr. Boris Zernikow, hat den europaweit ersten Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung an der Universität Witten/Herdecke inne.
 
Für die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien ist das DKSZ eine wichtige Anlaufstelle. Jährlich werden hier 1.200 junge Patientinnen und Patienten mit schweren chronischen Schmerzen ganzheitlich behandelt. Die Medizinerinnen und Mediziner arbeiten dabei eng mit der Forschungsabteilung zusammen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden direkt in der Praxis angewendet, Erfahrungen aus der Patientenversorgung in der Forschung aufgegriffen.
 
Vor Ort informierte sich die Ministerin über aktuelle Forschungsprojekte. Neben Studien über Ursachen, Symptome, Messmethoden oder die Wirksamkeit von Medikamenten werden auch Untersuchungen im Bereich der Versorgungsforschung und Evaluationsprojekte durchgeführt. „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist der Landesregierung ein großes Anliegen. Wir müssen daran arbeiten, dass jungen Menschen mit chronischen Schmerzen bestmöglich geholfen wird“, sagte die Ministerin. „Dafür brauchen wir neue Erkenntnisse aus der Forschung. Das Spezialwissen, das hier in Datteln entsteht, wird die Behandlung junger Schmerzpatientinnen und -patienten weltweit voranbringen.“
 
Das stationäre Therapiekonzept des DKSZ wurde bereits evaluiert. Die Studie belegt die Wirksamkeit: Ein Jahr nach der Therapie sind 65 Prozent der Kinder und Jugendlichen geheilt.
 
Die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln beteiligt sich auch an der NIKI-Studie, die chronische Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter untersucht. Das Wissenschaftsministerium fördert die Pilotstudie im Ruhrgebiet mit 1,5 Millionen Euro.
 

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