Konzept für Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr optimiert – Weltrekord mit 17,6 Millionen Tickets

28. August 2026
Ein Schwimmer unter Wasser mit den Olympischen Ringen

Die Bewerbung KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 kann das größte Ticketkontingent anbieten, das es jemals bei Olympischen und Paralympischen Spielen gab. Das zeigen neue Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Neue Berechnungen des DOSB zeigen: KölnRheinRuhr kann 3,6 Millionen Tickets zusätzlich anbieten und 96 Prozent im Olympischen und Paralympischen Dorf / Athletes Performance Center optimieren Konzept / Ministerpräsident Wüst: KölnRheinRuhr wären die größten Spiele aller Zeiten, noch mehr Menschen in den Stadien, noch mehr Familien auf den Tribünen und noch mehr bezahlbare Tickets

Die Bewerbung KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 kann das größte Ticketkontingent anbieten, das es jemals bei Olympischen und Paralympischen Spielen gab. Das zeigen neue Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der für das Bewerbungsverfahren um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland und die fachliche Bewertung der Konzepte der drei Bewerber verantwortlich ist. Auf Grundlage des Sportstättenkonzepts und der finalen Anpassungen im Konzept kommt KölnRheinRuhr aktuell zu dem Ergebnis von 17,6 Millionen Tickets. Das entspricht einer Steigerung des Ticketpotenzials von noch mal 3,6 Millionen Tickets. Für die Spiele in Los Angeles werden aktuell 14 Millionen verfügbare Tickets geplant, bei den Spielen in Paris konnten 12,8 Millionen Tickets angeboten werden. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „KölnRheinRuhr bietet die größte Bühne für den größten Moment der Athletinnen und Athleten. Nach den aktuellen Berechnungen des DOSB zu den aktualisierten Bewerbungskonzepten steht fest: Mit KölnRheinRuhr wären es die größten Spiele aller Zeiten. 17,6 Millionen Tickets – das sind rund dreieinhalb Millionen Tickets mehr als in den ersten Planungen und so viele wie bei keinen Olympischen und Paralympischen Spielen zuvor. Das ist Weltrekord! Das schafft kein anderer Bewerber, auch international nicht. Damit liegt KölnRheinRuhr auch weit vor Paris 2024, Los Angeles 2028 oder London 2012. Das bedeutet: noch mehr Menschen in den Stadien, noch mehr Familien auf den Tribünen und noch mehr bezahlbare Tickets. Nach aktuellem Stand können wir damit auch 10 Prozent Tickets zu günstigen Preisen anbieten, die sich speziell an junge Menschen, Familien und ehrenamtlich Engagierte richten. Möglich macht das unser einzigartiges Bewerbungskonzept: viele große und spektakuläre Sportstätten im direkten Umkreis, die zu 100 Prozent bestehen oder temporär errichtet werden. Schwimmen auf Schalke vor 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern, das Fußballfinale vor 70.000 Fans im Dortmunder Stadion, die Finalspiele in Handball, Basketball und Volleyball vor 50.000 Menschen in Düsseldorf – solche Kulissen hat Olympia in dieser Form noch nie erlebt. Wir schaffen die größten, nachhaltigsten Spiele der Geschichte, ohne dafür neue Stadien zu bauen.

Genau solche Spiele wünscht sich das IOC von den künftigen Gastgebern: Mutige, klare Entscheidungen für neue, kompakte und nachhaltige Spiele. Genau das ist unser Weg: Wir reduzieren Kosten und Komplexität und bieten den Athletinnen und Athleten trotzdem die größte Bühne und das größte Olympische und Paralympische Sportfest, das je stattgefunden hat. Die erstmals im Juni von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry vorgestellte Vision von Spielen, die allen Menschen als Zukunftsprojekt dienen sollen, denken wir bei KölnRheinRuhr schon immer mit. Für mich ist klar: Wer die Kriterien des IOC für die künftige Vergabe von Olympischen und Paralympischen Spielen zum Maßstab nimmt, für den führt an KölnRheinRuhr kein Weg vorbei.“

Unter die Optimierungen am Konzept KölnRheinRuhr fällt auch die Erhöhung der Anzahl der Athletinnen und Athleten im zentralen Olympischen und Paralympischen Dorf in Köln-Kreuzfeld. Nach den aktuellen Berechnungen können dort über 96 Prozent der Athletinnen und Athleten über die gesamte Dauer der Spiele untergebracht werden. Möglich machen das die zielgerichteten Anpassungen der vorgesehenen Sportstätten an die finalisierten Planungen.

Damit wird KölnRheinRuhr seinem Anspruch als kompakteste Spiele erneut gerecht, mit einem besonderen Fokus auf die Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten. Das bedeutet auch kurze Wege und optimale Bedingungen für Wettkampfvorbereitung und Regeneration. Athletinnen und Athleten benötigen aktuell nur durchschnittlich 34,16 Minuten bei Olympischen Spielen, bei Paralympischen Spielen sogar nur 31,30 Minuten, um ihre Wettkampfstätten zu erreichen. Mit KölnRheinRuhr werden optimale Bedingungen geboten. 

Optimiertes Bewerbungskonzept

Nach den historisch erfolgreichen Ratsbürgerentscheiden am 19. April 2026, bei denen 66 Prozent der Menschen in KölnRheinRuhr für die Spiele gestimmt haben, wurden zur weiteren Planung Gespräche mit der Leading City Köln und den beteiligten Kommunen, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden geführt. Rund 1,4 Millionen Menschen haben abgestimmt – so viele wie noch nie in der olympischen Geschichte. Das Ergebnis dieser engen Abstimmungen waren Anpassungen sowie konkretere Detailplanungen, die das Bewerbungskonzept noch einmal optimieren. Grundlage für die Neuberechnung des DOSB zu den erhöhten Ticketzahlen sind dabei die Konkretisierungen im Sportstättenkonzept sowie die finale Planung der jeweiligen Spielstätten in den eingereichten Unterlagen. Das Sportstättenkonzept für KölnRheinRuhr wurde nach Gesprächen mit den Sportfachverbänden an zentralen Punkten weiter optimiert. Einige Beispiele hierfür sind: 

Für die Sportarten Wasserball und Boxen sind größere Austragungsorte vorgesehen, die den erweiterten Anforderungen der Athletinnen und Athleten noch gezielter gerecht werden und noch attraktivere Kulissen für die Zuschauerinnen und Zuschauer bieten. Die Wettbewerbe im Wasserball sollen am international erprobten Wasserball-Standort Duisburg im Landschaftspark Duisburg-Nord statt in Wuppertal stattfinden. Die Finalwettkämpfe im Boxen sind im Ruhrstadion in Bochum vor rund 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vorgesehen. Zudem werden alle Reitdisziplinen inklusive der Para Dressur im Aachener Reitstadion an der Soers vor 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauern angeboten. 

Alle Fußball-Finalspiele werden im Signal-Iduna Park in Dortmund vor 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden. Zudem werden alle Hockeyspiele mit deutscher Beteiligung sowie alle K.O.-Spiele, die Spiele um Platz 3 und die Finals in den Borussia-Park in Mönchengladbach mit einer Kapazität von 50.000 Plätzen verlegt. Die Spiele in den Teamsportarten konnten zudem ebenfalls konkretisiert werden, zum Beispiel mit über 30 Spielen in der Disziplin Volleyball in der Düsseldorf Merkur Spiel Arena. Eine Übersicht der einzelnen Sportstätten je Kommune finden Sie hier

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Unsere Stärken werden bundesweit diskutiert: Wir bieten die kompaktesten, nachhaltigsten und trotzdem spektakulärsten Olympischen und Paralympischen Spiele. Gleichzeitig die demokratischsten und inklusivsten Spiele. Über 96 Prozent der Athletinnen und Athleten wohnen im Olympischen Dorf, mittendrin und mit kurzen Wegen. Jeder paralympische Wettkampf findet in einer olympischen Sportstätte statt. Spiele für alle, das meinen wir wörtlich. Im Umkreis von 500 Kilometern leben 160 Millionen Menschen. Seit 2006 haben wir 45 internationale Mega-Events und allein in den letzten zehn Jahren mehr als 30 Welt- und Europameisterschaften auf höchstem Niveau ausgerichtet. Und als einzige Bewerberregion haben wir die Menschen in allen beteiligten Kommunen befragt – 66 Prozent haben mit historisch hoher Zustimmung klar Ja gesagt. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind weltoffen und lieben den Sport. Jetzt entscheidet der Sport. KölnRheinRuhr macht den Unterschied, um die Spiele nach Deutschland zu holen.“

Athletes Performance Center

Ministerpräsident Hendrik Wüst stellte neben den neuen DOSB-Berechnungen zu den Ticketzahlen am Freitag, 28. August 2026 im Rahmen eines Besuchs beim Fußballverein FC Gelsenkirchen Schalke 04 e.V. vor dem Start in die Bundesliga-Saison zugleich weitere Optimierungen des Konzeptes vor. 

Für die Athletinnen und Athleten werden an ausgewählten Wettkampfstätten Athletes Performance Center eingerichtet. Diese Athletes Performance Center, etwa für die Schwimmerinnen und Schwimmer in Gelsenkirchen oder für die Reiterinnen und Reiter in Aachen, sind ergänzende Angebote im direkten Umfeld der jeweiligen Wettkampfstätten, die die Reisezeiten der Athletinnen und Athleten minimieren, eine verlässliche, pünktliche und möglichst stressfreie Anreise zu den Austragungsorten sicherstellen sowie optimale Voraussetzungen für Wettkampfvorbereitung und Regeneration schaffen. 

Die Athletes Performance Center bieten die gleichen Services wie das Olympische und Paralympische Dorf und ermöglichen eine auf die Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten abgestimmte Betreuung in ruhiger, leistungsfördernder Umgebung. Die dort angebotenen Leistungen orientieren sich konsequent an den Anforderungen der Sportlerinnen und Sportler und umfassen unter anderem Ruhe- und Übernachtungsmöglichkeiten, internationale Verpflegungsangebote, Räumlichkeiten für physiotherapeutische Anwendungen, Regenerationsangebote sowie Trainingsmöglichkeiten und Fitnessstudios. Darüber hinaus sind Gebetsräume sowie bedarfsgerechte Angebote zur Kinderbetreuung fester Bestandteil des Konzepts.

Wie im gesamten Konzept KölnRheinRuhr wird dabei auf 100 Prozent bestehende oder temporär ertüchtigte Infrastruktur zurückgegriffen. Die Anbindung der Athletes Performance Center an das Olympische und Paralympische Dorf erfolgt über das offizielle Shuttle-System der Spiele. Die Nutzung eines Athletes Performance Center als Übernachtungsstandort führt dabei ausdrücklich nicht zum Verlust des zugewiesenen Zimmers im Olympischen und Paralympischen Dorf. Die erste Wohnstätte bleibt damit weiterhin das Olympische und Paralympische Dorf. Von dort sind die Wettkampfstätten in unter 60 Minuten Fahrtzeit zu erreichen. Athletinnen und Athleten wird mit der Einrichtung der Athletes Performance Center vielmehr ergänzend die Möglichkeit eingeräumt, zeitlich flexibel zwischen Übernachtungen im Dorf und einem variablen Aufenthalt im Athletes Performance Center zu wählen, um ihre individuelle Wettkampfvorbereitung bestmöglich zu gestalten. KölnRheinRuhr bleibt damit bei seinem Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele und bietet Athletinnen und Athleten die besten Bedingungen. 

IOC-Mitglied, Olympiasiegerin von 2008 sowie Teil der Bewerbung KölnRheinRuhr Britta Heidemann: „Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich genau: Für Athletinnen und Athleten zählen vor allem gute Bedingungen, kurze Wege und eine Atmosphäre, die den Sport in den Mittelpunkt stellt. Genau das bietet KölnRheinRuhr. Zielgenaue Vorbereitung ist notwendig, um beste Leistungen abrufen zu können.“

Zum Standort Gelsenkirchen

Gelsenkirchen nimmt im Bewerbungskonzept eine besondere Rolle ein: Unter anderem sollen hier die olympischen und paralympischen Schwimmwettbewerbe vor Rekordkulissen von bis zu 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden. Erweitert wird das Programm in Gelsenkirchen durch die Wettkämpfe im Wasserspringen und Synchronschwimmen, wodurch die Arena auf Schalke zu einem einzigartigen Aquatics-Hub umfunktioniert wird. Mit 74,2 Prozent Zustimmung beim Ratsbürgerentscheid im April dieses Jahres hatte die Stadt zudem gezeigt, wie groß der Rückhalt für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr ist. Gemeinsam mit den nordrhein-westfälischen Schwimm-Stars Anne Poleska, dreimalige Olympia-Teilnehmerin und Bronze-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, Maurice Wetekam, Bronze-Gewinner bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris sowie Nachwuchs Para Schwimmerin und Jugendeuropameisterin Mieke Leiße machte sich Ministerpräsident Wüst ein persönliches Bild von „Schwimmen auf Schalke“.

Weitere Informationen zur Bewerbung KölnRheinRuhr finden sie unter www.olympiabewerbung.nrw

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