KMK-Präsidentin Ministerin Löhrmann besucht mit Schülerinnen und Schülern Erinnerungsorte des Ersten Weltkrieges in Belgien

9. November 2014
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Die Schrecken des Ersten Weltkrieges nahmen vor 100 Jahren ihre Anfänge, enden sollten sie erst vier Jahre später – mit dem Niederlegen der Waffen am 11. November 1918. Aus Anlass des Jahrestages des Waffenstillstandes reiste die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann für zwei Tage nach Belgien, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Siegener Peter-Paul-Rubens Gymnasiums der Opfer und des Endes des Ersten Weltkrieges zu gedenken.

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Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die Schrecken des Ersten Weltkrieges nahmen vor 100 Jahren ihre Anfänge, enden sollten sie erst vier Jahre später – mit dem Niederlegen der Waffen am 11. November 1918. Aus Anlass des Jahrestages des Waffenstillstandes reist die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann für zwei Tage nach Belgien, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Siegener Peter-Paul-Rubens Gymnasiums der Opfer und des Endes des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Ministerin Löhrmann: „Orte des Erinnerns führen uns vor Augen, dass Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung keine Naturgesetze sind, sondern immer wieder erarbeitet und manchmal auch verteidigt werden müssen. Die zahlreichen Kriegsgräberstätten und Denkmäler in Belgien bergen die traurige Geschichte des Ersten Weltkrieges in sich – wo, wenn nicht hier, kann die Geschichte des Ersten Weltkrieges bewusst und erfahrbar werden?“

Im Rahmen einer zweitägigen Reise wird KMK-Präsidentin Ministerin Löhrmann gemeinsam mit der stellvertretenden KMK-Generalsekretärin Heidi Weidenbach-Mattar eine Gruppe Oberstufenschülerinnen und -schülern des Siegener Peter-Paul-Rubens Gymnasiums begleiten. Am Montag, den 10. November 2014, ist nach der Besichtigung des Schüt-zengrabens „Dodengang“ in Diksmuide und dem Besuch des Soldatenfriedhofs Vladslo in Ypern eine Kranzniederlegung am Menen-Tor vorgesehen. Das Menen-Tor gehört zu den insgesamt vier britischen Ehrenmalen in Flandern, die an die Toten des British Empire erinnern, deren Gräber nicht gefunden wurden. Seit 1928 wird allabendlich um 20 Uhr vor dem Menen-Tor die „Last Post“, das britische Totensignal, geblasen.

Der 11. November ist in Belgien, Frankreich, Großbritannien, den USA und den Ländern des Commonwealth nationaler Feiertag zum Geden-ken an das Ende des Ersten Weltkrieges. An diesem Tag wird KMK-Präsidentin Ministerin Löhrmann in Ypern am Gottesdienst in der St. Martins Kathedrale sowie auf Einladung der deutschen Botschaft in Belgien an der zentralen Zeremonie am Menen-Tor und am Empfang im Rathaus teilnehmen. Anschließend besucht die Präsidentin gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den französischen Soldatenfriedhof „Cimetière Saint-Charles-de-Potyze“ in Ypern, den englischen Soldatenfriedhof „Tyne Cot Cemetery“ in Zonnebeke sowie den deutschen Soldatenfriedhof „Langemark“ in Poelkapelle. Auf letzterem wird mit einer Kranzniederlegungszeremonie die Reise beschlossen.

KMK-Präsidentin und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann tritt die Reise nach Belgien bereits zum zweiten Mal an, auch im letzten Jahr besuchte sie mit Schülerinnen und Schülern die Erinnerungsorte des Ersten Weltkrieges in Ypern und Umgebung. „Die Erinnerungskultur in unseren Schulen liegt mir auch persönlich sehr am Herzen. Und meine Reisen mit den Jugendlichen nach Auschwitz oder Ypern zeigen mir immer wieder, wie wertvoll die Erfahrungen für alle Beteiligten sind“, so Löhrmann. „Eine lebendige Demokratie braucht die reflektierten Erfahrungen der Vergangenheit, um die Gegenwart zu gestalten und sich für die Zukunft zu öffnen. Darum ist historisch-politische Bildung in Form des Erinnerns so wichtig. Und auch der heutige 9. November gibt uns gleich vielfachen Anlass innezuhalten: Die Ausrufung der Republik im Jahr 1918, der Hitler-Ludendorf-Putsch 1923, die Pogromnacht von 1938 und der Mauerfall vor 25 Jahren sind Ereignisse deutscher Geschichte, aus denen wir durch unser Gedenken immer wieder aufs Neue lernen können – dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte nicht selbstverständlich sind, und dass es an uns liegt, diese zu bewahren und zu verteidigen.“

Weitere Informationen: www.schulministerium.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

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