Justiz der Zukunft gemeinsam gestalten: Minister Limbach zieht positive Bilanz des Projekts Zukunftswerkstatt Justiz Nordrhein-Westfalen
Wie kann die Justiz auch in zehn bis 15 Jahren leistungsfähig, modern und attraktiv bleiben? Gemeinsam mit den Beschäftigten ist das Ministerium der Justiz im Rahmen des Projekts Zukunftswerkstatt Justiz Nordrhein-Westfalen diese grundlegende Frage angegangen.
Wie kann die Justiz auch in zehn bis 15 Jahren leistungsfähig, modern und attraktiv bleiben? Gemeinsam mit den Beschäftigten ist das Ministerium der Justiz im Rahmen des Projekts Zukunftswerkstatt Justiz Nordrhein-Westfalen diese grundlegende Frage angegangen. Bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag, 9. Juli 2026, an der Ruhr-Universität Bochum hat das Ministerium nun die Ergebnisse dieses breiten Beteiligungsprozesses vorgestellt und erste Maßnahmen zur Umsetzung präsentiert.
„Eine starke Justiz lebt von den Menschen, die sie täglich tragen. Deshalb war es uns wichtig, die Erfahrungen und Ideen der Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Justiz in die Weiterentwicklung einzubeziehen“, sagte Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach.
Das Projekt Zukunftswerkstatt wurde von Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner ins Leben gerufen, um die Zukunftsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Justiz langfristig sicherzustellen. Dabei setzte das Ministerium auf einen nachhaltigen Beteiligungsprozess, der alle Bereiche der Justiz eingebunden hat. Zunächst entwickelten mehr als 100 Beschäftigte aus Gerichten, Staatsanwaltschaften und dem Justizvollzug in einem World Café die zentralen Zukunftsthemen. Anschließend erarbeiteten sieben berufsgruppenübergreifend besetzte Arbeitsgruppen über einen Zeitraum von knapp einem Jahr konkrete Handlungsempfehlungen. Diese umfassen Strategien zu den Bereichen digitale Justiz, Bürgerorientierung, Strukturen und Organisationsabläufe, Nachwuchsgewinnung, Arbeitskonzepte zu Zeit und Ort, Kultur der Wertschätzung sowie Personalentwicklung und Beurteilungswesen.
Das Ministerium der Justiz hat die umfassenden Abschlussberichte intensiv ausgewertet. Zahlreiche Vorschläge sind bereits in die Arbeit der Fachabteilungen eingeflossen oder befinden sich in der Umsetzung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 9. Juli 2026 standen nun insbesondere diese angestoßenen Maßnahmen. Hierzu zählen unter anderem moderne Formen der Nachwuchsgewinnung über Instagram, ein strukturiertes On-Boarding-Konzept, eine neue Servicehotline im Nachlassbereich sowie der digitale Justizvollzug, die deutsche Beweismittelcloud und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugleich die Gelegenheit, sich mit den Fachabteilungen des Ministeriums über den Stand der Umsetzung auszutauschen und weitere Anregungen einzubringen. Damit wurde der konstruktive Dialog fortgesetzt, der den gesamten Prozess der Zukunftswerkstatt von Beginn an ausgezeichnet hat.
„Die Zukunftswerkstatt ist Ausdruck unseres Anspruchs, die Justiz gemeinsam mit allen Beschäftigten auf Augenhöhe kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betonte Minister Limbach. Besonderen Dank sprach er allen Beschäftigten aus, die sich in den vergangenen zwei Jahren mit großem Engagement in das Projekt eingebracht haben: „Die Justiz wird in den kommenden Jahren die Früchte Ihrer Arbeit tragen. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“