Armin Laschet: „Bildung in Europa in den Mittelpunkt rücken“

Deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter trifft französischen Bildungsminister und die französische Kulturministerin zum Gespräch

18. Oktober 2021
PHB Flagge Frankreich Deutschland

Der Ministerpräsident und Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit Armin Laschet reist zu bilateralen Gesprächen nach Paris.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Der Ministerpräsident und Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit Armin Laschet reist am Montag, 18. Oktober 2021, zu bilateralen Gesprächen nach Paris. Dort trifft er den französischen Minister für Bildung, Jugend und Sport Jean-Michel Blanquer sowie die französische Ministerin für Kultur Roselyne Bachelot.
 
Ministerpräsident Armin Laschet bekräftigt vor dem Gespräch mit Bildungsminister Blanquer den Fokus, die deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Bildung weiter deutlich zu vertiefen: „Wir müssen in Europa Bildung auf allen Ebenen sowie Forschung, Wissenschaft und Technologie in den Mittelpunkt rücken – das ist das wichtigste Gut in unserer Zeit. Das ist nicht immer einfach, wir haben in Europa sehr unterschiedliche Systeme. Doch angesichts der vor uns liegenden Herausforderungen muss Europa handeln und den Bildungsbereich nachhaltig stärken. In der deutsch-französischen Zusammenarbeit weiß ich da Minister Blanquer fest an meiner Seite: Wir intensivieren die Abstimmung im Bildungsbereich, die beiden Länder inspirieren sich gegenseitig: Deutschland etwa überzeugt mit Erfolgen in der Beruflichen Bildung und der Dualen Bildung. Wir wollen außerdem erreichen, dass wieder mehr junge Menschen in unseren Ländern die Sprache des Partners erlernen und entwickeln dafür derzeit eine gemeinsame Strategie.“ Zudem zieht Laschet mit Blanquer Resümee über die gemeinsame sehr erfolgreiche Zusammenarbeit in deutsch-französischen Bildungsangelegenheiten.
Mit Kulturministerin Roselyne Bachelot will Laschet unter anderem über den Fortgang des Wiederaufbaus der Kathedrale Notre-Dame de Paris und die von ihm gesammelten Spenden „NRW für Notre Dame“ sprechen. Die Kathedrale war 2019 in großen Teilen einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen: „Notre-Dame ist ein Juwel der Gotik und ich bin überzeugt: Sie wird bald wieder in neuem Glanze erstrahlen. Dass wir mit fast 500.000 Euro, gespendet von Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland, die deutsch-französische Freundschaft sichtbar machen können, erfüllt mich als Kulturbevollmächtigter und Europäer mit Stolz und großer Freude. Hier stehen wir, Deutschland und Frankreich, Hand in Hand, main dans la main.“
 
Hintergrund: Zusammenarbeit Nordrhein-Westfalen mit Frankeich
 
Bei einem Großbrand am 15. und 16. April 2019 wurden große Teile des historischen Bauwerks der Kathedrale Notre-Dame de Paris zerstört, besonders der Dachstuhl ist betroffen. Schon am Tag nach der Brandkatastrophe riefen der deutsch-französische Kulturbevollmächtigte Ministerpräsident Armin Laschet und die Präsidentin der deutschen UNESCO-Kommission eine Spendenaktion „NRW für Notre-Dame“ ins Leben. Dabei kamen knapp 500.000 Euro zusammen, die nun in den Wiederaufbau fließen sollen. Ein Teil der Unterstützung soll neben der Restaurierung der Obergadenfenster in ganz konkrete deutsch-französische Zusammenarbeit bei den Handwerksarbeiten münden.
 
Als Deutsch-Französischer Kulturbevollmächtigter vertritt Armin Laschet die Interessen des Bundes und der 16 deutschen Bundesländer in bildungspolitischen, kulturellen und Medienangelegenheiten gegenüber Frankreich. Die enge Zusammenarbeit Deutschlands und Frankreichs ist der Motor der europäischen Integration und geht auf den Élysée-Vertrag von 1963 zurück, an den der Vertrag von Aachen aus dem Jahr 2019 mit einem Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa anknüpft.
 
Darüber hinaus ist Frankreich Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa. Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Frankreich haben eine besondere Qualität: In Nordrhein-Westfalen leben rund 20.000 Französinnen und Franzosen. Zahlreiche Einrichtungen, Institute und Programme tragen zu einem intensiven Dialog und kulturellen Austausch bei. Im Rahmen einer Partnerschaft ist Nordrhein-Westfalen zudem seit vielen Jahren eng mit der französischen Region Hauts-de-France verbunden. Gemeinsam mit der polnischen Woiwodschaft Schlesien arbeiten Nordrhein-Westfalen und Hauts-de-France auch trilateral im Format des Regionalen Weimarer Dreiecks zusammen – die bilateralen Abkommen wurden erst kürzlich erneuert.
 
Zuletzt war Ministerpräsident Armin Laschet am 8. September 2021 zum bilateralen Gespräch mit Staatspräsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris.
 

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