Ministerpräsident Laschet reist nach Polen
1. Oktober 2018

Zur Stärkung der engen Partnerschaft: Ministerpräsident Laschet reist nach Polen

Nordrhein-Westfalen ist mit Polen wie mit kaum einem anderen europäischen Land verbunden: Zuwanderer aus Polen und ihre Familien haben das Ruhrgebiet stark geprägt, es besteht eine intensive wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie lebendige Kontakte auf allen Ebenen. Auch über 300 Städte- und Schulpartnerschaften sind Zeugnis davon. Um die enge Partnerschaft mit Polen weiter zu vertiefen, reist Ministerpräsident Armin Laschet am Montag, 1. Oktober 2018, für einen eintägigen Besuch in die Hauptstadt Warschau. Es ist Laschets erster Besuch als Ministerpräsident in Polen.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Nordrhein-Westfalen ist mit Polen wie mit kaum einem anderen europäischen Land verbunden: Zuwanderer aus Polen und ihre Familien haben das Ruhrgebiet stark geprägt, es besteht eine intensive wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie lebendige Kontakte auf allen Ebenen. Auch über 300 Städte- und Schulpartnerschaften sind Zeugnis davon. Um die enge Partnerschaft mit Polen weiter zu vertiefen, reist Ministerpräsident Armin Laschet am Montag, 1. Oktober 2018, für einen eintägigen Besuch in die Hauptstadt Warschau. Es ist Laschets erster Besuch als Ministerpräsident in Polen.
 
„Polen ist ein enger Partner und Freund. Die Zusammenarbeit ist für uns in Nordrhein-Westfalen, im Herzen Europas, essentiell, neben Politik und Wirtschaft auch in der Kultur und Zivilgesellschaft“, so Ministerpräsident Laschet. „Es ist mir ein zentrales Anliegen, die guten Beziehungen zu unserem Nachbarn im Osten auf allen Ebenen zu pflegen.“ Auf der Agenda stehen daher neben Gesprächen mit Vertretern der polnischen Regierung und Wirtschaftsvertretern sowie dem Gedenken an die Opfer des Warschauer Ghettos auch Treffen mit Intellektuellen und dem Erzbischof von Warschau, außerdem ein Empfang aus Anlass in der des Tages der Deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft mit rund 1.100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur.
 
„Der Tag der Deutschen Einheit erinnert uns zugleich daran, dass das polnische Volk mit seinem Kampf um Freiheit und Demokratie den Weg zur Einheit und zur Überwindung der Teilung Europas geebnet hat. Dafür sind wir allen Polinnen und Polen dankbar“, sagte Ministerpräsident Laschet. „Der Kampf für die Freiheit und der Aufbau einer neuen demokratischen Gesellschaft ab Ende der 1980er Jahre sind tiefgreifende Erfahrungen, die Polen und uns Deutsche verbinden. Auf dieser Basis sollten wir gemeinsam nach vorne schauen und im stetigen Dialog bleiben, um Europa weiter voranzubringen – trotz auch unterschiedlicher Sichtweisen.“

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Politische Gespräche

Zum Auftakt seines Besuchs trifft Ministerpräsident Armin Laschet am Montagvormittag Senatsmarschall Stanisław Karczewski, den protokollarisch dritthöchsten Vertreter des polnischen Staates. Im Mittelpunkt des Austausches stehen die Vertiefung der guten deutsch-polnischen Nachbarschaft sowie Belange der polnisch stämmigen Bürger in Nordrhein-Westfalen. Als Senatsmarschall ist Karczewski unter anderem für die Anliegen der Auslandspolen zuständig, der so genannten Polonia. Dazu gehören rund 20 Millionen Menschen weltweit, circa 600.000 Polnischstämmige leben in Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Laschet hatte den Senatsmarschall bereits im Juli zu einem Gespräch in Düsseldorf getroffen.

Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder. Auf Einladung von Janusz Reiter, Botschafter a.D. der Republik Polen in Deutschland, kommt Ministerpräsident Laschet daher am Mittag mit Mitgliedern des Polnischen Businessrats zusammen, der 1992 als Plattform international agierender polnischen Unternehmen gegründet wurde. „Polen gehört für uns zu den zehn wichtigsten Handelspartnern. Im Dialog mit polnischen Unternehmensvertretern will ich darüber sprechen, wie Nordrhein-Westfalen und Polen gemeinsame Strategien zur Förderung von Innovationen, Start-ups und moderner Technologien wie der Elektromobilität entwickeln können“, sagte Ministerpräsident Laschet.
 
Parallel findet am 2. Oktober eine von der Landesregierung mitorganisierte Wirtschaftskonferenz mit Unternehmen aus Polen und Nordrhein-Westfalen in Warschau statt, die „II. Wirtschaftskonferenz NRW-Polen 2018: Gemeinsam für Zukunft und Innovationen“. Eröffnet wird die Veranstaltung von Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, der den Ministerpräsidenten auf seiner Reise begleitet.

Kranzniederlegung und Treffen mit polnischen Intellektuellen und dem Erzbischof von Warschau

Auf Einladung des polnischen Centre for International Relations und des European Council for Foreign Relations spricht Ministerpräsident Laschet anschließend im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit polnischen Intellektuellen, um sich über die Sichtweise Polens zu aktuellen europa- und gesellschaftspolitischen Fragen auszutauschen. Zuvor trifft Laschet den Erzbischof von Warschau, Seine Eminenz Kazimierz Nycz. Kardinal Nycz ist engagierter Förderer der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Ko-Vorsitzender der Kontaktgruppe zwischen der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz.
Im Anschluss wird der Ministerpräsident in Würdigung und im Gedenken an die Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto einen Kranz am Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos niederlegen sowie gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Jüdischen Historischen Instituts Warschau und Überlebenden der Verbrechen des Nationalsozialismus, Marian Turski (*1926), das Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN besuchen.
 
Begleitet wird Ministerpräsident Laschet neben Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner vom Beauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks und dem Beauftragten für die polnisch stämmigen Bürgerinnen und Bürger sowie Polinnen und Polen in Deutschland, Thorsten Klute. Als persönliche Gäste nehmen außerdem Professorin Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., und ihr Ehemann, Universitätsprofessor Dr. Hans Süssmuth, Vorstandsvorsitzender der Adalbert Stiftung Krefeld, an der Reise teil.
 

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