„Petersburger Dialog“ in Nordrhein-Westfalen
18. Juli 2019

Ministerpräsident Laschet empfängt deutschen und russischen Außenminister anlässlich des „Petersburger Dialogs“ in Nordrhein-Westfalen

Laschet: Gerade in Zeiten politischer Differenzen kommt es darauf an, den Dialog fortzusetzen

Erstmalig seit seiner Gründung findet am 18. und 19. Juli 2019 der „Petersburger Dialog“, eine der wichtigsten Veranstaltungen der deutsch-russischen zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit, in Nordrhein-Westfalen statt.

 
Die Landesregierung teilt mit:

Erstmalig seit seiner Gründung findet am 18. und 19. Juli 2019 der „Petersburger Dialog“, eine der wichtigsten Veranstaltungen der deutsch-russischen zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit, in Nordrhein-Westfalen statt. Unter dem diesjährigen Thema „Kooperation als Leitmotiv für ein Europa in Frieden: Beiträge aus den Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands“ kommen am Donnerstag und Freitag rund 350 Gäste aus allen Bereichen der deutsch-russischen Zusammenarbeit zu der hochkarätigen Konferenz in Bonn und Königswinter zusammen. Zur Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag werden die beiden Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Heiko Maas, und der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, erwartet. Nach seiner Ankunft in Deutschland trifft der russische Außenminister Lawrow zunächst zu einem bilateralen Gespräch mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, auf dem Petersberg bei Bonn zusammen.
 
Gemeinsam mit den beiden Ko-Vorsitzenden des Petersburger Dialogs, Ronald Pofalla und Wiktor Subkow, wird Ministerpräsident Armin Laschet die Gäste auf dem Petersberg empfangen und ein Grußwort halten. Am Abend des 18. Juli lädt der Ministerpräsident als Gastgeber der diesjährigen Konferenz zu einem Empfang auf Schloss Drachenburg ein.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Mit dem Petersburger Dialog kommt nach der 15. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz nun eine weitere der größten und wichtigsten Veranstaltungen der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland nach Nordrhein-Westfalen. Das zeigt ganz deutlich: die Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland ist uns als Land im Herzen Europas ein großes Anliegen. Bonn als Kompetenzzentrum für internationale Politik ist ein hervorragender Ort für die Ausrichtung des Petersburger Dialogs.“
 
Der Ministerpräsident weiter: „Auch wenn es politische Differenzen zwischen Russland und Deutschland gab und weiterhin gibt, kommt es gerade jetzt darauf an, den Dialog fortzusetzen. Der Petersburger Dialog leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Der Austausch in Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft muss auch in angespannten Zeiten lebendig bleiben, er soll Brücken bauen und Menschen verbinden. Das Verbindende zwischen unseren Ländern müssen wir stärken, die Bänder fester knüpfen und die Verständigung intensivieren, das Trennende gilt es offen anzusprechen.“

Zum Download öffnen Sie die Galerie bitte in der Mediathek.

Hintergrund Petersburger Dialog
Der Petersburger Dialog wurde im Jahr 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin ins Leben gerufen. Benannt nach dem ersten Veranstaltungsort St. Petersburg findet er seitdem im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland statt. Ziel des Petersburger Dialogs ist es, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in allen Bereichen der Zivilgesellschaft zu intensivieren, Vorurteilen in der Wahrnehmung des jeweils anderen Landes entgegenzuwirken und damit den deutsch-russischen Beziehungen neue Impulse zu geben.
 
Nordrhein-Westfalen und Russland
Nordrhein-Westfalen und Russland verbinden enge Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie in der Zivilgesellschaft. Im April reiste der Minister für Wirtschaft, Industrie, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, anlässlich der Beteiligung Nordrhein-Westfalens als Partnerland an der diesjährigen Deutschen Woche, nach Sankt Petersburg. Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabelle Pfeiffer-Poensgen, reiste zur Unterstützung von Kooperationen in Kultur und Wissenschaft im April nach Moskau. Anlass der Reise war das zehnjährige Bestehen des Büros der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) in Moskau, das die Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund gemeinsam unterhalten. Es bestehen 133 Kooperationen zwischen nordrhein-westfälischen und russischen Hochschulen, mehr als 50 Schulpartnerschaften und 28 städtepartnerschaftliche Verbindungen, darunter Düsseldorf und Moskau, Köln und Wolgograd oder Dortmund und Rostow am Don. Rund 300 russische Unternehmen haben Tochterunternehmen in Nordrhein-Westfalen, darunter etwa Avangard, Dornieden Maschinenbau, TMK Europe oder OMK Steel. Viele in Nordrhein-Westfalen ansässige Unternehmen sind ebenfalls in Russland aktiv, dazu gehören beispielsweise Bayer, E.ON, Henkel oder Hochtief.

Derzeit leben knapp 53.000 Bürgerinnen und Bürger mit russischer Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen.
 

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