Ministerpräsident Armin Laschet empfängt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

Ministerpräsident Armin Laschet empfängt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

1. Juli 2021

Ministerpräsident Laschet: Das Engagement für das jüdische Leben in Europa sowie der Einsatz für Religionsfreiheit und gegen Antisemitismus ist wichtiger denn je

Ministerpräsident Armin Laschet hat am Donnerstag, 1. Juli 2021, den Präsidenten der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, in der Staatskanzlei zu einem bilateralen Gespräch empfangen. Zentrale Themen des Austauschs waren die aktuellen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Antisemitismus sowie gemeinsame Anliegen der Europäischen Rabbinerkonferenz und des Landes beim Schutz und der Förderung jüdischen Lebens.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Armin Laschet hat am Donnerstag, 1. Juli 2021, den Präsidenten der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, in der Staatskanzlei zu einem bilateralen Gespräch empfangen. Zentrale Themen des Austauschs waren die aktuellen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Antisemitismus sowie gemeinsame Anliegen der Europäischen Rabbinerkonferenz und des Landes beim Schutz und der Förderung jüdischen Lebens.

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Ministerpräsident Armin Laschet: „Jüdisches Leben gehört zu Deutschland – seit 1700 Jahren. Gerade in diesem besonderen Jubiläumsjahr gilt es, die tiefe Verwurzelung des Judentums in der Geschichte unseres Landes stärker bekanntzumachen und noch immer bestehende Vorurteile gegen Jüdinnen und Juden abzubauen. Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen keinen Platz! Möge dieses Jubiläum unsere Gesellschaft stark machen für ein friedliches Zusammenleben und gegen jede Form von Ausgrenzung. Ich danke Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und der Konferenz der Europäischen Rabbiner für ihr wichtiges Engagement für das jüdische Leben in Europa sowie ihren Einsatz für Religionsfreiheit und gegen Antisemitismus.“
 
Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt: „Jüdisches Leben gibt es seit rund 1700 Jahren in Deutschland. Es hat dieses Land entschieden mitgeprägt und ist eine Selbstverständlichkeit im deutschen Alltag. Damit es so bleibt, muss der Antisemitismus entschieden bekämpft, jüdisches Leben gesichert und die Religionsfreiheit garantiert werden. Hierfür tritt Ministerpräsident Armin Laschet mit Herz und großem Engagement ein, damit jüdisches Leben hierzulande eine nachhaltige Zukunft hat. Für diesen wichtigen Einsatz möchten wir ihm herzlich danken.“
 
Die Europäische Rabbinerkonferenz ist ein Zusammenschluss orthodoxer Rabbiner in Europa. Sie wurde 1956 gegründet und vertritt rund 1000 Rabbinerinnen und Rabbiner in ganz Europa. Die Europäische Rabbinerkonferenz vergibt jährlich den nach ihrem ehemaligen Präsidenten benannten Lord-Jakobovits-Preis des Europäischen Judentums sowie den Moshe-Rosen-Preis.
 
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
 
Nordrhein-Westfalen setzt sich in vielfältiger Weise für die Bekämpfung von Antisemitismus ein. Mit dem Amt der Antisemitismusbeauftragen werden seit 2018 präventive Maßnahmen der Antisemitismusbekämpfung initiiert und koordiniert. Die Antisemitismusbeauftragen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fungiert ebenso als Ansprechpartnerin für Opfer antisemitischer Übergriffe. Im Jahr des 1700-jährigen Bestehens der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland hat das Landeskabinett zudem im Januar eine Erklärung zum jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen verabschiedet und damit ein deutliches Zeichen zur Bekämpfung des Antisemitismus gesetzt.
 
Das diesjährige 1700. Jubiläum verdeutlicht die lange gemeinsame Geschichte jüdischer und nicht-jüdischer Bevölkerung in Deutschland. 2021 wird das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Zur Förderung und Koordinierung der Veranstaltungen dieses Festjahres hat sich der Verein „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ gegründet, den das Land Nordrhein-Westfalen fördert. Nordrhein-Westfalen ist mit rund 26.000 Menschen jüdischen Glaubens Heimat der größten jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.
 

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