EU fördert Umsetzung von Forschungsergebnissen
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EU fördert Umsetzung von Forschungsergebnissen: Drei Proof of Concept Grants gehen nach Nordrhein-Westfalen

7. August 2020

Insgesamt 450.000 Euro für Projekte aus Nordrhein-Westfalen – Mittel unterstützen Forschende beim anwendungsorientierten Transfer von Forschungsergebnissen

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat die Gewinnerinnen und Gewinner der Förderlinie „Proof of Concept 2020“ bekannt gegeben.

 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit:

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat die Gewinnerinnen und Gewinner der Förderlinie „Proof of Concept 2020“ bekannt gegeben. Drei bereits mit einem ERC-Grant ausgezeichnete Forschende aus Nordrhein-Westfalen erhalten den renommierten Preis. Die zusätzliche Förderung unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Forschungsergebnisse eines laufenden oder bereits abgeschlossenen Projekts im Rahmen ihres ERC-Grants zur Anwendungsreife weiterzuentwickeln. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils bis zu 150.000 Euro für einen Zeitraum von 18 Monaten.
 
Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen würdigte die herausragenden Leistungen: „Für die Landesregierung ist es von großer Bedeutung, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen an EU-Forschungsprogrammen und insbesondere an den Förderlinien des ERC beteiligen. Ich gratuliere der Gewinnerin und den Gewinnern zum Erfolg ihrer Bewerbung um einen Proof of Concept Grant, der es ihnen nun ermöglicht, ihre bisherigen Forschungsprojekte auf Marktpotenzial zu überprüfen. Mit diesem wichtigen Transfer von Ideen in Technologien tragen die Forschenden zum Erfolg des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen bei.“
 
Der ERC hat insgesamt 55 Forschende aus der Europäischen Union zur Förderung ausgewählt, acht davon kommen aus Deutschland. Mit drei Proof of Concept Grants ist Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich Spitzenreiter.

Die drei Gewinner aus Nordrhein-Westfalen sind:
 
Prof. Dr. Laura De Laporte arbeitet am DWI – Leibniz Institut für Interaktive Materialien an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen an biohybriden und bioinspirierten Materialien für anspruchsvolle medizinische Anwendungen. Ihr Team entwickelt Hydrogeltherapien, die aus nano- und mikrometergroßen Bausteinen bestehen, welche sich nach der Injektion räumlich ausrichten, um Gewebe, wie z.B. das Rückenmark, zu reparieren. Prof. Dr. Laura De Laporte hat im Jahr 2015 einen Starting Grant gewonnen.
 
Prof. Dr. Nicolas Plumeré entwickelt an der Ruhr-Universität Bochum mit seinem Team einen Multianalyt-Teststreifen, der die kontinuierliche Messung verschiedener Parameter ermöglichen und so neue Potenziale in der personalisierten Medizin eröffnen soll. Kombiniert mit Big-Data-Analysen könnte die neue Messtechnik helfen, Gesundheitsprobleme früh zu erkennen oder Krankheitsverläufe besser zu prognostizieren. Prof. Dr. Nicolas Plumeré hat im Jahr 2016 einen Starting Grant gewonnen.
 
Prof. Dr. Eckart Zimmermann arbeitet mit seinem Forscherteam an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Institut für Experimentelle Psychologie in der Abteilung Wahrnehmungspsychologie an visuellen Wahrnehmungs- und Vorstellungsprozessen. Mit seinem Projekt möchte er in Kooperation mit der Reha-Klinik Meerbusch und der Firma A4VR eine Software entwickeln, die zur Rehabilitation von Wahrnehmungsstörungen nach Schlaganfällen beitragen kann. Diese Software soll in Verbindung mit modernen Virtual Reality Methoden erlauben, systematisch durch Training an der Wiederherstellung der Wahrnehmung zu arbeiten. Prof. Dr. Eckart Zimmermann hat im Jahr 2017 einen Starting Grant gewonnen.
 
Der ERC ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution, die grundlagenorientierte Forschung fördert. Der ERC wird von 2014 – 2020 über das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ finanziert.
 
 

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