Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 geht an das Volk des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland

Ministerpräsident Wüst: Nordrhein-Westfalen und Großbritannien verbinden eine besondere gemeinsame Geschichte und eine enge Freundschaft

8. Oktober 2026
Großbritannien

Die Briten hatten mit der Verbindung der beiden Provinzen Nordrhein und Westfalen 1946 das Land gegründet und so maßgeblichen Anteil an seiner Geschichte.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 geht zum 80. Jubiläum der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen an das Volk des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Die Briten hatten mit der Verbindung der beiden Provinzen Nordrhein und Westfalen 1946 das Land gegründet und so maßgeblichen Anteil an seiner Geschichte. Ministerpräsident Hendrik Wüst wird die höchste Auszeichnung des Landes anlässlich des 80-jährigen Bestehens Nordrhein-Westfalens an die Menschen in Großbritannien verleihen. Die Verleihung wird im weiteren Verlauf des Jubiläumsjahres stattfinden. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen und Großbritannien verbindet eine ganz besondere gemeinsame Geschichte. Vor 80 Jahren hat die britische Militärregierung unser Land gegründet. Aus dem, was damals als politische Entscheidung begann, ist über die Jahrzehnte eine enge Freundschaft zwischen unseren Ländern und vor allem zwischen den Menschen entstanden. Mit dem Staatspreis sagen wir Danke für acht Jahrzehnte Verbundenheit und setzen zugleich ein Zeichen für unsere gemeinsame Zukunft.“

Premierminister des Vereinigten Königreichs Andy Burnham: „Mit großer Freude begrüße ich die Ankündigung, dass der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 an die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland verliehen wird, um den 80. Jahrestag der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen zu würdigen."

Am 23. August 1946 verband die britische Militärregierung im Rahmen der „Operation Marriage“ die damaligen Provinzen Nordrhein und Westfalen. Ein Jahr darauf folgte das Land Lippe, womit Nordrhein-Westfalen seine heutigen Landesgrenzen annahm. Damit begann nicht nur die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, sondern auch eine besondere Beziehung zu Großbritannien. Britische Soldatinnen und Soldaten sowie ihre Familien gehörten über viele Jahrzehnte zum Alltag in Nordrhein-Westfalen. Aus den ersten Begegnungen entstanden persönliche Beziehungen, Partnerschaften und Freundschaften.

Heute leben rund 16.000 Britinnen und Briten in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 350 Schul- und Städtepartnerschaften sowie rund 1.800 britische Unternehmen stehen für die enge Verbindung beider Seiten. Besonders eng sind auch die Beziehungen zwischen dem Ruhrgebiet und Greater Manchester, die eine gemeinsame Industriegeschichte und die Erfahrungen tiefgreifenden Strukturwandels verbinden.

Ministerpräsident Wüst: „Der Brexit hat die politischen Beziehungen verändert, aber nicht unsere tiefe Freundschaft. Nordrhein-Westfalen und Großbritannien bleiben eine Familie. Wir wollen diese Verbindung weiter pflegen und ausbauen – zwischen den Menschen ebenso wie in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung.“

Hintergrund zum Staatspreis

Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen wurde 1986 anlässlich des 40. Geburtstags des Landes vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftet. Er ist die höchste Auszeichnung, die das Land Nordrhein-Westfalen vergibt, und mit 50.000 Euro dotiert. Der Staatspreis wird in der Regel einmal im Jahr im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die herausragende kulturelle, wissenschaftliche oder andere Leistungen erbracht haben und Nordrhein-Westfalen durch ihren Werdegang und ihr Wirken verbunden sind. 

Seit seiner Stiftung wurden 65 Preisträgerinnen und Preisträger beziehungsweise Institutionen mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Im Jahr 2025 erhielt der international renommierte Fotograf Andreas Gursky die Auszeichnung. 2024 wurde die Düsseldorfer Band Die Toten Hosen geehrt, 2023 Bundeskanzlerin a. D. Dr. Angela Merkel und 2022 der frühere Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. Zu den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern gehören unter anderem der frühere Bundesminister Prof. Klaus Töpfer, Circus-Roncalli-Gründer Bernhard Paul, der Schriftsteller Dr. Navid Kermani, Christel und Rupert Neudeck, die Künstler Günther Uecker und Gerhard Richter sowie Marcel Reich-Ranicki, Alice Schwarzer und Prof. Jürgen Habermas. 

Mit der Verleihung 2026 geht der Staatspreis erstmals an ein ganzes Volk. Nordrhein-Westfalen würdigt damit die besondere historische Verbindung mit Großbritannien, die mit der Gründung des Landes durch die britische Militärregierung im Jahr 1946 begann, sowie die Menschen, die diese Verbindung in den vergangenen 80 Jahren mit Leben gefüllt haben.

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