Nordrhein-Westfalen erneuert Kooperationsvereinbarung mit der Republik Nordmazedonien

Minister Liminski: Unsere Partnerschaft ist in unserem eigenen NRW-Interesse und stärkt gleichzeitig den europäischen Zusammenhalt

15. Juni 2026
Europa Flagge Landeshaus

Europaminister Nathanael Liminski hat den Außenminister des nordrhein-westfälischen Partnerlandes Nordmazedonien, Dr. Timcho Mucunski, in der Staatskanzlei empfangen und mit ihm die bestehende Kooperationsvereinbarung beider Länder erneuert.

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei

Europaminister Nathanael Liminski hat am Montag, 15. Juni 2026, den Außenminister des nordrhein-westfälischen Partnerlandes Nordmazedonien, Dr. Timcho Mucunski, in der Staatskanzlei empfangen und mit ihm die bestehende Kooperationsvereinbarung beider Länder erneuert. Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2021 konnten zahlreiche Projekte realisiert werden, die Menschen in den Bereichen Wirtschaft, Ausbildung, Medien und Jugend zusammengebracht haben.

Minister Nathanael Liminski: „Nordrhein-Westfalen und Nordmazedonien schlagen mit der Verlängerung ihrer Partnerschaft ein neues Kapitel der Zusammenarbeit auf. Damit setzen wir ein Zeichen für ein starkes, stabiles und solidarisches Europa. Denn ein prosperierender Westbalkan liegt auch in unserem ureigenen europäischen Interesse. Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen brauchen wir enge Verbindungen zu unseren europäischen Wertepartnern und künftigen EU-Mitgliedstaaten. Denn wer Europas Resilienz stärken will, muss den Zusammenhalt mit den Ländern des Westbalkans auch als Antwort auf den wachsenden Einfluss Chinas und Russlands in der Region vertiefen.“

Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung verlängert die Partnerschaft um weitere fünf Jahre. An der Unterzeichnung nahmen auch Petra Drexler, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Nordmazedonien, sowie Prof. Ylber Sela, Botschafter der Republik Nordmazedonien in Deutschland, teil. Das Abkommen bezieht ausdrücklich auch neue Themenfelder ein. So soll die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Polizei, Kommunales, Hochschulen und Gesundheit ausgebaut werden. Ziel ist es, Fachwissen in möglichst vielen Bereichen zu teilen, die den europäischen Integrationsprozess Nordmazedoniens fördern.

Minister Liminski: „Unsere Partnerschaft schafft konkrete Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Ausbildung und Gesellschaft und stärkt damit den europäischen Zusammenhalt ganz praktisch vor Ort. Nordrhein-Westfalen leistet so einen eigenen Beitrag dazu, Resilienz zu stärken und Europa weiter zusammenwachsen zu lassen. Auch wenn Nordmazedonien seit vielen Jahren auf den EU-Beitritt wartet, ist klar: Europäische Verbundenheit beginnt nicht erst mit der Mitgliedschaft, sondern mit gemeinsamen Projekten, gegenseitigem Vertrauen und einer gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft Europas.“

Bereits heute gibt es dank Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen viele Beispiele für erfolgreiche Kooperationen zwischen Vereinen, Universitäten und Kommunen. So findet aktuell ein Feuerwehraustausch zwischen der Stadt Oberhausen und der mazedonischen Gemeinde Gostivar statt. Die Technische Hochschule Köln, das Wuppertal Institut und die Fernuniversität Hagen haben zudem vor wenigen Wochen ein Kooperationsabkommen mit der „St. Kyrill und Methodius Universität“ in Skopje abgeschlossen. Ziel ist eine künftige Zusammenarbeit im Bereich Kreislaufwirtschaft.

Im Rahmen eines Bund-Länder-Projektes absolvieren derzeit 25 junge Menschen aus Nordmazedonien und aus dem Kosovo Berufspraktika in deutschen Betrieben. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördert das Projekt mit Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Es eröffnet den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Perspektive, sich nach ihrer Rückkehr qualifiziert für die Stärkung des eigenen Landes einzusetzen, und schafft zugleich gut ausgebildete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die deutsche Wirtschaft in der Region. 

Eine Gruppe junger Menschen aus diesem Projekt arbeitet aktuell im Raum Düsseldorf. Sie konnten bei der Unterzeichnung dabei sein und den beiden Ministern beispielhaft von ihren Erfahrungen im Praktikum und im Berufsalltag berichten. Ebenfalls vor Ort waren Vertreterinnen und Vertreter der Hündgen Entsorgungs GmbH aus Swisttal, der Barkow Consulting aus Düsseldorf und des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes aus Engelskirchen, die ihre Praktikantinnen und Praktikanten zum Besuch in der Staatskanzlei begleiteten.

Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Nordmazedonien

Seit Beginn der Partnerschaft zwischen Nordmazedonien und Nordrhein-Westfalen 2021 sind zahlreiche gemeinsame Projekte entstanden – zum Beispiel in den Bereichen berufliche Bildung, Medien, Medizin und Kommunales. Ziel der Partnerschaft ist es, in der gesamten Westbalkanregion Verbindungen zu stärken und Brücken zu bauen. Vereine mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die Partnerschaftsprojekte im Westbalkan durchführen, können Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen über das Auslandsprogramm von Engagement-Global beantragen: https://www.engagement-global.de/de/auslandsprojekte-nrw.

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